Schlaf ist mir heilig! Ich liebe meine Nickerchen am Wochenende, meine Schläfchen im Flugzeug oder Auto und meine nächtlichen acht Stunden Schlaf. Nichts nervt mich daher mehr als meine Gedankenkarusselle vor dem Einschlafen, die aus acht Stunden Schlaf schnell mal sechs machen. Kennst du dieses Problem auch? Dann bist du hier genau richtig, denn ich gebe dir gleich fünf Tipps, was man tun kann, wenn man nicht schlafen kann!

Warum ist gesunder Schlaf so wichtig?

Wir Menschen brauchen Schlaf, um zu funktionieren. Ohne geht es schlicht nicht – auch wenn manche Menschen sich das immer wieder selbst beweisen wollen. Wer nicht ausreichend gesunden Schlaf bekommt, reagiert mit nachlassender Konzentration und verminderter geistiger Leistungsfähigkeit. Außerdem führt Schlafmangel zu Gereiztheit, Trugwahrnehmungen und seelischen Problemen.

Muskelanspannung, Atmung, Herzschlag, Blutdruck, Körpertemperatur, Hormone und Stoffwechsel geraten völlig durcheinander – vor allem, wenn der Schlaf-Wach-Rhythmus über einen längeren Zeitraum außer Gleichgewicht gerät. Am meisten wird bei Schlafproblemen allerdings unser Gehirn in Mitleidenschaft gezogen. Während wir schlafen, regeneriert es nämlich, verarbeitet Erlebtes, verankert Neues im Gedächtnis und sorgt so zum Beispiel dafür, dass wir nachhaltig lernen.

Weiterlesen: Hier erfährst du alles zu den häufigsten Ursachen von Schlafstörungen.

Frau Bett
Schlafen wir nicht ausreichend, leidet nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist. Foto: Ivan Samkov Pexels via canva.com

Was kann man tun, wenn man nicht schlafen kann?

Neuesten Studien zufolge sollte man pro Nacht zwischen sieben und acht Stunden Schlaf bekommen, um nicht von den oben genannten Nebenwirkungen zu zehren. Aber was tun, wenn man hellwach im Bett liegt und nicht einschlafen kann? Ich habe fünf Tipps für dich, die akut und präventiv helfen können:

1. Verbanne Sorgen aus dem Schlafzimmer

Es ist der Klassiker: Kaum liege ich im Bett und schließe meine Augen, beginnen meine Gedanken wie wild durch meinen Kopf zu tanzen. Stress auf der Arbeit, Geldsorgen oder Zukunftsängste – sie alle treiben mich in den Wahnsinn, obwohl ich hundemüde bin und einfach schlafen möchte. Hier hilft nur eins. Ich muss diese Gedanken aus dem Schlafzimmer aussperren. Das heißt nicht, dass ich sie mir verbiete, aber ich setze mich früher am Tag mit ihnen auseinander.

Versuche auch du zukünftig mal Stunden, bevor du ins Bett gehst, Tagebuch zu führen und danach eine Runde zu meditieren. So kannst du deinen Ängsten freien Lauf lassen und dich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen, statt sie zu unterdrücken.

Du nimmst den ewigen Gedankenkarussellen somit die Energie, sodass sie dich nicht in der Nacht heimsuchen und wachhalten. Die anschließende Meditation senkt zudem dein Stresslevel, sodass du entspannt den Abend genießen kannst.

Weiterlesen: Aus diesen fünf Gründen solltest du noch heute mit dem Meditieren anfangen.

Frau Meditation
Nimm dir Zeit am Tag, um dich mit deinen Sorgen auseinanderzusetzen und lasse sie in einer Meditation los. Das wird dich langfristig besser schlafen lassen. Foto: Imago Images/ Addictive Stock

2. Bleibe nicht liegen

Wenn man nicht schlafen kann, ist nichts schlimmer, als sich stundenlang von der einen auf die andere Seite zu wälzen. Solltest du das nächste Mal auch nach 20 Minuten nicht eingeschlafen sein, stehe am besten auf und gehe einer langweiligen Tätigkeit nach.

Lies beispielsweise für 10 Minuten in einem Liebesroman, lege Wäsche zusammen oder male ein Mandala aus. Danach kannst du den nächsten Anlauf starten und erneut versuchen, ins Land der Träume zu finden. Du wirst sehen: Auf die Art nimmst du dir den Stress, nicht einschlafen zu können, obwohl du musst und wirst schneller in den Schlaf finden.

