Wenn man sich mal genauer im Supermarkt umschaut, fällt schnell auf, dass Reis nicht gleich Reis ist. Neben den herkömmlichen Sorten wie Basmati- und Jasmin- Reis, findest du dort nämlich auch Risotto- und Milchreis und das Korn in allen möglichen Farben. Welcher Reis besonders gesund ist, erfährst du hier!

Reissorten Reis gesund
Die meisten Menschen wissen gar nicht, wie viele verschiedenen Reissorten es gibt. Foto: NorGal Getty Images via Canva

Reis ist eine Wissenschaft für sich

Wenn man sich etwas genauer mit dem Thema Reis beschäftigt, fällt einem schnell auf, dass man dort unendlich in die Tiefe gehen kann. Wir versuchen Licht ins Dunkel zu bringen und die verschiedenen Reissorten zu sortieren.

Grundsätzlich wird Reis aufgrund seiner Form kategorisiert. Es gibt Langkornreis, Rundkornreis und Mittelkornreis. Die bekanntesten Reissorten gehören zu den Langkornsorten. In diese Kategorie werden sowohl Basmati-Reis als auch Jasmin-Reis eingeordnet. Zu Rundkornreissorten gehören unter anderem Risotto- und Sushireis, aber auch Natur- oder Vollkornreis. Viele Reissorten mit einem Mittelkorn sind den Rundkornreissorten ähnlich. Zu dieser Kategorie gehört aber zum Beispiel auch der schwarze Reis.

Welche fünf Reissorten besonders gesund sind, haben wir dir zusammengefasst.

1. Naturreis

Naturreis ist unsere erste Reissorte, die wir dir als wahres Superfood vorstellen wollen. Denn Naturreis ist voll von Vitaminen, Mineralstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Diese sind gut für dein Herz-Kreislauf-System. Außerdem enthält brauner Reis, bzw. Reis im Allgemeinen, eine Menge Ballaststoffe, die verhindern, dass der Blutzucker schnell ansteigt und du Heißhungerattacken bekommst.

Wie bei jeder Reissorte solltest du aber darauf achten, dass der Reis aus biologischem Anbau kommt. Bei braunem Reis kann nämlich die Gefahr bestehen, dass er Arsen enthält. Das liegt daran, dass viele Reisanbauer:innen Chemikalien zur Wachstumsförderung benutzen.

Naturreis hat eine körnige Struktur und kocht nicht so weich wie weißer Reis. Deshalb eignet er sich toll für Salate oder als Beilage für Gemüse und Fisch.

Kartoffeln oder Reis was ist gesünder
Naturreis lässt sich hervorragend in Salaten verarbeiten. Foto: getty images/Dmitry Ageev

2. Wildreis

Viele Menschen wissen nicht, wie sie Wildreis von Naturreis unterscheiden sollen, oder dass es überhaupt einen Unterschied gibt. Optisch ist der Unterschied allerdings klar sichtbar. Denn Wildreis sieht wie eine Mischung aus weißem und schwarzem Reis aus. Das macht ihn zu einem echten Hingucker auf dem Teller.

Auch der Wildreis hat einen besonderen Vorteil. Er ist im Gegensatz zu anderen Reissorten nämlich deutlich proteinreicher. Auf 100 g bringt er stattliche 13 g Eiweiß – da kann kein anderer Reis mithalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass er gluten- und cholesterinfrei ist. So können auch Allergiker problemlos Wildreis essen.

Auch ist Wildreis bissfester als weißer Reis und eignet sich deshalb ebenfalls gut als Beilage zu Fleisch, Fisch und Gemüse.

3. Vollkorn-Basmati-Reis

Wie schon bei Nudeln, gibt es auch bei Reis zur herkömmlichen Variante eine Vollkorn-Variante. Die Vollkorn-Alternative zu Basmati-Reis unterscheidet sich insofern, dass die Schale nicht vom Reiskorn entfernt wird. Diese Schale ist voll von gesunden Nährstoffen, wie Aminosäuren, Ballaststoffen und Vitaminen. Da bei weißem Basmatireis diese Schicht entfernt wird, fehlen dem Reis diese wertvollen Stoffe.

Ein weiterer Vorteil des Vollkornreises ist, dass er im Magen weiter aufquillt und dich so länger satt hält. Jedoch solltest du auch oder gerade bei Vollkornreis darauf achten, dass er aus biologischem Anbau entstammt und du ihn vor dem Kochen nochmal gut wäschst. So minimierst das Risiko, schädliche Stoffe aufzunehmen.

4. Roter Reis

Roter Reis ist weniger bekannt, dabei ist auch er sehr gesund. Er ist ein natürliches Mittel, um Bluthochdruck, Übergewicht und einem hohen Cholesterinspiegel vorzubeugen. Außerdem, und das hat er anderen Sorten voraus, soll roter Reis entzündungshemmend wirken.

Jedoch hat roter Reis auch Nebenwirkungen, denen man sich bewusst sein muss. So können Magenbeschwerden und Blähungen auftreten. Die Farbe hat der rote Reis daher, dass er ursprünglich in tonhaltiger, roter Erde angebaut wurde. Auch deshalb wird der Geschmack als erdig beschrieben und passt zu geschmacksintensiven Gewürzen und Salaten.

5. Schwarzer Reis

Zu guter Letzt stellen wir dir noch den schwarzen Reis vor, denn er vereint alle gesunden Eigenschaften der zuvor genannten Reissorten. Schwarzer Reis ist ebenfalls sehr proteinreich und enthält Mineralien wie Eisen, Zink, Phosphor und Magnesium. Diese führen ebenfalls dazu, dass das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt und sogar die Gefahr, an Alzheimer zu erkranken, gemildert wird. Außerdem soll schwarzer Reis entzündungshemmend wirken.

Auch schwarzer Reis ist bissfest und locker und kann deshalb toll in Salaten verwendet werden.

Schwarzer reis Salat Buddha-Bowl
Schwarzer Reis kann eine leckere Komponente in einer Buddha-Bowl sein. Foto: shutterstock/Magdanatka

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