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Waldbrand: Das musst du tun, um deine Lunge zu schützen

Aktuell tobt ein Waldbrand in Brandenburg, doch auch viele andere Regionen sind gefährdet. So schützt du deine Lunge vor dem Rauch.

Frau Wald Maske
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So schön der Sommer ist, hat er leider auch seine Schattenseiten. Dazu gehört die Waldbrandgefahr in vielen ländlichen Gebieten. Seit über einer Woche tobt ein Waldbrand in Brandenburg, nun sind weitere Feuer in Mecklenburg-Vorpommern ausgebrochen. Doch das Feuer schadet nicht nur der Natur. Der Rauch kann auch beim Menschen schwere Schäden verursachen. In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Lunge schützen kannst.

Waldbrand in Brandenburg: Die aktuelle Lage

Seit über einer Woche lodern die Flammen auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz zwischen Jüterbog und Felgentreu. Der Waldbrand in Brandenburg hat laut RND mittlerweile eine Fläche von 656 Hektar gefordert. Dank Regen und dem Einsatz von 3 Löschhubschraubern ist das Feuer seit vergangenem Wochenende unter Kontrolle.

Derweil sind in Mecklenburg-Vorpommern Waldbrände auf zwei ehemaligen Truppenübungsplätzen ausgebrochen. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, seien mehr als zehn Hektar Wald nahe der Ortschaft Volzrade, die zur Stadt Lübtheen gehört, betroffen. Außerdem seien mehrere Hektar Wald nahe Hagenow, ebenfalls im Landkreis Ludwigslust-Parchim, von Feuer erfasst worden.

Weitaus dramatischer geht es in Kanada zu, wo derzeit insgesamt 414 Waldbrände lodern. Rund 3,8 Millionen Hektar Wald sind bereits verbrannt. Der entstandene Rauch hat inzwischen sogar die Weltmetropole New York erreicht und sie in einen dichten, Nebel gehüllt. Doch wie gefährlich ist der Brandsmog eigentlich für die Gesundheit?

So schadet der Rauch der Lunge

Der Rauch, der bei Waldbränden entsteht, ist auf vielerlei Weise gesundheitsschädlich.

Feinstaub kann zu Herzinfarkten führen

Bei den Verbrennungsprozessen wird Feinstaub freigesetzt. Dabei handelt es sich um feste und flüssige Partikel, die im Rauch enthalten sind. Für das menschliche Auge sind diese unsichtbar, doch sie können sich über weite Entfernungen über die Luft ausbreiten.

Das Gefährliche: Die Partikel können – je nach Größe – in unterschiedliche Bereiche des Körpers vordringen. Die winzigsten schaffen es bis ins Lungengewebe und den Blutkreislauf, wo sie Schleimhautreizungen, Entzündungen in der Luftröhre, den Bronchien oder Lungenbläschen verursachen können. Schlimmstenfalls kann es zu Thrombosen kommen, also Gerinnseln, die die Blutbahn verstopfen, und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfälle und Herzinfarkte.

Vor allem Ältere, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Kleinkinder sind gefährdet.

Kohlenmonoxid kann zu Erstickung führen

Bei den Waldbränden wird auch Kohlenmonoxid freigesetzt, ein Gas, das für den Menschen nicht wahrnehmbar, aber lebensbedrohlich ist. Atmet man es ein, verhindert es, dass die Organe mit Sauerstoff versorgt werden können. Erst kommt es zu Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel, dann schlimmstenfalls zum Erstickungstod.

Augen- und Hauterkrankungen durch Rauch

Zudem kann der Rauch Augen- und Hautreizungen verursachen, wie eine Studie der University of California nach den Waldbränden in Kalifornien 2018 nachweisen konnte. Demnach suchten mehr Menschen Hautpraxen auf, weil sie unter Schuppenflechte oder Ekzemen litten.

PAK sind krebserregend

Eine Gefahr bilden auch die sogenannten PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe), die entstehen, wenn organisches Material verbrennt. Diese winzigen Teilchen können über unsere Nahrung, die Haut oder die Atmung in den Organismus gelangen und dort das Erbgut von Zellen verändern. Noch dazu sind sie nachweislich krebserregend und können die Fruchtbarkeit einschränken.

Waldbrand in Brandenburg: So schützt du deine Lunge

Am besten entgeht man der Gefahr, wenn man Fenster und Türen schließt und so wenig Zeit wie möglich im Freien verbringt. Falls das unbedingt notwendig ist, sollte man eine Atemschutzmaske tragen. Risikopersonen, aber auch Kleinkinder und Säuglinge, sollten bei einer massiven Rauchentwicklung vorsichtshalber ganz zu Hause bleiben. Klima- und Belüftungsanlagen sollten ausgeschaltet werden, um zu verhindern, dass Feinstaub oder Gase eintreten können.