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Wenn du Kaffee so lagerst, verliert er sein Aroma

trinkst du gerne Kaffee, weißt aber nicht, wie du diesen am besten aufbewahren sollst? Dann haben wir hier ein paar Tipps für dich.

© Getty Images/ juanma hache

Viele von uns fangen ihren Morgen mit einer großen Tasse Kaffee an. Manche trinken ihn schwarz, andere mit Milch. Jede:r Kaffeeliebhaber:in wird allerdings schon mal auf das Problem der Aufbewahrung gestoßen sein. Wir haben uns aus diesem Grund mal angeschaut, wie man seinen Kaffee am besten aufbewahren kann.

Natürliche Feinde für den Kaffee

Bevor du dich in die Küche stürzt und alles tust, damit dein Kaffee auch sicher aufbewahrt ist, solltest du erst einmal wissen, wer seine natürlichen Feinde sind. Denn Kaffee ist ein Naturprodukt und ziemlich zimperlich, sodass die Aromen sich schon mal schnell vom Acker machen. Und wenn du dir deinen Lieblingskaffee auf Vorrat kaufst, möchtest du ja auch noch lange was von dem Wohlfühlgeruch – und Geschmack haben.

Genau deshalb solltest du deinen Kaffee vor folgenden Dingen fernhalten:

  • Sauerstoff
  • Feuchtigkeit
  • Wärme
  • Licht

Das bedeutet, dass du deinen Kaffee zuallererst an einem Ort lagerst, der kühl, dunkel, luftdicht und trocken ist. Ist dies der Fall, hast du schon die halbe Miete für die perfekte Kaffeeaufbewahrung. Denn wenn dein Kaffee mit zu viel Sauerstoff oder Wärme in Kontakt kommt, oxidieren die Öle aus den Bohnen schnell und das Aroma verpufft.

7 Tipps für die perfekte Kaffeeaufbewahrung

Die Grundlagen, um deinen Kaffee aufzubewahren, sind nun gelegt. Wir haben allerdings noch weitere sieben Tipps für dich, wie du das Beste und meiste aus deinem Kaffee rausholen kannst.

1. In den Kühlschrank, oder nicht?

Sollte man seinen Kaffee, genau wie andere Lebensmittel, im Kühlschrank lagern? Nein. Der Kühlschrank ist nicht der richtige Ort, um Kaffee in irgendeiner Form aufzubewahren – weder gemahlen noch als ganze Bohne. Auch wenn er in einem luftdichten Behälter aufbewahrt wird. Er ist nicht kalt genug, um den Kaffee frisch zu halten, und da dein Kaffee so alle Aromen im Kühlschrank aufnehmen wird. Genau aus diesem Grund sollte man seinen Kaffee lieber nicht im Kühlschrank aufbewahren.

2. Kaffee nicht umfüllen!

Auch wenn du gerne den Kaffee aus der Verpackung direkt in dein ästhetisches Glasgefäß umfüllen möchtest, würden wir dir das nicht empfehlen! Denn dadurch kommt das Pulver mit Sauerstoff, Wärme und Feuchtigkeit in Kontakt und mittlerweile wissen wir ja wozu das führen kann. Kleiner Tipp: Lass den Kaffee in der Ursprungsverpackung und nutzt das Gefäß als Zweitverpackung

3. Pulver = Nein, Bohnen = Ja!

Du kannst die Aufbewahrung deines Kaffees schon beim Kauf des Produkts verbessern. Ein wichtiger Aufbewahrungsfaktor ist nämlich die Qualität des Kaffees. Je frischer die Ware bzw. die Bohnen, desto besser. Auch wenn du Angst hast, dass dein Lieblingskaffee bald wieder ausverkauft ist, kauf lieber kleinere Mengen, die du schnell verbrauchst. Die Bohnen sind ein zusätzlicher Vorteil. Diese bewahren nämlich das Aroma viel länger auf als das Pulver, welches sich schnell verflüchtigt.

Gewusst? Nach dem Röstvorgang geben Bohnen vorwiegend Kohlendioxidgase ab, weshalb sie nicht luftdicht verpackt werden können. Für diesen Fall kommt dann das Einwegatmungsventil zur Hilfe, welches die Bohnen zwar schützt, aber auch dafür sorgt, dass das Kohlendioxid aus dem Beutel entweichen kann. In diesen atmungsaktiven Beuteln können die Bohnen bis zu etwa sechs Monaten lang ihr Aroma und ihren Geschmack behalten.

Kaffeetassen und Kaffeebohnen
Kaffeebohnen halten sich länger und lassen sich deshalb auch besser lagern. Foto: IMAGO / Westend61

4. Nicht zusammen mit anderen Lebensmitteln lagern

Kaffee ist ein „Aroma-Magnet“. Deshalb solltest du deinen Kaffee nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen lagern. Dieser nimmt dann schnell Fremdgerüche auf und kann schon bald ganz anders und falsch schmecken. Am besten lagerst du deinen Kaffee in einem lichtundurchlässigen, luftdicht verschließbaren Gefäß.

5. Gemahlenen Kaffee schnell verbrauchen

Wie schon zuvor erwähnt, hält sich das Aroma und der Geschmack von gemahlenem Kaffee nicht so lang, wie die Bohnenvariante. Deshalb solltest du deinen gemahlenen Kaffee neben der richtigen Lagerung innerhalb von zwei Wochen verbrauchen. Sobald du die Packung geöffnet hast und dich von dem Glücksgefühl, was durch den Geruch ausgelöst wird, erholt hast, verfrachtest du deinen Kaffee so schnell wie möglich an einen kühlen, dunklen Ort.

6. Die Dose macht’s

Worin genau solltest du Kaffee also nun aufbewahren? Blechdosen sind ein Favorit unter Kaffeeliebhaber:innen. Sie sind zwar schön anzusehen, nehmen aber schnell, genauso wie Kunststoffgefäße, Fremdgerüche an. Die idealen Gefäße, um deinen Kaffee aufzubewahren, sind deshalb aus Keramik, Porzellan oder Glas.

Kaffee aufbewahren
Ein luftdichtes Porzellangefäß ist perfekt, um deinen Kaffee aufzubewahren. Foto: IMAGO / Westend61

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7. Finger weg vom Kühlschrank!

Ein Ort, an dem Kaffee nichts zu suchen hat, ist der Kühlschrank. Auch wenn dieser kühl, trocken und dunkel gelagert werden soll und der Kühlschrank bei dieser Beschreibung sehr nahe liegt, schadet er dem Kaffeearoma. Auch hier sind nämlich wieder viele andere Lebensmittel versammelt, dessen Gerüchte sich der Kaffee gerne aneignet.

Kaffee aufbewahren ist gar nicht so schwer

Ja, unser Kaffee kann ganz schön zickig auf Umwelteinflüsse reagieren. Deshalb ist es umso wichtiger, unser Lieblingsgetränk mit Nachsicht zu lagern, damit die Aromen und der Geschmack lange und nachhaltig bleiben. Kaffee ist generell zwar sehr lange haltbar, ob er aber nach sechs Monaten immer noch seinen gleichen Geschmack hat, ist fraglich. Befolge einfach unsere Tipps und Tricks und der Genuss wird länger anhalten, als es vielleicht sonst der Fall wäre.