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Was ist gesünder: Reis oder Kartoffeln? Was du noch nicht wusstest…

Reis oder Kartoffeln? Die Frage, welches Lebensmittel gesünder ist, stellen sich Fitness-Freaks immer wieder. Wir haben beide Lebensmittel miteinander verglichen!

Kartoffeln oder Reis was ist gesünder
Naturreis lässt sich hervorragend in Salaten verarbeiten. Foto: getty images/Dmitry Ageev

Kohlenhydrate sind ein zentrales Thema für alle, die ihre Ernährung umstellen wollen und gesünder leben möchten. Was ist lästige Sättigungsbeilage und welches Lebensmittel hält wirklich lange satt? Oder auch: Was ist gesünder – Reis oder Kartoffeln? Wir erklären dir, worauf du achten musst und wo die Vorteile bei den jeweiligen Lebensmitteln liegen.

Kartoffeln
Kartoffeln sind nicht so ungesund, wie du vielleicht denkst. Foto: stocksnapper / getty via canva

Reis oder Kartoffeln: Sind Kohlenhydrate gleich Kohlenhydrate?

Eines steht fest: In Deutschland lieben wir Kartoffeln. Ob als Kroketten, Bratkartoffeln, Kartoffelpüree und Knödeln – Kartoffeln dürfen bei den meisten einfach nicht fehlen. Heutzutage gilt das traditionelle Gemüse aber häufig auch als altbacken und nicht besonders gesund. Oftmals wird deshalb auf vermeintlich gesündere Alternativen wie Reis zurückgegriffen. Aber ist Reis so viel gesünder als Kartoffeln? Das wollen wir jetzt klären!

1. Was steckt drin?

Wenn man wissen möchte, was gesünder ist, muss man sich erstmal angucken, was in Kartoffeln und Reis drinsteckt. Gekochte Kartoffeln sind mit 15 g Kohlenhydrate auf 100 g nicht gerade leichte Kost. Tatsächlich wird dies aber noch von gekochtem, weißen Reis getoppt. Der bringt stattliche 27 g Kohlenhydrate auf die Waage. Was die Kalorien angeht, wird die Kartoffel ebenfalls vom Reis überboten. Ist es also nur ein Märchen, dass Reis die gesündere Alternative zur Kartoffel sein soll?

2. Es kommt auf die Zubereitung an!

Dieser Punkt ist naheliegend, wird aber dennoch oftmals nicht bedacht. Natürlich sind Pommes und Kroketten nicht so gesund wie gekochter Reis und natürlich kann Milchreis nicht mit Pellkartoffeln mithalten. Wenn du Kartoffeln oder Reis zu dir nimmst, solltest du darauf achten nicht viel Fett oder Gewürze zu verwenden.

Beim Reis solltest du darauf achten, ihn nicht tot zu kochen. Denn bei zu langer Kochzeit verkochen alle wichtigen Inhaltsstoffe wie Eisen, Zink, Magnesium und Kalium. Die ideale Zubereitungsdauer mit dem perfekten Verhältnis von Wasser und Reis erreichst du übrigens mit einem Reiskocher.

Kartoffeln hingegen solltest du im Idealfall nicht kochen, sondern dämpfen. Auch das führt dazu, dass die Vitamine und Mineralstoffe geradezu vollständig erhalten bleiben. Manche Öfen haben die Funktion des Dämpfens integriert. Wenn du so einen Ofen nicht hast, kannst deine Kartoffeln auch einfach mit einem entsprechenden Aufsatz im Topf dünsten.

Süßkartoffelpommes
Das frittierte Pommes nicht so gesund sind, wie gekochter Reis, ist klar. Foto: imago images / Westend61 /

3. Die Dosis macht das Gift…

Wie so oft gilt: Die Dosis macht das Gift. Kartoffeln und Reis sind in gewissen Mengen nicht ungesund und bilden eine gute Sättigungsgrundlage. Wenn du deine tägliche Kohlenhydrat-Zufuhr jedoch reduzieren möchtest, kannst du Kartoffeln und Reis durch größere Mengen kalorienärmeres Gemüse ersetzen. Gemüse sättigt nämlich auch und verhindert, dass du Heißhungerattacken bekommst.

Süßkartoffeln & Co.: Gibt es gesündere Alternativen?

Die Süßkartoffel gilt im Vergleich zur „normalen“ Speisekartoffel als gesündere Alternative. Auch das stimmt aber nicht ganz. Zwar kann die Süßkartoffeln mit ihren Mikronährstoffen wie Vitamin C, Calcium und Beta-Carotin punkten, jedoch verliert sie im Vergleich der Kohlenhydrate und des Zuckers.

Übrigens: Die Speisekartoffel ist durch den Anbau in Deutschland auch umweltfreundlicher als die Süßkartoffel, die aus Israel importiert wird.

Ein ähnlich – vermeintlich – gesünderes Geschwisterchen hat auch der Reis. Langkorn- bzw. Vollkornreis gilt als gesünder als der herkömmliche Basmatireis. Das liegt vor allem daran, dass beim Vollkornreis, die Schale sowie der Keimling noch vorhanden sind. Das sind die Bestandteile des Reiskorns, die besonders viele Vitamine und Mineralien enthalten. Zwar nehmen sich diese beiden Reissorten auch bei den Kohlenhydraten nicht viel, jedoch sind die mineralischen Unterschiede groß!

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Reis wird in allen möglichen Varianten und Konsistenzen gehyped. Foto: getty images/Enrique Díaz / 7cero

Fazit: Was ist gesünder?

Wie du vielleicht schon gemerkt hast, kann man abschließend nicht wirklich sagen, was denn nun gesünder ist. Kartoffeln und Reis sind beide Sättigungsbeilagen, die in Maßen zu sich genommen werden sollten. Du musst nicht das eine durch das andere ersetzen, sondern kannst zum Beispiel eher auf eine Alternative wie Wildreis zurückgreifen. Grundsätzlich gilt aber auch, dass zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung kohlenhydratreiche Lebensmittel dazugehören und du deshalb weder auf Reis noch auf Kartoffeln vollständig verzichten solltest.

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