3. Entspanne dich

Wenn man nicht schlafen kann, hilft es häufig, mit Atem- und Entspannungstechniken zu arbeiten, welche den Blick nach innen richten und den Körper von Enge und innerer Unruhe befreien. Besonders beliebt ist dafür beispielsweise die Navy-Methode, bei der du dich auf den Rücken legst und nach und nach jeden Bereich deines Körpers fokussierst und lockerst.

Konzentriere dich zunächst darauf, deine Stirn zu entspannen, wandere mit deinen Gedanken weiter über deine Schultern und ende zuletzt bei deinen Zehenspitzen – falls du überhaupt bis dahin kommst und nicht bereits eingeschlafen bist. Wer diese Methode durch eine leichte Massage der Schläfen mit Lavendelöl ergänzt, kann nur gewinnen.

Weiterlesen: Solltest du eine Anleitung zum Entspannen benötigen, empfehle ich dir diese drei Podcasts zum Einschlafen.

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Du liegst öfter mal wach im Bett? Das kann verschiedene Ursachen haben, die du kennen solltest. Foto: Foto: Getty Images/ Flashpop

3. Vermeide offensichtliche Schlafkiller

Es gibt Dinge, von denen wir eigentlich alle wissen, dass sie uns schlecht schlafen lassen. Liegen wir hellwach im Bett, kommen wir dennoch häufig nicht darauf, dass es an einer zu späten Sportsession, dem nachmittäglichen Kaffee, einem zu schweren Abendessen oder dem Glas Wein danach liegen könnte. All diese Dinge hindern dich jedoch daran, gesund zu schlafen.

Wer spät Sport treibt, jagt zum Beispiel den Puls nach oben und stresst den Körper, sodass der nicht zur Ruhe finden kann. Setze besser auf seichte Sportarten wie Pilates oder Yoga zur späten Stunde. Iss abends leichte Mahlzeiten, sodass deine Verdauung nicht auf Hochtouren läuft. Und verzichte auf Alkohol, vor allem, wenn du die Nächte durchschlafen möchtest. Denn der lässt zwar schneller einschlafen, raubt dir aber wertvolle Tiefschlafphasen.

Weiterlesen: Erfahre hier, wie sich Alkohol auf deinen Schlaf auswirkt.

5. Achte auf deinen Biorhythmus

Tagsüber sitzt du in einem dunklen Großraumbüro, abends vor dem hell-flimmernden Fernseher und im Bett tippst du auf deinem Handy mit Blaulicht? Diese Faktoren führen zusammen mit mangelnder Bewegung dazu, dass du am Abend schlechter einschlafen kannst, da sie deinen Biorhythmus völlig durcheinanderbringen.

Wenn man nicht schlafen kann, sollte man etwas am eigenen Tagesablauf ändern. Gehe in deiner Mittagspause beispielsweise spazieren oder joggen, um frische Luft und Licht zu tanken. Setze am Abend lieber auf gedimmtes Licht und vermeide blaues Licht auf deinem Handy, da dieses die Produktion des Schlafhormons Melatonin hemmt.

Tipp: Nutze den Nachtmodus auf deinem Handy, um das Blaulicht am Handy zu reduzieren.

Junge frau am Handy im Bett
Blaues Handylicht schadet den Augen, der Haut und einem erholsamen Schlaf. Foto: istock.com/zoranm /

Die Ursachen sind der Schlüssel, wenn man nicht schlafen kann

Schlafstörungen können zahlreiche Ursachen haben. Bevor man sich also verrückt macht, weil man schon wieder Probleme hatte, einzuschlafen oder nachts aufgewacht ist, sollte man versuchen, diese Ursachen auszumachen. Hat man einmal verstanden, warum man schlecht schläft, ist es ein leichtes, diesen Faktor auszusperren.

Hast du beispielsweise viel Stress in deinem Leben, kannst du auf Yoga, Meditation oder andere Entspannungsübungen setzen, um herunterzukommen. Vielleicht musst du aber auch einfach den Kaffee am Nachmittag weglassen und dich mehr bewegen! Wir wünschen dir in jedem Fall süße Träume.

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