Ob in einer fancy Poke Bowl oder doch nur als Reis- oder Couscous-Ersatz: Kaum jemand ist in den letzten Jahren an Quinoa vorbeigekommen. Aber ist der Hype gerechtfertigt oder nur künstlich aufgebauscht? Wir verraten dir fünf Gründe, die tatsächlich dafür sprechen, dass Quinoa gesund ist!

Quinoa: Ein berühmtes Getreide, das gar keines ist!

Viele Menschen vertreten die Annahme, dass es sich bei Quinoa um eine Sättigungsbeilage wie Couscous oder Bulgur – sprich ein Getreide handelt. Streng genommen ist das aber falsch, da der Quinoa zu den Gänsefußgewächsen zählt. Seinen Ursprung findet die Quinoa in den Anden, wo sie schon seit etwa 5000 Jahren zu einem der Grundnahrungsmittel zählt. Bis heute sind die Länder, die an die Anden grenzen, wie Peru, Bolivien und Ecuador beliebte Anbauländer für Quinoa. Die Azteken und Inka verstanden schnell, was sie an ihrer Quinoa hatten und fünf dieser Gründe wollen wir dir nun auch vorstellen!

Übrigens: Wusstest du, dass es die Quinoa ist und nicht der oder das Quinoa? Hört sich ungewohnt an, ist aber so.

Quinoa gesund
Quinoa ist die optimale Sättigungsbeilage. Auch für alle, die eine Glutenunverträglichkeit haben. Credit: KarinaUrmantseva Getty Images Signature via Canva

1. Quinoa – Eine echte Proteinbombe

Man würde es der Quinoa auf den ersten Blick gar nicht unbedingt zutrauen, aber sie steckt voller Proteine. Auf 100g Quinoa kommen etwa 14g Eiweiß, was sie sogar eiweißhaltiger als Magerquark macht. Dieses Eiweiß kann unser Körper herrlich für den Muskelaufbau, die Produktion von Hormonen und Enzymen sowie die Immunabwehr gebrauchen. Außerdem kommt der Quinoa ihre Abstammung zu gute. Dadurch, dass sie kein Getreide ist, hat sie mehr Aminosäuren als Couscous und Co. und kann es somit sogar problemlos mit tierischen Proteinquellen aufnehmen.

2. Pluspunkt: Quinoa ist glutenfrei!

Das wird für alle Allergiker:innen und Menschen mit einer Gluten-Unverträglichkeit eine tolle Nachricht sein: Quinoa ist glutenfrei! Auch das hängt damit zusammen, dass eben keine Verwandtschaft zu glutenhaltigem Getreide besteht. Diese Eigenschaft macht Quinoa extrem gut verdaulich und somit zur perfekten Sättigungsbeilagen für Allergiker:innen.

3. Energielieferant für den ganzen Tag

Wie man sich vielleicht schon denken kann, ist Quinoa ist sehr energiereich. Auf 100g kommen etwa 400 Kilokalorien, was ihn nicht gerade zum Schlankmacher, aber dafür zum Sattmacher macht. Dadurch, dass Quinoa aus komplexen Kohlenhydraten besteht, braucht der Körper besonders lange, diese aufzuschlüsseln. Das hält lange satt und beugt Heißhungerattacken vor.

Kopfschmerzen Wäscheklammer
Kein Scherz: Quinoa kann sogar bei Migräne helfen! Credit: fizkes, shutterstock /

4. Quinoa als wichtiger Magnesiumlieferant

Magnesium ist eines der wichtigsten Minerale für unseren Körper. Da trifft es sich also gut, dass Quinoa so reich daran ist, denn mit einer Portion Quinoa nimmst du schon die Hälfte des täglichen Magnesiumbedarfs zu dir. Ein weiterer Tipp ist, die Quinoa vor dem Kochen ein paar Minuten quellen zu lassen. So wird die sogenannte Phytinsäure abgebaut und der Körper kann das Magnesium ohne Probleme aufnehmen.

Schon gewusst? Magnesium kann dazu führen, dass sich Kopfschmerzen oder sogar Migräne in Luft auflösen. Das liegt daran, dass sich die Blutgefäße entspannen und somit der drückende Schmerz nachlässt.

5. Quinoa ist gesund & macht gute Laune

Tatsächlich gibt es Grund zur Annahme, dass ein regelmäßiger Verzehr von Quinoa die Laune heben kann. Grund dafür ist die Aminosäure Tryptophan, die zur Produktion von Serotonin beiträgt – dem Glückshormon. Ausreichend Serotonin sorgt für einen erholsamen Schlaf, Appetit und sogar eine geringere Schmerzempfindlichkeit. All diese Faktoren reduzieren wiederum Stress und stimmen dich nachhaltig positiver!

Regenwald, Amazonas, Quinoa gesund
Bitte achte darauf, Fairtrade-Quinoa und Quinoa aus biologischem Anbau zu kaufen! Credit: FG Trade /

Klar: Auch Quinoa hat Schattenseiten!

Auch wenn in Quinoa lauter gesunde Benefits stecken, gibt e vor allem in der Produktion Schattenseiten, über die man sprechen muss. Dadurch, dass die Nachfrage nach Quinoa so stark gestiegen ist in den letzten Jahren, fühlen sich Bauern gezwungen, riesige Gebiete zu roden, um mehr Quinoa anbauen zu können. Schnell entsteht so eine Monokultur, die verheerend für jedes Ökosystem ist. Außerdem verlieren viele Arbeiter:innen in Bolivien und Co. ihr ehemals beliebtestes Nahrungsmittel. Durch die hohe Nachfrage können es sich die Menschen in den Anbaugebieten selbst nicht mehr leisten und weichen deshalb auf weniger nahrhafte Lebensmittel wie Nudeln und Reis aus.

Wenn du also in den Genuss von Quinoa kommen möchtest, ohne die benannten Probleme zu unterstützen, achte stets darauf, Fair-Trade und Bio-Quinoa zu kaufen. Eine lokale Alternative sind außerdem Leinsamen, die ähnliche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Wenn dir der Artikel gefallen hat, könnten auch diese etwas für dich sein!