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Laut Studie: Ungesundes Essen verändert unser Gehirn

Wie eine neue Studie zeigt, wirkt sich ungesundes Essen negativ auf unser Gehirn aus. Welche Folgen zucker- & fettreiche Lebensmittel auf uns haben, liest du in diesem Artikel.

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© Getty Images/ bernardbodo

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Dass fett- und zuckerreiche Lebensmittel Auswirkungen auf unseren Körper haben, ist klar. Eine neue Studie hat nun jedoch herausgefunden, dass ungesundes Essen sogar unser Gehirn verändern kann. Was genau in unserem Kopf passiert, wenn wir zu Fast Food und Süßigkeiten greifen, und mit welchen Veränderungen wir rechnen müssen, zeigen wir dir in diesem Artikel.

So beeinflusst ungesundes Essen unser Gehirn

Wenn wir regelmäßig zu stark zucker- und fetthaltiger Nahrung greifen, hat das Auswirkungen auf unser Gehirn – so das Ergebnis einer aktuellen Studie des Max-Planck-Instituts in Köln. Laut den Forschenden verändert das ungesunde Essen unsere Gehirnstruktur, sodass dieses in der Folge lernt, fett- und zuckerreiche Lebensmittel zu bevorzugen.

Der Grund dafür: Zucker und Fett aktivieren das Belohnungssystem im Gehirn. Essen wir Lebensmittel mit viel Zucker oder Fett, löst das ein gutes Gefühl in uns aus. Die Folge davon können wir am eigenen Leib spüren, wenn man beispielsweise versucht, nach einer Handvoll die Tüte Chips beiseite zu legen oder nach einem Rippchen die Schokolade wieder einpacken will – wir wollen mehr!

Studie zeigt: Effekt ist nicht nur kurzfristig

Dieser Mechanismus ist schon seit Längerem bekannt. Neu ist aber, dass der Effekt nicht nur kurzfristig eintritt, sondern auch langfristig unser Gehirn verändern kann. Das stellten die Forscher:innen des Max-Planck-Instituts in einem Versuch fest:

Dabei bekamen 2 Gruppen normalgewichtiger Proband:innen 8 Wochen lang zusätzlich zu ihren gewohnten Mahlzeiten täglich einen kleinen Pudding. Der Pudding der einen Gruppe enthielt genau so viel Kalorien, wie der Pudding der anderen Gruppe, war aber deutlich reicher an Fett und Zucker.

Zusätzlich bekamen die Studienteilnehmer:innen vor und nach den 8 Wochen Milchshakes zu trinken, die ebenfalls unterschiedlich viel Zucker und Fett enthielten. Währenddessen wurden ihre Gehirnströme in einem MRT untersucht, um zu sehen, welchen Effekt der Shake auf das Gehirn hatte. Das Ergebnis: Das Belohnungssystem der Proband:innen, die in den 8 Wochen zuvor den fett- und zuckerreichen Pudding bekommen hatte, reagierte besonders stark auf den fett- und zuckerreichen Milchshake.

Fazit: Ungesundes Essen schafft neue Nervenverbindungen

Die Forscher:innen erklären das Ergebnis folgendermaßen: Der andauernde Konsum des zucker- und fettreichen Puddings hat dafür gesorgt, dass sich im Gehirn neue Nervenverbindungen gebildet haben. Diese lösen im Gehirn ein automatisches Verlangen nach weiteren zucker- und fettreichen Lebensmitteln aus – und zwar ganz unbewusst.

Das Verlangen nach ungesundem Essen wird also immer stärker. Das kann zur Folge haben, dass Menschen ganz unbewusst immer nach besonders fettigen und süßen Speisen greifen. Langfristig kann das zu Übergewicht und Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck und Arteriosklerose führen.