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Ist Aluminium im Deo doch nicht gefährlich? (Photo: istock.com/belchonock)

Studie gibt Entwarnung für Aluminium im Deo, aber stimmt das?

Aluminium im Deo galt lange als schädlich, doch eine neue Studie gibt Entwarnung. Doch ganz glauben können wir ihr nicht.

Jede Marke bietet inzwischen Deos ohne Aluminium an. Irgendwie geht man automatisch davon aus, dass es was Schlechtes sein muss, wenn extra mit dem Verzicht darauf geworben wird. Ja, irgendwie ist es schlecht und verursacht Krebs oder so etwas. Soweit ist das Verständnis in der Öffentlichkeit.

Doch nun zeigt eine neue Studie, dass die Aufregung um Aluminium nicht gerechtfertigt war. 

Wozu ist Aluminium im Deo gut?

Aluminium war und ist eine gängige Zutat für Deodorants, denn es ist eine der wenigen Wirkstoffe, die Schweiß zuverlässig hemmen können. Deshalb werden sie besonders gern in Antitranspiranten genutzt. Deos bekämpfen nur den Schweißgeruch, während Antitranspirante das Schwitzen an sich minimieren.

Besonders in active Deos wird Aluminium verwendet, denn es kann die Schweißproduktion verhindern, indem es die Drüsenausgänge verengt. So kann weniger geschwitzt werden und es wird weniger produziert. Zudem wirkt Aluminium antibakteriell. Ist also doppelt gut gegen Schweiß.

In einem Bericht von Stiftung Warentest konnten zwar viele aluminiumfreie Deos mit gut bestehen, aber vor Schweiß geschützt haben nur die mit Aluminium.

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Inzwischen gibt es viele aluminiumfreie Deos, besonders Naturkosmetik kannst du vertrauen.

Studie gibt Entwarnung zu Aluminium im Deo

Doch seit mehreren Jahren wird vor Aluminium gewarnt. Aluminium steht im Verdacht Krebs, insbesondere Brustkrebs, auszulösen und Krankheiten wie Alzheimer zu unterstützen. Auch das Bundesamt für Risikobewertung hatte ausdrücklich vor Aluminium in Deos gewarnt.

Was hat sich geändert? Natürlich ist Aluminium nach wie vor gefährlich, wenn es sich in zu großen Mengen in unserem Körper anreichert. Die maximale empfohlene Dosis für einen Erwachsenen pro Woche liegt bei 1 Milligramm. 

Bereits 2016 gab es eine Studie, die zeigte, dass nur geringe Mengen des Aluminiums von Deo überhaupt aufgenommen wird. Allerdings war unklar, wo es sich sonst anlagerte.

Deshalb wurde eine weitere Studie durchgeführt und diesmal wurde alles beobachtet. Das Ergebnis: Der Großteil des Aluminiums bleibt auf der Haut oder an Kleidungsstücken. Die nachweisbaren Mengen im Körper hingegen waren verschwindend gering. Anzumerken ist hier, dass diese Studie von der Industrie und nicht unabhängigen Instituten durchgeführt wurde und es oft nur wenige Testpersonen und einen geringen Messzeitraum gab.

Aluminium im Deo erkennen

Aluminium ist glücklicherweise sehr einfach auf der Inhaltsliste von Deos zu erkennen. Diese Bezeichnungen kann Aluminium tragen:

  • Aluminium
  • Aluminium Chlorhydrat
  • Aluminium Zirkonium
  • Ammonium Alum
  • Potassium Alum
  • E173

Wie du siehst, lässt sich Aluminium in Deos ziemlich einfach durch das Alum erkennen. Meistens steht es auch an den ersten drei Stellen, sodass du gar nicht lange suchen musst.

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Ein Deo selber zu machen gelingt in wenigen Minuten & es ist garantiert aluminiumfrei.

Aluminiumfreie Deos

Aluminiumfreie Deos können vor unangenehmem Schweißgeruch schützen, sie werden Schweiß aber niemals so gut verhindern wie Aluminium. Viele Naturkosmetik Deos setzen auf Natron als Alternative. Das wirkt ebenfalls, kann aber natürlich nicht ganz mithalten.

Man kann die Wirkungen also nicht komplett vergleichen. In dem Test von Stiftung Warentest gab es trotzdem aluminiumfreie Deos, die den Geruchstest mit Bravour bestanden haben von Alterra zum Beispiel. Diese Deo-Marken haben grundsätzlich aluminiumfreie Deo-Marken und sind in der Drogerie zu finden:

  • Alterra
  • Alverde
  • bac
  • Ben & Anna
  • Brooklyn Soap Company
  • Butcher’s Son
  • CD
  • EcoMe
  • Greendor
  • I+m
  • Ponyhütchen
  • Sebamed
  • Speick
  • Superdry
  • Tabac Original
  • Weleda

Natürlich haben auch bekannte Marken wie Rexona, Adidas oder Garnier aluminiumfreie Deos im Regal stehen. Diese sind dann extra gekennzeichnet. In Naturkosmetik ist generell kein Aluminium enthalten.

Alternativ kannst du dir dein Deo auch einfach selber machen.

Fazit: Besser aluminiumfrei

Wer nicht unter extremen Schweiß oder Geruch leidet, der ist mit Aluminium-Deo wohl am besten beraten. Ansonsten ist es jedem selbst überlassen, ob wie er das Risiko einschätzt und ob er der Studie Glauben schenken will. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat sich selbst noch nicht zu den neuen Ergebnissen gemeldet.

Wenn du dich auch sonst mit schädlichen Inhaltsstoffen in Kosmetika beschäftigst, solltest du auch auf Mikroplastik und Nanopartikel in Sonnencremes verzichten.


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