Für die Läufer:innen dieser Welt klingen zehn Minuten auf dem Laufband wie ein Warm-up vor dem eigentlichen Lauf. Eine neue Studie aus den USA beweist jedoch, dass bereits in dieser kurzen Zeit die Gesundheit enorm verbessert werden kann. Lies hier, welche Veränderungen binnen dieser Zeit für deinen Körper zu erwarten sind.

10 Minuten Laufen = 9.000 veränderte Moleküle

Zehn Minuten Joggen – das ist nicht die Welt. Bereits in dieser kurzen Zeit kommt es jedoch zu großen Veränderungen im menschlichen Körper. Das ist zumindest das Ergebnis einer neuen Studie, welche von Forscher:innen der „Standford University School of Medicine“ in den USA durchgeführt wurde.

Binnen der kurzen Zeit sollen sich demnach 9.815 Moleküle im Körper verändern, welche wiederum Einfluss auf die allgemeine Gesundheit haben. Die im Magazin Cell veröffentlichte Studie zeigt auf, inwiefern sich das Blut nach einem Work-out verändert. Im Ergebnis bestätigt sie, was bereits seit Jahren bekannt ist: Sport ist gesund.

Die Veränderungen der Moleküle stehen nämlich in Zusammenhang mit zahlreichen Körperfunktionen. Moleküle, die sich veränderten, standen beispielsweise in Zusammenhang mit dem Stoffwechsel, der Verdauung, dem Immunsystem oder Entzündungsprozessen.

Zehn Minuten sind eine kurze Zeit, um auf dem Laufband zu stehen. Und doch reichen sie bereits, um all diese Funktionen des Körpers anzusprechen. „Vorher hatte ich gedacht, naja, das sind nur neun Minuten Sport, wie viel soll sich da schon verändern? Viel, wie sich zeigte“, resümiert der Genomiker, Systembiologe und Mitautor Michael P. Snyder gegenüber der New York Times.

Kommt künftig der Bluttest zur Bestimmung des Fitnesslevels?

Die Wissenschaftler:innen quantifizierten für ihre Studie die Moleküle von 100 erwachsenen Männern und Frauen. Letztlich wählten sie 36 Menschen aus, die alle zwischen 40 und 75 Jahre alt sind. Unter ihnen waren sowohl fitte als auch unsportliche Personen.

Ihnen allen nahm man Blut ab und ließ sie anschließend zehn Minuten auf dem Laufband laufen. 9.815 von insgesamt 17.662 Molekülen veränderten sich – zum Teil sogar derart, dass der Pegel auch längere Zeit bestehen blieb.

Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass dies eine sehr klein angelegte Studie in einer sehr eingeschränkten Altersgruppe war. Somit ist zwar eine Tendenz ersichtlich, doch können die Studienautor:innen keine allgemeine Schlussfolgerung über den Anteil beteiligter Moleküle beim Sport ziehen.

Snyder plant dahingehend weitere Studien und ist mit seinen Kolleg:innen zudem dabei, einen Bluttest zu entwickeln, welcher die Fitness eines Menschen anzeigen kann.

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