Obst und Gemüse können verdammt lecker schmecken und trotzdem isst du wahrscheinlich von beidem zu wenig. Denn: noch immer tun sich viele Menschen schwer damit, ausreichend Gemüse zu essen.

Jetzt sind Psychologen auf einen Trick gestoßen, mit dem du sofort gesünder Essen kannst.

Gesünder Essen: Fokussiere dich auf das positive Geschmackserlebnis

Wenn du dir jetzt noch nicht wirklich etwas darunter vorstellen kannst, keine Sorge: Die Grundidee ist einfach. Denn statt sich an den Inhaltsstoffen der Produkte zu orientieren, wird geraten, sich auf die positiven Erfahrungen beim Essen zu fokussieren.

Um den Appetit auf Gemüse & Co. zu lenken, solltst du dir immer wieder den leckeren Geschmack des Essens in Erinnerung rufen. 

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Die Bezeichnung des Essens entscheidet darüber, ob du tatsächlich gesünder isst.(Photo: brooke-lark via unsplash)

Innerhalb der Studie haben die Forscher näher untersucht, welche Beschreibungen von bestimmten Gerichten besonders attraktiv wirken. Um das herauszufinden, haben sie die Speisekarten von bekannten Restaurants genauer betrachtet und nahmen besonders deren Adjektive unter die Lupe.

Anhand dessen konnten sie eine Art System zur Benennung von Gerichten mit Gemüse erstellen. Das System beinhaltete auch Wörter, die die Erwartung eines positiven Geschmackserlebnisses wecken könnten.

Ziel war es, herauszufinden, ob diese Wörter letztlich dazu verleiten, gesünder zu essen.

Wenn es lecker klingt, wird mehr Gemüse gegessen

Innerhalb der Studie trafen die Probanden Tausende Entscheidungen in Bezug auf über 70 verschiedene Gerichte. Diese hatten neutrale Namen oder enthielten zusätzliche Informationen über den Geschmack oder die gesundheitlichen Vorteile.

Wenn eines der Gerichte eine Bezeichnung hatte, die genau den Geschmack der Zutaten wiedergab, dann wählten die Probanden zu 29 Prozent ein Gemüsegericht – wie ein Gericht klingt, ist also entscheidend!

Außerdem konnte herausgefunden werden, dass  nicht nur mehr Gemüsegerichte bestellt wurden, sondern auch, dass die Portionen häufiger aufgegessen wurden. Jedoch reicht es natürlich nicht aus, wenn das Gericht gut klingt, dann aber nicht schmeckt.

Um wirklich gesünder zu Essen muss also sowohl der Geschmack als auch die Beschreibung des Gerichts stimmen.

Zuckerverzicht
Die Bezeichnung alleine reicht nicht aus, auch der Geschmack muss stimmen.(Photo: mihailomilovanovic/ istock)

Gerichte sollten frische und geschmackvolle Zutaten enthalten 

Bezeichnungen wie „frisch“ oder „geschmackvoll“ sorgen dafür, dass sich dein Gehirn den Geschmack sinnbildlich vorstellt und deine Freude aufs Essen steigt. Dabei muss zwischen verschiedenen Formulierungen unterschiedenen werden. 

Denn unter „verdammt köstlich“ oder“ superlecker“ kann sich dein Gehirn nicht viel vorstellen. Unter „knackigem Salat mit milden Kräutern“ oder „würziger Paprika mit frischen Kräutern“ schon eher.

Fazit: Die Beschreibung des Gerichts überzeugt dich davon, es zu probieren – oder halt auch nicht!

Die Erkenntnisse sind nicht nur im Restaurant anwendbar, sondern auch privat. Wenn bei Beschreibungen alle Sinne angesprochen werden, dann wirst du von dem Gericht sehr wahrscheinlich überzeugt sein und auch häufiger gesünder essen.

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