Stärke, Schnelligkeit und Ausdauer bilden unsere körperliche Fitness. Unsere körperlichen Grenzen spüren wir vergleichsweise schnell. Durch körperliche Reize verschieben wir diese Fitnessgrenzen. Dieses Prinzip gilt auch für die mentale Fitness. Das Gehirn kann wie ein Muskel trainiert werden. Das Verknüpfen komplexer Zusammenhänge, schnelleres Denken oder konzentrierteres Arbeiten – all das ist auch eine Frage des Trainings. Life Kinetik setzt die dafür erforderlichen Reize.

Frau tanzt
Ausprobieren, Lernen, wieder Neues ausprobieren. Nur so wird das Gehirn ständig gefordert. Foto: imago images/Westend61 /

Wie funktioniert Life Kinetik?

Studien zu Life Kinetik zeigten, dass die Mischung aus Herausforderung, Abwechslung und Imperfektion einen großen Einfluss auf den Lernprozess hat.

Life Kinetik Training fordert unser Gehirn mit nicht-alltäglichen Reizen, bestehend aus koordinativen, kognitiven und visuellen Aufgaben. Das Gehirn soll immer wieder aufs Neue mit Strategieentwicklungen zum Lösen der Aufgaben beschäftigt sein. Das Wichtigste: Keine Übung wird bis zur Automatisierung trainiert. Life Kinetik ist auf das Einbinden (neuer) Gehirnzellen und die Anregung von Lernvorgängen ausgelegt.

Das Ziel: Dein Gehirn verarbeitet und reagiert schnell auf Informationen. Der Dopaminschub, welcher nach kleinen Teilerfolgen einsetzt, wird einfach mit in die nächste Aufgabe genommen.

Welche Vorteile hat Life Kinetik?

Im Berufsleben wird Vielseitigkeit immer wichtiger. Trotz abgeschlossener Ausbildung, Bachelor- oder Masterabschlüssen ist die Lernfähigkeit im Laufe des Lebens ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs. In vielen Jobs werden breite Kenntnisse vorausgesetzt, wobei häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig auf dich warten.

Durch ständig neue Aufgaben entstehen neue Verbindungen im Gehirn. Dadurch steigt die kognitive Leistungsfähigkeit. Die regelmäßigen Übungen verbessern die koordinativen Fähigkeiten und die räumliche Wahrnehmung. Profisportler:innen nutzen dieses Training schon seit einigen Jahren. Sie treffen so in Drucksituationen bessere Entscheidungen und erfassen Spielsituationen schneller.

jonglieren
Jonglieren ist eine der besten Übungen fürs Gehirn. Foto: Getty Images Signature / OkinawaPottery via canva

Grundlagenübung: Jonglieren

Life Kinetik-Übungen sind zahlreich. Die kurzen Trainings sind allerdings mal mehr, mal weniger ästhetisch anzusehen. Jonglage gehört zur ersten Kategorie. Dabei musst du nicht sofort fünf Bälle gleichzeitig beherrschen. Perfektion ist unerwünscht.

Die gewünschten Erfolge erzielst du schon, sobald du regelmäßig zwei Bälle in die Höhe wirfst und anschließend mit überkreuzten Armen fängst. Alternativ umkreist du die Bälle mit den Armen, nachdem du sie senkrecht in die Luft geworfen hast. Die Fortschritte kommen schnell. Innerhalb kurzer Zeit erhöht sich die Anzahl der Bälle.

Laut Studien fördert „normales“ Jonglieren das Wachstum der Gehirnzellen und des Gehirnvolumens. Außerdem entspannt Jonglieren. Erfolge ergeben sich schnell und machen zufriedener und wacher.

Bewegung als Gehirnjogging

Es gibt viele Möglichkeiten, die grauen Zellen zu trainieren. Sudokus, Kreuzworträtsel, das Lernen einer neuen Sprache oder andere Gehirnjogging-Methoden schaden nie. Bewegung erzielt ähnliche Fortschritte. Tanzkurse trainieren das Gehirn besonders gut – oder aber Life Kinetik-Übungen.

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