Corona und Diabetes bedingen sich gegenseitig
Corona und Diabetes bedingen sich gegenseitig. (Photo: imago/Arkivi)

Die Diabetes-Epidemie wird durch Corona noch schlimmer

Durch die Coronakrise sind wir machtlos anderen Krankheiten gegenüber. Wenn wir nicht aufpassen, stecken wir bald tief in einer Diabetes-Epidemie.

Corona ist nicht das einzige gesamtgesellschaftliche gesundheitliche Problem, das wir haben. Deutschland wird immer dicker und kränker. Das zeigen Umfragen und Studien immer wieder. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung sind 74,3% aller Deutschen übergewichtig, wenn sie in den Ruhestand gehen. Das sind ganz schön viele. 

Diabetes ist bereits eine Epidemie

Derzeit gibt es in Deutschland gut 8 Millionen Diabetespatienten. Eine ziemlich hohe Zahl, die stetig weiter wächst. Jeden Tag kommen gut 1.500 Diabetes-Typ-2-Fälle dazu. Forscher und Ärzte bezeichnen das schon lange als Epidemie. Sogar noch lange Zeit bevor Corona unser Leben so stark beeinflusst hat, war Diabetes ein riesiges Problem in Deutschland.

Diabetes ist eine Krankheit, mit der man lernen muss zu leben. Doch man kann ihr auch entgegenwirken.

Diabetes-Typ-2: Das steckt hinter der Krankheit

Diabetes, die Zuckerkrankheit: Diabetiker sind nicht eigenständig in der Lage dazu, Insulin zu produzieren und brauchen deshalb unterstützende Spritzen. Ihr Körper kann den Blutzucker nicht eigenständig abbauen und deshalb haben Betroffene ständig erhöhte Blutzuckerwerte.

Es gibt zwei Arten der Diabetes: Diabetes Typ 1 ist angeboren und Betroffene müssen ihr Leben lang damit umgehen. Diabetes Typ 2 entwickelt sich erst nach und nach, es wird auch als sogenannte Volkskrankheit bezeichnet. Durch schlechte Essgewohnheiten, zu viel Zucker und zu wenig Bewegung kann jeder mit der Zeit in die Diabetes rutschen. Und genau da liegt das Problem.

Essstörungen Corona
Wenn wir den ganzen Tag Zuhause sitzen, essen wir viel mehr.(Photo: millann/ istock)

Was hat Diabetes mit der Coronapandemie zutun?

Auf den ersten Blick sind Corona und Diabetes Typ 2 zwei Probleme, die nichts miteinander zu tun haben. Doch wenn man sich das Verhalten der Menschen in der Corona-Krise genauer anschaut, dann sehen wir: Der neue Alltag in der Pandemie kann durchaus dazu führen, dass die Menschen schneller gefährdet sind, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Normalerweise trifft die Krankheit vor allem ältere Menschen, die sich wenig bewegen und schlecht ernähren. 

Doch das Essverhalten aller Menschen verändert sich nachweislich innerhalb der Krise. Zwar essen wir weniger Fleisch seit Beginn der Pandemie, doch vor allem essen wir mehr. Zudem bewegen wir uns viel weniger. Studien haben gezeigt, dass alleine durch das Homeoffice am Tag pro Person gut 600 Kalorien weniger verbrannt werden. 

Ein paar Corona-Kilos auf den Hüften durch die vielen Tiefkühlpizzen und Corona-Cocktails haben kurzzeitig zwar noch keinem geschadet, doch wenn sich die Pandemie noch länger zieht, könnte das durchaus gefährlich werden. Denn wenn wir auch das nächste Jahr noch in der Pandemie stecken, sollten wir uns neue Gewohnheiten zulegen.

Kleiner Tipp: Greif lieber öfter mal zum Apfel statt zum Apfelkuchen. Wir haben auch einige Tipps gesammelt, wie du es selbst im Homeoffice schaffst gesund zu essen.


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