Kommst du dieser Tage auch so schwer aus dem Bett und wälzt dich mit dem Snooze-Wecker in der Hand noch für mehrere Minuten im Bett herum? Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut! Ein gelungener Start in den Tag ist das jedoch nicht. Statt energiegeladen startest du so nämlich bereits träge und schleppst dieses Gefühl den restlichen Tag mit dir herum. In diesem Artikel erkläre ich dir daher, was beim Aufwachen genau passiert und zeige dir sechs Übungen zum Wachwerden, die besser als ein starker Kaffee wirken.

Was passiert in unserem Körper, wenn wir aufwachen?

Hast du dich schon mal gefragt, was in deinem Körper passiert, wenn du aufwachst? Tatsächlich sorgen Chemikalien und neuronale Schaltkreise im Gehirn dafür, dass wir aus dem Land der Träume zurück in die Realität finden.

Bereits eine Stunde bevor wir aufwachen, beginnt der Körper sich darauf vorzubereiten. Während unsere Körpertemperatur gegen Ende der Schlafphase ihr niedrigstes Niveau erreicht hat, steigt sie nun langsam an.

Zudem schütten wir eine Vielzahl an Hormonen aus, die uns munter machen sollen – darunter zum Beispiel das Stresshormon Cortisol. Auch steigt unser Blutdruck an und die Leber stellt Zucker bereit, welcher uns Energie verschaffen soll.

Diese Prozesse werden beschleunigt, wenn wir aufstehen. Einfach gesagt: Wer sich weiter mit einem Snooze-Wecker im Bett wälzt, spannt sich und den eigenen Körper unnötig auf die Folter. Daher kann es lohnen, auf Übungen zum Wachwerden zu setzen, die den Prozess des Wachwerdens beschleunigen und energiegeladen in den Tag starten lassen.

Frau Bett
Mit den folgenden Übungen startest du besser in den Tag. Foto: Getty Images/ Yevgen Timashov

6 Übungen zum Wachwerden, die besser als ein starker Kaffee wirken

Wusstest du, dass es nicht sonderlich gesund ist, direkt nach dem Aufstehen Kaffee zu trinken? Das meint unter anderem Dr. Karan Raj. Er erklärt, dass Kaffee uns einen Energieschub verleiht, welcher der Körper morgens durch das ausgeschüttete Kortisol jedoch gar nicht benötigt.

Statt den Prozess des Wachwerdens anzukurbeln, verwirrst du deinen Körper damit eher und greifst in deinen natürlichen Aufwachprozess ein. Mehr zum Kaffee am Morgen liest du hier.

Kaffee ist demnach nicht das Allheilmittel, um morgens in die Gänge zu kommen. Besser, du setzt auf diese sechs Übungen zum Wachwerden:

1. Mini-Yoga-Flow

Rolle deine Yogamatte neben dem Bett aus und starte auf ihr im Stand mit ein paar tiefen Atemzügen und einem Lächeln in den Tag. Begib dich nun in deine liebsten Yoga-Haltungen wie dem Krieger, dem herabschauenden Hund oder der Haltung des Kindes.

Geübte Yogis können nun auch in einen Flow übergehen, der nicht nur die Muskeln aktiviert, sondern auch den Kopf für den Tag klärt. Du brauchst Inspiration dafür? Hier findest du eine Routine von Mady Morrison:

2. Kopfstand

Drehe die Welt auf den Kopf, um morgens besser wach zu werden! Begib dich dafür einfach in den Kopf oder Handstand. Anfänger:innen sollten sich Hilfestellungen durch eine Wand suchen oder den Partner/ die Partnerin um Hilfe bitten. Hierbei wird der Kopf schlagartig besser durchblutet und der Kreislauf wird im Nu in Schwung gebracht. Fünf Sekunden sollten bereits reichen, um energiegeladener in den Tag zu starten!

3. Mountain Climber

Statt kopfüber verharrst du lieber in der Horizontalen? Dann ist diese Übung zum Wachwerden eindeutig die richtige für dich! Der Mountain Climber trainiert deine Ausdauer und stärkt vor allem deine Bauchmuskeln. Wie du Übung richtig ausgeführt wird, kannst du hier nachlesen.

4. Hampelmänner

Um schneller wach zu werden, musst du deinen Puls hochtreiben. Und womit klappt das besser, als mit ein paar klassischen Hampelmännern? Diese fordern zudem deine Koordination heraus, da du Arme und Beine zeitversetzt bewegen musst. Beginne am besten im Stand und ohne Sprünge. Steigere dich mit der Zeit leicht und stoppe die Übung, sobald dir wohlig warm ist und dein Herz ordentlich pocht.

Frau Mountain Climbers
Die Übung der Mountain Climber Planks ist äußerst fehleranfällig. Achte also auf die richtige Ausführung. Foto: Getty Images/ DjordjeDjurdjevic

5. High Knees

High Knees kurbeln die Durchblutung deines Körpers an, sodass auch mehr Sauerstoff in dein Hirn gelangt. In der Folge bist du hellwach und für alles gewappnet, was der Tag bringt. Netter Nebeneffekt: Diese Übung verbrennt auf leerem Magen zuhauf Kalorien.

6. Burpees

Wer sportlich aktiv ist, kann auch Burpees als Übung zum Wachwerden absolvieren! Wichtig ist hierbei jedoch, dass du dich zunächst locker warm machst und deinen müden Körper nicht überforderst. Laufe dafür zunächst etwas auf der Stelle, starte dann mit Burpees ohne Sprung und hänge zuletzt noch drei Burpees mit abschließendem Strecksprung ein. Danach solltest du ins Schwitzen gekommen sein und bist bereit für eine erfrischende Dusche und einen erfolgreichen Tag.

Übungen zum Aufstehen: Hauptsache aktiv statt schlurfend!

Ganz gleich, für welche morgendliche Routine du dich entscheidest. Hauptsache, du kommst etwas schleuniger aus den Federn. Am besten verbannst du dafür zunächst den Snooze-Wecker aus deinem Leben. Lege dir außerdem einen Bademantel neben dein Bett, sodass auch die Ausrede nicht mehr zieht, das Bett wäre so kuschelig. Es ist ohne Frage eine Überwindung, jeden Morgen ohne Zögern aufzustehen, bald schon wirst du aber merken, dass die müden und trägen Tage der Vergangenheit angehören!

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