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Gedankentrick während des Essens lässt dich bessere Entscheidungen fällen

Du willst gesünder essen, greifst aber trotzdem zu Schokolade und Chips? Mit diesem Gedankentrick triffst du die richtige Lebensmittelauswahl.

Frau essen Salat Restaurant
In der Theorie wissen wir alle, wie gesunde Ernährung geht. Doch die Umsetzung in der Praxis ist nicht immer leicht. Foto: Getty Images/ Yagi Studio

Kurz vor Silvester denken viele über Vorsätze für das neue Jahr nach. Gesünder essen ist auf der Liste der lobenswerten Vorhaben für 2023 ganz vorne mit dabei. Schließlich wissen wir rein theoretisch alle, was eine gute Ernährung ausmacht: viel frisches Obst und Gemüse, wenig Zucker und Fett. Und doch greifen wir immer wieder zu ungesunden Lebensmitteln. Damit ist jetzt Schluss.

Gesünder Essen: Dieser Trick kann dir helfen

Psycholog:innen haben einen Trick gefunden, mit dem wir lernen können, bei der Auswahl unserer Nahrung bessere Entscheidungen zu treffen. Das Gute: Dafür musst du nicht jedes einzelne Produkt auf den Prüfstand stellen, Inhaltsstoffe studieren oder einer bestimmten Ernährungsweise folgen. Stattdessen geht es darum, sich auf das positive Geschmackserlebnis gesunder Mahlzeiten zu fokussieren und dieses bei Bedarf zurück ins Gedächtnis zu rufen.

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Die Bezeichnung des Essens entscheidet darüber, ob du tatsächlich gesünder isst. (Photo: brooke-lark via unsplash)

Innerhalb der Studie haben die Forscher:innen näher untersucht, welche Beschreibungen von bestimmten Gerichten besonders attraktiv wirken. Um das herauszufinden, haben sie die Speisekarten von bekannten Restaurants genauer betrachtet und nahmen besonders deren Adjektive unter die Lupe.

Anhand dessen konnten sie eine Art System zur Benennung von Gerichten mit Gemüse erstellen. Das System beinhaltete auch Wörter, die die Erwartung eines positiven Geschmackserlebnisses wecken könnten. Ziel war es, herauszufinden, ob diese Wörter letztlich dazu verleiten, gesünder zu essen.

Wenn es lecker klingt, wird mehr Gemüse gegessen

Innerhalb der Studie trafen die Proband:innen Tausende Entscheidungen in Bezug auf über 70 verschiedene Gerichte. Diese hatten neutrale Namen oder enthielten zusätzliche Informationen über den Geschmack oder die gesundheitlichen Vorteile.

Wenn eines der Gerichte eine Bezeichnung hatte, die genau den Geschmack der Zutaten wiedergab, dann wählten die Proband:innen zu 29 Prozent ein Gemüsegericht – wie ein Gericht klingt, ist also entscheidend!

Außerdem konnte herausgefunden werden, dass nicht nur mehr Gemüsegerichte bestellt wurden, sondern auch, dass die Portionen häufiger aufgegessen wurden. Jedoch reicht es natürlich nicht aus, wenn das Gericht gut klingt, dann aber nicht schmeckt.

Um wirklich gesünder zu Essen muss also sowohl der Geschmack als auch die Beschreibung des Gerichts stimmen.

Zuckerverzicht
Die Bezeichnung alleine reicht nicht aus, auch der Geschmack muss stimmen. (Photo: mihailomilovanovic/ istock)

Gerichte sollten frische und geschmackvolle Zutaten enthalten 

Bezeichnungen wie „frisch“ oder „geschmackvoll“ sorgen dafür, dass sich dein Gehirn den Geschmack sinnbildlich vorstellt und deine Freude aufs Essen steigt. Dabei muss zwischen verschiedenen Formulierungen unterschiedenen werden. 

Denn unter „verdammt köstlich“ oder“ superlecker“ kann sich dein Gehirn nicht viel vorstellen. Unter „knackigem Salat mit milden Kräutern“ oder „würziger Paprika mit frischen Kräutern“ schon eher.

Fazit: Gesünder essen ist nicht schwer

Die Erkenntnisse sind nicht nur im Restaurant anwendbar, sondern auch privat. Wenn bei Beschreibungen alle Sinne angesprochen werden, dann wirst du von dem Gericht sehr wahrscheinlich überzeugt sein und auch häufiger gesünder essen. Noch mehr Tipps zu gesunder Ernährung findest du hier.