Skyr ist schon seit ein paar Jahren fester Bestandteil des Kühlsortiments und weiterhin beliebt. Das liegt nicht nur allein daran, dass die Story hinter dem Milchprodukt, das von Wikingern vor über 1000 Jahren nach Island gebracht worden war, so cool klingt. Denn der isländische Ursprung mag zwar stimmen, der Skyr aus dem Supermarkt wird trotzdem größtenteils in Deutschland hergestellt. Viel wichtiger ist, dass Skyr gesund sein soll und dazu noch gut schmeckt.

Wir sagen dir, wie gesund Skyr tatsächlich ist und wer unbedingt zur Joghurt-Alternative greifen sollte.

Was unterscheidet Skyr von anderen Milchprodukten?

Das Geheimnis von Skyr liegt in seiner Herstellung, einer Mischung aus den Verfahren für Joghurt und Quark. Wenn Milchsäurebakterien den Milchzucker vergären, entsteht Joghurt. Ob dieser sauer oder mild schmeckt, entscheidet die Art der Bakterien. Bei Quark dagegen wird Milch mit Lab versetzt. Die enthaltenen Enzyme sorgen dafür, dass die Mischung eindickt.

Bei Skyr passiert beides – sowohl das Säuern durch Bakterien als auch das Eindicken mit Lab. Die zur Herstellung verwendete Milch ist entrahmt, dafür wird aber auch viermal so viel verwendet, wie es bei Joghurt der Fall gewesen wäre. Diese Herstellung ist ganz entscheidend für Skyr. Denn wem Magerquark zu fest und pappig, Joghurt aber zu dünn ist, der wird die cremige Konsistenz von Skyr lieben.

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Wegen der cremigen Konsistenz wird Skyr ganz vielfältig genutzt. Auch für Kuchen. Foto: getty images / Ivan Credit: getty images / ivan

So gesund ist Skyr wirklich

Im Vergleich mit anderen Milchprodukten ist besonders auffällig, dass sich die Nährwerte von Skyr und Magerquark sehr ähnlich sind. Beide enthalten zwischen 60 und 70 Kalorien auf 100 Gramm und liefern viel Eiweiß. Das ist besonders für Sportler:innen wichtig, die Wert auf den Muskelerhalt- und Aufbau legen.

Dazu hilft Eiweiß bei der Aufnahme von Eisen, bei der Abwehr von Krankheitserregern und bei der Zellreparatur. Das Eiweiß im Skyr sorgt außerdem dafür, dass weniger Insulin ausgeschüttet wird. Das bedeutet, du bist länger satt und bekommst nicht so schnell wieder Heißhunger Attacken. Noch dazu ist Skyr im Gegensatz zu Joghurt fast fettfrei, was sich wiederum positiv in der Kalorienbilanz widerspiegelt.

Noch ein Pluspunkt: Skyr enthält mehr Kalzium als Magerquark oder Joghurt, das unter anderem für den Knochenaufbau wichtig ist und die Zähne schützt. All das macht Skyr zum gesunden Quark- oder Joghurtersatz.

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Skyr lässt sich einfach mit Früchten und Nüssen aufwerten. getty images / Sarka Babicka

Wer sollte lieber auf Skyr verzichten?

Fast 70 Prozent aller Immunzellen sind im Darm angesiedelt. Sie sorgen dafür, dass deine Immunabwehr, Verdauung und der Stoffwechsel richtig funktionieren. Milchsäurebakterien, die auch im Skyr enthalten sind, sorgen für eine gesunde Darmflora. Dass Skyr nicht wärmebehandelt wird, ist eine gute Chance für Laktoseintolerante zu dem Milchprodukt zu greifen, da es gut möglich ist, dass sie Skyr in kleinen Mengen vertragen.

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Die Finger vom Skyr müssen allerdings weiterhin alle Menschen lassen, die an einer Milchproteinallergie leiden.

Skyr: Gesund, mit einer unschlagbaren Konsistenz

Die Nährwerte von Skyr sind kaum zu schlagen. Nur Magerquark kann da mithalten. Der größte Unterschied zwischen den beiden liegt in der Konsistenz und die war bei Skyr besonders gut. Das hat allerdings auch seinen Preis. Skyr ist oft teurer als seine Alternativen. Häufig tun es aber auch die Produkte weniger bekannter Marken.

Außerdem solltest du aufpassen, nicht zu zusätzlich gesüßten Skyrs zu greifen. Solche mit industrieller Fruchtzubereitung enthalten häufig große Mengen an Zucker.

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