Dass Sport zu einem gesunden Lebensstil dazu gehört, ist den meisten Menschen bewusst. Jedoch gehört dazu nicht nur Ausdauersport, sondern auch Krafttraining. Gerade Frauen scheinen oftmals ein Problem damit zu haben, denn Muskeln werden bis heute mit Männlichkeit verbunden. Warum das Quatsch ist und Krafttraining bei Frauen ebenso wichtig ist, erfährst du hier.

Krafttraining bei Frauen: Aus stereotypischen Geschlechterbildern ausbrechen

Seit Jahrhunderten sind wir von Geschlechterbildern geprägt. Der Mann sollte schlank, durchtrainiert und muskulös sein, während die Frau auch fit aber dennoch mit einigen Kurven versehen sein sollte – natürlich aber nur an den „richtigen Stellen“. Wie stark veraltet diese beiden Geschlechterbilder sind, ist den meisten bewusst, jedoch ist es dennoch für viele schwer aus ihnen auszubrechen. Viele Frauen wollen es vermeiden, ihre Arme oder ihren Nacken zu trainieren, nur um in das Bild zu passen. Warum Krafttraining aber auch für Frauen unglaublich wichtig ist, erfährst du jetzt.

Junge Frau macht Yoga-Pose
Bis heute herrscht das veraltete Bild, dass Frauen nicht „zu muskulös“ sein sollten.

1. Muskel trainieren, für ein Gleichgewicht im Körper

Besonders Frauen neigen dazu, nur ausgewählte Muskelgruppen zu trainieren. Beispielhaft dazu sind die berühmt-berüchtigten Bauch-Beine-Po-Workouts. Wenn man aber immer nur einen Muskel und nicht den Antagonisten trainiert, entsteht ein Ungleichgewicht. In der Praxis bedeutet das, wenn du deinen Bauch trainierst, solltest du auch deinen Rücken trainieren. Denn diese beiden Muskelgruppen stabilisieren sich und es entsteht ein Ungleichgewicht, wenn nur eine Muskelgruppe trainiert wird.

2. Muskeltraining gegen Schmerzen

Wenn du, aus Angst einen muskulösen Nacken zu bekommen, nie deinen Rücken trainierst, kann das früher oder später zu starken Schmerzen führen. Denn Muskeln bieten deinem Körper Stabilität und können Schmerzen verhindern. Auch wenn du akute Schmerzen hast, kann ein sanftes Krafttraining Wunder bewirken. Denn oftmals werden die Schmerzen durch verspannte Muskeln ausgelöst, die durch etwas Training wieder aufgewärmt und aktiviert werden können.

Rücken Frau Yoga Krafttraining Muskeln
Gerade ein trainierter Rücken beugt Schmerzen vor. Foto: getty images/ FreshSplash

3. Vorteile für Ausdauersport

Viele Muskeln, die du beim Krafttraining trainierst, wirken sich auch positiv auf den Ausdauersport aus. Wenn du beispielsweise deine seitlichen Bauchmuskeln trainierst, hat das positive Auswirkungen auf deine Lunge und somit auch auf deine Ausdauer mit Joggen oder Cardio-Training. Außerdem regst du mit einem gezielten Bauchtraining sogar deine Verdauung und deinen Stoffwechsel an – Wahnsinn!

4. Krafttraining gegen Periodenschmerzen

Du fühlst dich während deiner Periode hundeelend und wirst von Schmerzen geplagt? Krafttraining kann helfen! Auch wenn man sich eigentlich nur auf der Couch verkriechen will, ist es oftmals ein Gedanke wert, ein bisschen Krafttraining zu machen. Denn durch Sport werden deine Muskeln erwärmt und flexibler. Die oftmals verkrampften Muskelgruppen werden so gelockert. Zudem wird das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet, das dich aus deinem Perioden-Tief holt.

Du solltest dennoch darauf achten, während deiner Periode ein ruhiges Training einzulegen. Zu starke Belastung kann sogar deinen Hormonhaushalt durcheinanderbringen.

5. Krafttraining gegen Depressionen

Es erkranken weitaus mehr Frauen als Männer an psychischen Erkrankungen wie Depressionen. In Zahlen sind es etwa 11,3 % der Frauen und 5,1 % der Männer. Umso wichtiger, dass auch Frauen Krafttraining machen. Forschende haben nämlich herausgefunden, dass Krafttraining nachweislich gegen Depressionen helfen kann. Typische Stresssymptome werden nachhaltig reduziert, was zu einem gelassenerem Lebensstil führen kann.

Frau erschöpft
Frauen erkranken viel häufiger an Depressionen als Männer. Kraftsport kann dagegen helfen. Foto: imago images/Addictive Stock

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