Sich jeden Tag in der Bäckerei mit Frühstück oder Ähnlichem einzudecken, ist für die meisten Otto-Normalverbrauchenden ein Eingriff in die Brieftasche. Bäckereibrötchen sind gut 3mal so teuer wie die aus der Brötchen-Theme beim Discounter – allerdings schmecken sie auch oftmals viel besser.

Ist euch auch schon aufgefallen, dass die Preise in den Bäckereien derzeit immer mehr steigen? Hier erfährst du, ob das stimmt und wie man in der Bäckerei heute noch sparen kann.

Inflation in der Bäckerei: So schlimm ist es wirklich

Schon im Oktober 2021 wurde darüber berichtet, dass die Preise für Weizen in Deutschland explosionsartig gestiegen sind. Hier geht es um ganz 35 %. Auch Zucker ist im Preis gestiegen. Expert:innen sprechen von 40 %.

Würden Betriebe ihre laufenden Kosten angemessen auf ihre Preise umlegten, so heißt es, müssten Brötchen „bald weit über einen Euro kosten“. Derzeit bekommt man ein weißes Brötchen beim Bäcker für gut 30 – 35 Cent.

Sparen in der Bäckerei: 3 Tipps

Als ich heute Morgen beim Bäckersstheke stand, hatte ich in der linken Hand drei Münzen. Zwei 50 Cent-Stücke und ein Euro-Stück. Das reicht leider nicht für zwei Müslibrötchen für 1,20 Euro pro Stück. Ich fragte den Bäckereifachverkäufer: „Würden Sie mir den Rest erlassen? Das nächste Mal kaufe ich doppelt so viel.“ Der Bäcker grinste schief und sagte nur: „Zahlen Sie doch mit der Karte.“

Nagut, dieser Trick zum Geldsparen beim Bäcker hatte nicht funktioniert. Dabei gibt es drei Tricks, die wirklich meist sehr gut funktionieren.

croissant bäckerei frau hände
Bäckereibrötchen kannst du auch billiger bekommen. Foto: IMAGO IMAGES/ Addictive Stock

1. Geld sparen durch Rabatte und Gutscheine

Wenn du ein echter Sparfuchs oder eine Sparfüchsin werden möchtest, dann halte immer Ausschau nach den neuesten Rabattangeboten und Gutscheinen.

Viele Bäckereien haben beispielsweise zu Ostern, Weihnachten oder anderen Feiertagen ganz besondere Angebote.

Es gibt auch Treuepunktaktionen, bei denen du mitmachen solltest. Oft bekommst du von der Bäckerei eine Karte, auf denen du jeden einzelnen Einkauf beim Bäcker abhaken lässt. Nach 10 Einkäufen bekommst du etwas gratis.

Redaktionstipp: Auf den Facebookseiten der jeweiligen Bäckereien gibt es oft Coupon-Aktionen, die du verpassen würdest, wenn du nicht aktiv danach suchst. Schaue also dort ebenfalls regelmäßig nach.

2. Geld sparen durch Vorbereitung

Geht es dir wie mir und du besorgst dir morgens gerne ein Brötchen vom Bäcker und bringst es mit zur Arbeit? Das kann richtig ins Geld gehen. Ein belegtes Brötchen kostet beim Bäcker gerne mal 3,50 Euro. Wenn du dir jeden Tag in der Woche ein solches Brötchen besorgst, dann sind das am Ende des Monats gut 74 Euro.

Günstiger wird es, wenn du auf ein Brötchen ohne Belag zurückgreifst und den Belag einfach selbst mitbringst. Lagere im Bürokühlschrank immer ein wenig Käse oder anderen Aufschnitt, den du gerne magst. Damit kommst du weitaus günstiger davon.

Du arbeitest nicht in einem Büro, in welchem du Dinge im Kühlschrank lagern kannst? Dann ist ein wenig mehr Vorbereitung gefordert. Nimm dir eine Brotdose mit dem Aufschnitt und Aufstrich mit, den du am Tag verzehren möchtest.

Tipp: Auch ein Messer zum Beschmieren lässt sich ganz einfach in deinem Rucksack verstauen. Umwickele es dafür einmal mit Küchenpapier.

3. Geld sparen mit Dreistigkeit

Warum fragst du in der Bäckerei nicht einfach nach einem Rabatt? Fragen kostet nichts und du kannst nur gewinnen.

Tim Ferriss hat ein Sozialexperiment erschaffen, bei dem genau darum geht, in alltäglichen Situationen nach einem Rabatt von 10 % zu fragen. Er erklärte, dass es den Menschen beibringe, selbst mit unangenehmen Situationen besser umzugehen und sie aushalten zu können.

Wichtiges, das du beim Geld sparen mit Dreistigkeit beachten musst:

  1. Sei niemals zu gierig. Frage lieber nach 10 % Rabatt als nach 30 %.
  2. Bleibe immer sehr höflich und freundlich.
  3. Sei dir darüber bewusst, dass du auch dein Gegenüber in eine unangenehme Situation bringst.
  4. Bedanke dich, egal, ob du den Rabatt bekommen hast oder nicht.

Tim Ferriss stellte für sein Experiment noch weitere Verhaltensregeln auf. Nachzulesen sind diese hier. Erstaunlicherweise bekam er öfter einen Rabatt, als er gedacht hätte. In beinahe 70 % der Fälle hatte der Trick funktioniert.

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