Na, hast du dich bis gerade eben auch noch bequem in deinem Bett gerekelt und wolltest partout nicht aus den Federn? Das eigene Bett ist aber auch ein wunderbarer Ort: Hier finden wir Schlaf und süße Träume, kuscheln und haben Sex. Manche nutzen es auch, um hier Serien zu bingen und den ein oder anderen Snack zu verdrücken. Je mehr Zeit wir hier verbringen, desto häufiger sollten wir allerdings auch die Bettwäsche wechseln – jedenfalls in der Theorie. Sei mal ehrlich: Wie lange ist das bei dir her? Eine Mikrobiologin erklärt nun, wie häufig man das Bettzeug wechseln sollte…

Mikrobiologin nennt Bett eine „Petrischale“

Im Bett sollen wir erholsamen Schlaf finden, den unser Körper sowie unser Geist brauchen, um sich zu regenerieren. Im Schlaf werden zum Beispiel neue Eindrücke und Inhalte in unserem Gehirn verarbeitet. Außerdem wird im Schlaf unser Immunsystem gestärkt und unsere Organe- sowie unsere Stoffwechselfunktionen werden durch gesunden Schlaf verbessert. Schlaf ist lebensnotwendig und verschafft uns die nötige Balance, die uns gesund durch den Alltag bringt.

Obwohl dem Schlaf ein so hoher Stellenwert beigemessen wird, meint die Londoner Mikrobiologin Dr. Manal Mohammed in einem Fachartikel, der in The Conversation veröffentlicht wurde, dass die meisten von uns in einer „Petrischale“ schlafen würden. Das Bett wäre nach ihr bei den wenigsten ein sauberer und erholsamer Ort, sondern vielmehr voll von Bakterien.

Frau Bett
Das Bett soll ein Ort der Erholung sein. Gleicht aber oft eher einer Petrischale im Labor. Credit: IMAGO / Addictive Stock

Unter anderem finden sich in vielen Laken die sogenannten Staphylococcus-Bakterien. Diese findet man am häufigsten in Krankenhausbettwäsche, aber auch vor heimischen Betten machen sie nicht Halt. Gelangen diese speziellen Bakterien beispielsweise durch offene Wunden in den Körper, können sie hier Krankheiten wie Akne, Hautinfektionen oder Lungenentzündungen begünstigen. Besonders gefährlich: Dieses Bakterium kann antibiotikaresistent sein.

Weiter können sich auch E. Coli-Stämme in unserem Bett tummeln. Die Expertin rät daher, sich auch beim nächtlichen Toilettengang gründlich die Hände zu waschen, um das zu vermeiden. Damit nicht genug, ist unsere Bettwäsche voll von Milben, die sich an unseren Hautzellen laben, die wir tagtäglich verlieren. Und die können weitere Krankheiten wie Allergien und Asthma begünstigen. Im worst case können auch Bettwanzen auftauchen, die kleine, rote und juckende Bisse hinterlassen. Wer jetzt sich jetzt noch entspannt im Bett rekelt, hebe die Hand.

Bettwäsche wechseln: Mikrobiologin gibt klare Anweisung

Wer den Bakterien keine Chance geben möchte und aus der Petrischale wieder einen gesunden und erholsamen Ort machen möchte, sollte regelmäßig seine Bettwäsche wechseln. Mohammed empfiehlt, die Bettwäsche mindestens alle zwei Wochen bei 60 Grad zu waschen. Milben und Keime haben bei dieser Temperatur keine Chance mehr.

Weiter betont die Expertin, dass Menschen, die viel schwitzen, die Maschine besser wöchentlich anwerfen. Wer zu Unreinheiten im Gesicht neigt, sollte Kissenbezüge zudem mindestens alle drei Tage wechseln. Klingt nach einem riesen Aufwand? Das sind wir unserer Gesundheit schuldig.

Zuletzt gibt die Mikrobiologin noch Tipps, wie man die Laken über die Wäsche hinaus sauber hält…

  • Haustiere gehören nicht ins Bett.
  • Vor dem Schlafengehen sollte man duschen.
  • Straßenkleidung sollte man vom Bett fernhalten.
  • Ein frischer Pyjama oder nackt schlafen sind die besten Optionen.
  • Abschminken ist ein Muss.
  • Die Matratze sollte monatlich abgesaugt werden und alle zehn Jahre ausgewechselt werden.

Und? Bist du bereits dabei, deine Bettwäsche abzuziehen?

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