Am Wochenende hast du bei über 35 Grad noch im See geplanscht und bist so richtig ins Schwitzen gekommen? Davon ist heute in vielen Teilen Deutschlands nicht mehr viel übrig. Stattdessen sollen uns nach der Hitzewelle laut Wetterbericht Starkregen und Gewitter erreichen. Den Wetterumschwung bemerken viele Menschen auch körperlich. Welche Symptome dabei auftreten und warum die Extremwetterlagen für diese Menschen sogar besonders gefährlich werden könnte. 

Kopfschmerzen & Abgeschlagenheit nach Hitzewelle: Es liegt an der Wetterfühligkeit 

Nach einem extremen Wetterwechsel fühlen sich viele Menschen körperlich ausgelaugt. Und auch nach diesem Wochenende, wo die Temperaturen von 35 auf 19 Grad fallen, kann es vorkommen, dass du unter Kopfschmerzen oder Schlafstörungen leidest. Dieser Zustand hat auch einen Namen: Wetterfühligkeit.

Bereits seit den 1950er Jahren werden jährlich Befragungen durchgeführt, die einen Zusammenhang zwischen dem Wetter und der Gesundheit herstellen sollen. Laut dem wissenschaftlichen Leiter des Deutschen Wetterdienst (DWD) gaben die Hälfte der Befragten bei der neusten Studie an, dass ein Wetterumschwung starke oder schwachen Einfluss auf sie gehabt habe. 

Wetterfühligkeit: Für diese Menschen kann es gefährlich werden 

Wenn es wochenlang nur regnerisch und grau ist, haben viele Menschen schlechte Laune und fühlen sich antriebslos. Das schlechte Wetter schlägt auf die Laune. Körperliche Symptome sind hier jedoch eher eine Seltenheit. Anders sieht das aber bei Menschen aus, die unter Wetterfühligkeit leiden. Hier kommt es oft zu Kopfschmerzen oder Müdigkeit. 

Graues und regnerisches Wetter kann auf das Gemüt schlagen.

Der Professor Andreas Matzarakis weiß genau, für welche Menschen dieser Wetterumschwung gefährlich werden könnte. So leiden besonders ältere und gebrechliche Menschen unter den Extremwetterlagen. Genauso wie Menschen mit Vorerkrankungen, aber auch Stress kann die Symptome noch einmal verstärken. Ebenfalls unter Wetterfühligkeit leiden Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. 

Beschwerden vorbeugen: Mit diesen Tipps klappt es 

Dass die nächste Hitzewelle nicht lange auf sich warten wird, ist abzusehen. Zum Glück können auch Menschen, die besonders gefährdet sind, mit ein paar Tipps den körperlichen Beschwerden vorbeugen. Besonders empfehlenswert sind Kneipp-Bäder, Wechselduschen und viel körperliche Bewegung draußen. Das am besten bei jedem Wetter, so passt sich der Organismus an jede Wetterlage an. 

Bei Vorerkrankungen empfiehlt Matzarakis auch noch die Absprache mit dem oder der Ärzt:in. „Wetterempfindliche mit Vorerkrankungen sollten bei starken Wetterwechseln oder Hitze gegebenenfalls ihre Medikation mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt besprechen. Bei Hitze beispielsweise sollten keine Blutdrucksenker genommen werden, weil der Blutdruck durch die Temperaturen sowieso niedriger ist und die zusätzliche Einnahme von blutdrucksenkenden Mitteln zum Kreislaufkollaps führen kann.“ 

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