Sobald das Thermometer die 30 Grad sprengt, läuft uns der Schweiß aus allen Poren. Um bei diesen Temperaturen einen kühlen Kopf zu bewahren und gesund zu bleiben, haben wir schon so einige Tricks ausprobiert: Socken aus dem Gefrierfach, eingefrorene Wärmflaschen, lauwarme Minzduschen vor dem Schlafen uvm. Dabei sind die einfachsten Tricks immer noch die besten gegen Hitze: der gute alte Ventilator zum Beispiel. Wer jetzt denkt, dass der nichts tut, als warme Luft aufzuwirbeln und wenig hilft, hat ihn einfach jahrelang falsch verwendet!

In dieser Podcastfolge sprechen Mona und Lisa über die besten Tipps gegen Hitze.

Der gute alte Ventilator gegen Hitze

Viele verteufeln den Ventilator und meinen, dass er abgestandene Luft und Bakterien lediglich rumwirbeln würde. Außerdem trägt er im Nu zu Verspannungen im Nacken bei. Andere freuen sich über den kurzen kalten Windstoß an heißen Tagen, der Haare inklusive Kleidung flattern lässt.

Übrigens gibt es Ventilatoren bereits seit 1740! Erfunden wurde er vom englischen Physiker Stephen Hales für geschlossene Räume in Hospitälern und auf Schiffen, um hier die verdorbene Luft wegzuwirbeln. Das Patent hat jedoch der Ingenieur James Wood im Jahr 1902 erhalten – der unter anderem auch 240 andere Patente innehatte. Der Ventilator war jedoch einer seiner größten Verkaufsschlager!

Interessant ist, dass der Ventilator heute von vielen gegen Hitze genutzt und dafür direkt auf den Körper ausgerichtet wird. Sieht man sich jedoch die ursprüngliche Funktion an und liest, was der Ökoberater Nelson Lebo gegenüber dem Daily Telegraph zum Besten gibt, wird schnell klar: Wir haben den Ventilator alle jahrelang falsch verwendet. Denn der Experte meint, dass man den Ventilator ins offene Fenster und nach außen gerichtet aufstellen soll!

So verwendet man Ventilatoren gegen Hitze richtig

Wer seinen Ventilator direkt auf sich ausrichtet, trocknet sowohl seine Haut aus als auch die eigenen Nasenwege aus. Die Folge? Akute Schleimproduktion. Außerdem kann die kalte Luft tatsächlich Muskeln verspannen und sie verkrampfen lassen. Doch nicht nur deswegen sollte man den Ventilator nach außen richten…

Positioniert man den Ventilator mit dem Strom nach außen, wird außerdem warme Luft aus dem Raum getrieben und kühle Luft angezogen. Das klappt allerdings erst, wenn es draußen kühler als drinnen ist – also am Abend. Außerdem betont der Experte, dass ein laues Lüftchen wehen sollte, um den Effekt zu verstärken. Wer kann, sollte zudem auf beiden Seiten der Wohnung oder des Hauses die Fenster öffnen, um durchzulüften.

Dieser Tipp gegen Hitze sollte jedoch nicht länger als eine Stunde angewandt werden. Neben dem Stromverbrauch vermeidet man so, seinen Wohnraum mit Staub und Pollen zu füllen. Vor allem Allergiker:innen sollten also besser Abstand von einem herkömmlichen Ventilator nehmen.

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