Egal, ob als Beilage zu einem scharfen Curry oder für süße Gerichte – Reis ist eines der wichtigsten Lebensmittel der Welt. Und auch hierzulande gehört das Getreide zu den Grundnahrungsmitteln. Doch: Beim Reis kochen machen viele einen Fehler. Du auch?

Reis kochen: Vermeide diesen Fehler

Obwohl Reis als sehr gesund gilt, enthält das Getreide oft Arsen. Dieser Stoff ist in der Erdkruste enthalten und gelingt über das Grundwasser in die Reispflanze. Und indem wir den Reis essen, nehmen wir auch das darin enthaltene Arsen auf. Nur leider gilt Arsen als extrem giftig und krebserregend!

Doch was heißt das nun für uns? Etwa, dass wir keinen Reis mehr essen sollten? Nein! Denn „Reis ist ein wertvolles Lebensmittel, das zahlreiche wichtige Nährstoffe wie Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthält. Reis sollte daher weiterhin Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein„, erklärte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) bereits vor einigen Jahren. Und: Wir können den Reis so kochen, dass dabei möglichst viel Arsen entfernt wird.

Du kannst die Menge an Arsen reduzieren, wenn du deinen Reis richtig kochst. Foto: IMAGO / Chai von der Laage

Reis kochen: Eine Anleitung

Laut dem BfR passiert beim Kochen von Reis nämlich Folgendes: Das Arsen geht vom Reis ins Wasser über. Deshalb sollten wir beim Reis kochen darauf achten, ihn in möglichst viel Wasser zu waschen, zu garen und dann am Ende das überschüssige Wasser wegkippen:

  1. Weiche eine Tasse Reis über Nacht in reichlich Wasser ein.
  2. Schütte das Wasser am nächsten Morgen weg.
  3. Kippe 4 Tassen frisches Wasser hinzu.
  4. Lasse den Reis 5 Minuten lang köcheln.
  5. Schütte das Wasser wieder weg.
  6. Und gib 2 Tassen Wasser hinzu und koche den Reis, bis das Wasser komplett absorbiert ist.

Arsen in Reis: Wie viel dürfen wir von dem Getreide essen?

Die EU hat folgende Grenzwerte für Arsen in Reis festgelegt:

  • In Reiswaffeln dürfen maximal 0,3 Milligramm Arsen pro Kilogramm enthalten sein
  • In Parboiled-Reis dürfen maximal 0,25 mg/kg enthalten sein

Doch das Bundesinstitut für Risikobewertung rät nicht nur dazu, beim Reis kochen darauf zu achten, möglichst viel Arsen aus dem Reis zu spülen. Sondern auch dazu, es nicht mit dem Konsum von Reis zu übertreiben und dementsprechend Produkte wie Reiswaffeln und Reisbrei nur in Maßen zu konsumieren. Und stattdessen öfter auf andere Getreideprodukte auszuweichen.

Arsen in Reis: Diese Sorten sind besonders belastet

Im letzten Jahr hat Ökotest 21 Reissorten getestet. Das Ergebnis: Viele Reissorten sind durchgefallen. Denn neben dem krebserregenden Arsen enthielten viele Produkte auch Pestizide, Mineralöle und sogar das Schwermetall Cadmium.

Auffällig dabei: Vor allem Basmatireis konnte überzeugen. Denn die Vitamine, Mineralien und auch Giftstoffe verstecken sich vor allem in der Schale des Reiskorns. Dementsprechend sind sie häufiger in Vollkorn- anstatt in geschältem Basmatireis zu finden.

Produkte mit dem Urteil „Sehr gut“ sind:

  • Langkorn-Parboiled Reis von Alnatura
  • Langkorn-Parboiled Reis von Uncle Ben‘s
  • „Satori Basmati-Reis“ von Netto

Fazit: Reis richtig kochen & auf andere Getreidesorten achten

Um den Arsengehalt zu reduzieren, solltest du also nicht nur darauf achten, wie du deinen Reis kochst. Sondern auch häufiger auf andere Getreidesorten ausweichen.

Zum Beispiel mit den Superfoods Quinoa, Amaranth oder Buchweizen.

Übrigens: Beauty-Influencer setzen auf Reiswasser, um ihre Haare zum Funkeln zu bringen. Eine gute Idee?