McDonald’s führt überall auf der Welt etwas unterschiedliche Gerichte. So gibt es in Thailand beispielsweise Reisburger, in Indien gibt es McDonalds-Currys und in Kanada gibt es die McDonald’s Pommes auch als Poutine. Die Poutine ist das Nationalgericht der Kanadier:innen und da darf es natürlich auch bei McDonald’s nicht fehlen. Das Gericht sieht widerlich aus, denn es ist eine matschige braune Mischung. Wir zeigen dir, was es mit der Poutine auf sich hat und warum sie bis heute so ein riesiges Rätsel ist.

McDonald’s & Poutine: Was ist das eigentlich?

Poutine besteht aus dreierlei köstlichen Ingrendienzen: Pommes, braune Bratensoße (auch Gravy genannt) und Käse. Der Käse in der Poutine wird auch Käsebruch odere Cheese Curds genannt. Ähnlich wie Halloumi quietscht er ein wenig zwischen den Zähnen. Entstanden ist das Gericht in der franko-kanadischen-Provinz Québec in den 1950er Jahren erfunden. Wie genau es entstanden ist, ist aber bis heute nicht geklärt. Es gibt jedoch mehrere Theorien über ihr Entstehen.

Poutine ist die kanadische Spezialität. Credit: IMAGO / Panthermedia

1. Theorie über die Poutine-Entstehung

Laut der ersten Theorie soll die Poutine in dem Restaurant dem Le Lutin Qui rit ein Warwick in der Region Arthabaska entstanden sein. Der Legende zufolge soll hier im Jahr 1957 ein Mann in das Restaurant getreten sein, der einen ganz besonderen Wunsch an den Betreiber des Restaurants hatte. Er bat Eddy Lainesse, den Besitzer, einige Cheese Curds in seine Pommes zu mischen. Dieser sagte völlig entgeistert: „Ca va faire une maudite poutine!“ Zu deutsch: „Das wird doch einige riesige Schweinerei!“

Poutine trat erstmals in den 1950ern in der franko-kanadischen Provinz Québec in Erscheinung, vermutlich in der ländlichen Region Centre-du-Québec (zwischen Montréal und Québec). Der wer genau hat es erfunden? Darüber streiten sich mehrere Orte und an jeder Ecke bekommst Du in Kanada eine andere Geschichte aufgetischt.

Erst ein paar Jahre später soll die Bratensoße in das so entstandene eingebaut worden sein. Diese sollte dazu dienen die Pommes warm zu halten.

2.Theorie über die Poutine-Entstehung

Eine andere Theorie widerspricht der ersten voll und ganz. Diese spielt im Restaurant Le Roy Jucep in Drummondville ab. Dieses Restaurant nennt sogar eine eigenes eingetragenes Warenzeichen sein Eigen, die besagt, dass hier die Poutine erfunden wurde. Der Besitzer Jean-Paul Roy servierte schon damals die bis heute bestehende Poutine mit frittierten Kartoffeln, Käse und Sauce.

Doch wie bekam die Poutine nach dieser Geschichte ihren Namen verpasst? Der Koch verwendete in seinen Pommes mit Soße auf häufige Anfragen der Kund:innen irgendwann Käsebruch. (Cheese Curds) Seine Kellner:innen wollten unbedingt, dass er diesem Gericht einen Namen gab.

Eine Köchin im Restaurant hieß Ti-Pout, was ähnlich wie Pudding klingt. So sagten immer alle im Restaurant „Ti-Pout macht den Pudding.“ Pudding wurde damals als Überbegriff für viele verschiedene Gerichte, die aus irgendetwas zusammengemischt waren, verwendet. So kam man also auf den Namen Poutine.

Weitere Formen der Poutine

Die Herkunft des Wortes Poutine ist also genauso sagenumwoben wie das Gericht an sich. So gibt es viele Möglichkeiten, aus welchem Wort es ursprünglich entstanden sein könnte.

Pouding: Pudding ist laut Wikipedia ein Nachspeise aus Mehl, Eiern und Zucker. Früher konnte Pouding oder Pudding aber eben auch herzhaft sein.

Poutingo: Aus dem Provinz-Französischen wird das mit „schlechter Eintopf“ übersetzt

Poitité: Aus dem Provinz-Französischen Hodgepodge, oder auch ein Gemisch aus Früchten und anderen zerquetschten Lebensmitteln.

Poutringo: Aus dem Languedoc-Französischen übersetzt bedeutet es “Mischung verschiedener Dinge”

Poutine: Aus einem Slangwort aus dem Québécois (das Französisch, welches in der Provinz Québec gesprochen wird): “Chaos” oder “Sauerei.

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