Ballerinas faszinieren mich, seitdem ich klein bin. Und das nicht nur, weil ich aufgrund mangelnden Taktgefühls selbst niemals so grazil durch die Lüfte hüpfen werde. Sondern vor allem aufgrund ihrer harten Disziplin, die sie beim Training an den Tag legen. Würdest auch du dir gerne ab und an eine Scheibe von ihrem Streben nach Perfektion und ihrem eisernen Willen abschneiden? Dann ist das sogenannte Barre Workout vielleicht genau das Richtige für dich. Warum sich dieses Training außerdem lohnen kann, liest du hier.

Was versteht man unter einem Barre Workout?

Der Begriff Barre Workout stammt aus dem englischen und meint übersetzt nicht mehr als das Training am Ballettbarren. Genaugenommen ist dieses intensive Ganzkörperworkout an Übungen, Figuren und Bewegungen aus dem klassischen Ballett angelehnt.

Angelehnt meint, dass die Übungen beim Barre Workout zusätzlich sehr viele Gymnastik-, Yoga- und Pilateselemente enthalten. Zudem kommen auch Stretching-Übungen sowie das Faszientraining bei dieser Trainingsart nicht zu kurz. Häufig werden auch Gewichte, Toning-Bälle, Therabänder und Faszienrollen als Hilfsmittel hinzugezogen.

Weiterlesen: Dieser Übungen mit dem Theraband darfst du dir nicht entgehen lassen.

Frauen Barre
Beim Barre Workout wird die Tiefenmuskulatur beansprucht, indem Ballett, Pilates, Gymnastik und Yoga zusammengetan werden. Credit: Tempura/ Getty Images

Warum lohnt sich dieses Training?

Ursprünglich kommt das Barre Workout aus Amerika, wo es gerne auch als „Modeltraining“ bezeichnet wird. Und das nicht nur, weil Models wie Alessandra Ambrosio und zahlreiche Influencerinnen so trainieren, sondern auch, weil es wirklich jeden Muskel im Körper perfekt und modelmäßig formt.

Das Barre Workout beansprucht vor allem die Tiefenmuskulatur des Bauchs, der Oberschenkel, der Waden, des Pos und der Arme. Weiter werden die Koordination und das Taktgefühl geschult. Dafür sorgt die musikalische Untermalung der Kurse, die obendrein verdammt gute Laune verschafft.

Je nach Kurs und Musikauswahl kann einen das Training am Barren ganz schön ins Schwitzen bringen, den Puls hochtreiben und so auch das Herz-Kreislauf-System fördern. Allerdings sollte man das Barre Workout nicht mit dem Ziel beginnen, abzunehmen. Zwar wird hier durch den Muskelaufbau die Fettverbrennung angekurbelt – in erster Linie geht es aber darum, den Körper beweglicher, dehnbarer und stärker zu machen.

Aber Vorsicht: Dieses Workout ist nicht geeignet für Menschen mit Knie- oder Hüftproblemen. Solltest du Probleme derart haben oder schwanger sein, solltest du vorab mit deiner Ärztin oder deinem Arzt darüber sprechen.

Barre Kurs
Zusammen mit einem Trainer oder einer Trainerin trainiert es sich beim Barre besser, weil so Haltungsfehler vermieden werden können. Credit: Tempura/ Getty Images

Am Barren trainiert es sich am besten im Studio

Das Barre Workout ist eine echte Trendsportart und nichts, was man mal eben nebenbei zu Hause absolvieren kann. Genau wie richtiges Balletttraining verlangt es nach Hingabe. Mindestens zwei Mal in der Woche sollte man einen Kurs aufsuchen, um Trainingserfolge verzeichnen zu können.

Überhaupt kann dieses Training wohl von den wenigsten zu Hause absolviert werden, weil dafür ein großer Spiegel sowie natürlich ein Barren vonnöten sind. Daher bieten zahlreiche Studios in den Großstädten Deutschlands das Training an.

Das ist ohnehin praktisch, da hier alles an Equipment wie Gewichte oder Bänder vorhanden ist. Hinzu kommt, dass die Trainer:innen wichtige Unterstützung bieten, indem sie korrigieren und Haltungsschäden so vorbeugen.

Neugierig geworden? Dann investiere in ein paar rutschfeste Socken – Turnschuhe brauchst du beim Barre Workout nämlich nicht –, schwing dich in enge Sportklamotten und ab mit dir zum ersten Probetraining! Warum die Sportklamotten eng sein sollen? Weil Haltungsfehler damit schneller erkannt werden und du genau siehst, welche Teile deines Körpers getoned werden.

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