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Sonnencreme noch haltbar? Darauf solltest du vor dem Auftragen achten

Achtung, hautschädigend! Bevor du alte Sonnencreme wiederverwendest, solltest du auf diese 5 Merkmale achten – vielleicht ist sie schon schlecht.

Ein Wochenende im Sommer ohne einen Besuch am See ist für mich irgendwie witzlos. Ich bereite mich deswegen immer penibel auf einen Tag Sonnen- und Seebaden vor. Handtuch, Flip Flops und der E-Reader sind eingepackt. Es geht nur noch daran, die Sonnencreme einzupacken. Doch ist die eigentlich noch gut, wenn sie ein Jahr unberührt im Schrank lag?

Wie lang ist die Haltbarkeit von Sonnencremes und woran erkennst du, dass sie bereits verschimmelt ist? Es stellt sich zuallererst die Frage: Wie sollte eine Sonnencreme aussehen, wenn du sie wiederverwenden willst?

Wie alt darf eine Sonnencreme sein?

Zunächst solltest du wissen, dass Sonnencremes immer ein Haltbarkeitsdatum haben. Wie jede andere Kosmetik solltest du dir auch diese nicht auf die Haut auftragen, wenn sie bereits alt und verschimmelt ist. Der Grund: Es können sich Bakterien darin bilden, die sich immer weiter vermehren und schließlich zu ungesunden Hautunreinheiten führen können.

Auf jeder Sonnencreme steht ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Oft sind diese Angaben gut ein Jahr (12M) auch nach der ersten Öffnung der Tube entfernt. Wer seine Sonnencreme also gar nicht öffnet, der verlängert in der Regel das Mindesthaltbarkeitsdatum massiv.

Übrigens: Sei dir darüber im Klaren, was ein Mindesthaltbarkeitsdatum ist: Es ist das Datum, bis zu dem der Hersteller oder die Herstellerin garantiert, dass das Produkt noch einwandfrei und voll funktionstüchtig ist.

Allerdings kann man die Haltbarkeit einer Sonnencreme deutlich verringern, indem man wenig pfleglich mit ihr umgeht. Wenn du deine Sonnencreme beispielsweise lange in der Sonne liegen lässt, kann sie bereits an Wirksamkeit verlieren. Lässt du deine Sonnencreme im heißen Auto liegen, kann auch das dazu führen, dass sie ihren eigentlichen Sonnenschutzfaktor nicht mehr halten kann. Das heißt aber nicht, dass du sie direkt wegwerfen musst.

In diesen Fällen solltest du allerdings darauf achten, sie öfter als gewöhnlich aufzutragen.

Haltbarkeit von Sonnencreme: Daran erkennst du, ob sie schlecht ist. Foto: IMAGO / Petra Schneider

Darum wird Sonnencreme mit der Zeit weniger haltbar

Der Experte der Deutschen Krebshilfe und Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) erklärte im Gespräch mit der Deutschen Apotheken Rundschau, dass der Sauerstoff, der beim Öffnen der Flasche in die Flasche käme, die Inhaltsstoffe verändern würde. Der Sauerstoff führe zu einer Oxidation in der Flasche. Diese verändert die Funktion der Inhaltsstoffe und ändert damit die Schutzfunktion der Sonnencreme.

Sonnencreme kann auch gefährlich werden

Sollte eine Sonnencreme nach einer gewissen Zeit weniger funktionstüchtig sein, ist das nicht schädlich für deine Haut. Doch bei Sonnencremes mit einem chemischen UV-Filter sieht das ganz anders aus. Octocrylen führt dazu, dass die Sonnencreme nach langem Lagern sogar krebserregend werden kann. Es kann sich nämlich das Molekül Benzophenon bilden, das von dem Fachjournal „Chemical Research in Toxicology“ als möglicherweise krebserregend eingestuft wurde.

Solltest du also Sonnencreme mit Octocrylen gekauft haben, dann wirf sie nach einem Jahr lieber in den Mülleimer.

Solltest du aber eine Sonnencreme ohne chemischen Wirkstoff gekauft haben, dann schau sie dir vor dem Austragen genau an.

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Selbstbräuner schützt deine Haut nicht vorm Sonnenbaden. Nutze immer Sonnencreme mit hohem LSF.

So sollte deine Sonnencreme nicht aussehen

Wenn du deine Sonnencreme vom letzten Jahr noch einmal auskramst, dann solltest du sie zuvor einmal testen. Es kann sein, dass bei deinem letzten Urlaub Bakterien hineingeraten sind, die sich in der Sommerwärme vermehren können. Das verkürzt natürlich die Haltbarkeit deiner Sonnencreme und ist weder gut für die Haut, noch für Bräune. Diese bakterienverseuchte Sonnencreme solltest du dir besser nicht auf die blanke Haut schmieren. Unter folgenden Umständen solltest du dir lieber eine neue Sonnencreme besorgen:

  1. Dreckreste in der Sonnencreme.
  2. Sandkörner an der Flaschenöffnung.
  3. Die Farbe hat sich verändert.
  4. Der Geruch hat sich verändert.
  5. Die Konsistenz hat sich verändert (klumpig oder sehr flüssig).

Sonnencreme optimal lagern & Haltbarkeit verlängern

Eine Sonnencreme kann auch nach einem langen Winter natürlich noch genutzt werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, lagerst du sie am besten im Keller oder sogar im Kühlschrank: Deine Sonnencreme hat es am liebsten kühl und dunkel.

Wenn dein Sonnencreme abgelaufen ist, solltest du nicht verzagen, sondern am besten einfach eine neue kaufen. Allerdings musst du auch darauf achten, deine alte Sonnencreme richtig zu entsorgen. Wie du das machst, zeigen wir dir in unserem Artikel darüber, wie du mit Sonnencreme umgehst, wenn sie abgelaufen ist.

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