Hast du dich auch schon mal im Supermarkt vergriffen und anstelle von festkochenden, mehlige Kartoffeln gekauft? Was zunächst einmal nicht so dramatisch klingt, kann in der Küche zu einem kleinen Desaster führen. Worin der Unterschied zwischen den beiden Kartoffelarten besteht und welche Gerichte du mit festkochenden Kartoffeln kochen kannst, erfährst du jetzt!

Festkochende und mehlige Kartoffeln: Worin liegt der Unterschied?

Ob eine Kartoffel mehlig oder festkochend ist, liegt an ihrem Stärkegehalt. Während eine festkochende Kartoffel etwa 13 % Stärke enthält, besteht eine mehlige Kartoffel zu 19 % aus Stärke. Das wirkt sich auf die Konsistenz der Kartoffel aus. Festkochende Kartoffeln bleiben, wie der Name schon sagt, während des Kochens fest und kompakt. Mehlige Kartoffeln hingegen werden weicher und es kann sogar passieren, dass sie zerfallen.

Zu wissen, welche Kartoffelsorte du brauchst, ist fürs Kochen also ungemein wichtig. Wir haben dir einige Gerichte zusammengestellt, für die du unbedingt festkochende Kartoffeln benutzen solltest.

festkochende Kartoffeln Kartoffelsalat
Welche Kartoffeln du für den Kartoffelsalat benutzt, hängt häufig von dem Familienrezept ab. Foto: ildipapp via Canva

Für diese Rezepte solltest du festkochende Kartoffeln verwenden

Wie der Name schon sagt, solltest du festkochende Kartoffeln verwenden, wenn dein Gericht kompakt werden soll und nicht auseinanderfallen darf. Klassische Beispiele dafür sind Pommes, Chips, Kartoffelsalat oder Pellkartoffeln. Gerade bei solchen Gerichten kannst du die geschälten Kartoffeln bevor du sie weiterverwendest in eine Schale mit eiskaltem Wasser legen. Dies entzieht den Kartoffeln zusätzlich Stärke. Weniger Stärke heißt mehr Knusprigkeit!

Übrigens: Kartoffeln, die du im Frühjahr kaufen kannst, haben den geringsten Stärkeanteil des Jahres und eignen sich daher besonders gut für die oben genannten Rezepte.

Was kannst du mit vorwiegend festkochenden und mehligen Kartoffeln anfangen?

Natürlich gibt es auch bei Kartoffeln nicht nur schwarz und weiß, sondern auch ein Zwischending – vorwiegend festkochende Kartoffeln. Solche haben einen Stärkeanteil von etwa 15 %, liegen also genau in der Mitte. Aber wie solltest du solche Kartoffeln in der Küche behandeln?

Mit vorwiegend festkochenden Kartoffeln kannst du prinzipiell nichts falsch machen, weshalb sie auch „Kartoffeln für alle Fälle“ genannt werden. Sie eignen sich sowohl für Bratkartoffeln, Gnocchi und Rösti, als auch für Kartoffelsuppe, Kartoffelgratin und Pommes.

Mehlige Kartoffeln hingegen solltest du nur verwenden, wenn du eine weiche Konsistenz erreichen möchtest. Klassische Gerichte, für die du mehlige Kartoffeln benutzen solltest, sind Kartoffelpüree, Kartoffelsuppe, Kartoffelpuffer oder einen Kartoffel-Hefeteig. Meistens möchte man die Kartoffeln nach dem Kochen weiterverwenden, weshalb du darauf achten solltest sie wirklich durchzukochen, so fällt das Weiterverarbeiten leichter.

Kartoffelgratin eignet sich perfekt für vorwiegend festkochende Kartoffeln. Foto: getty images/ Westend61

Es gilt: Probieren geht über Studieren!

Natürlich gibt es kein Gesetz, welche Kartoffel du für welches Gericht benutzen musst. Die oben genannten Gerichte sind Vorschläge, wie es auf jeden Fall funktioniert und wie die meisten Menschen festkochende und mehlige Kartoffeln verwenden. Natürlich gibt es trotzdem Menschen, die darauf schwören, Kartoffelsuppe aus festkochenden Kartoffeln zu machen oder für Bratkartoffeln mehlige Kartoffeln zu verwenden. Am Ende kommt es immer auf deinen persönlichen Geschmack an und du musst dich einfach etwas durchprobieren!

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