Während die einen zu extrem trockener Haut neigen, sprühen die anderen nur so vor fettiger Haut. Gerade in der T-Zone sammelt sich dann immer wieder eine ölige Schicht an, was für viele extrem nervtötend ist. Somit steigt das Bedürfnis, sich immer wieder abpudern zu müssen. Jedoch kann Linolsäure dabei ein echtes Wundermittel sein. Was das ist und wie du sie anwenden solltest, erfährst du hier.

Was kann man gegen fettige Haut tun?

Besonders im Sommer neigen viele zu fettiger Haut, beispielsweise auch viele, die zu Akne neigen. Auch wenn beides scheinbar mit demselben Problem, sprich fettiger Haut einhergeht, gibt es große Unterschiede. Der Dermatologe Dr. Joshua Zeichner aus New York, erklärt, dass die Menschen, die zusätzlich zu ihrer fettigen Haut Pickel bekommen, scheinbar „einen niedrigeren Linolsäurespiegel im Talg als normal“ haben.

Ein niedriger Linolsäurespiegel kann zu einem niedrigen Ceramidspiegel führen und somit die Hautbarriere stören, das führt dann zu Pickeln. Was Ceramide sind und wieso sie eine wichtige Rolle für unsere Haut spielen, erfährst du hier: Ceramide für die Haut: So bekommst du eine starke Hautbarriere

Daher empfiehlt es sich, Hautprodukte mit Linolsäure zu verwenden.

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Foto: Getty Images / yacobchuck

Was ist Linolsäure?

Linolsäure ist eine Omega-6-Fettsäure, die auch als Vitamin F bekannt ist. Diese kommt besonders in Nüssen und Samen vor oder auch im produzierten Talg. Bekommt die Haut keine ausreichende Menge an Linolsäure, zeigt sich das oft in Form von Unreinheiten oder anderen Problemen wie trockener Haut. Bei Hautpflegeprodukten dient sie oft als Weichmacher oder Verdickungsmittel, um die Feuchtigkeit der Haut zu speichern und sie vor Reizstoffen zu schützen.

Was tut Linolsäure für die Haut?

Neben dem Feuchtigkeitszuwachs, den das Vitamin F leistet, hat es die Fähigkeit, die Hautbarriere zu stärken und zu erhalten. Wichtig ist das deshalb, da sie die Feuchtigkeit drin hält und schlechte Dinge wie Umweltverschmutzungen draußen hält. Dr. Zeichner erklärt „Linolsäure ist nicht reizend und kann als topischer Inhaltsstoff für alle Hauttypen verwendet werden“. Somit ist sie also ein echtes Wundermittel.

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Linolsäure spendet viel Feuchtigkeit. Foto: Getty Images / efetova

Welche Probleme löst Linolsäure?

Nicht nur bei zu trockener Haut kann Linolsäure Feuchtigkeit spenden, sondern auch Entzündungen lindern und dadurch die Hautbarriere und das Hautbild verbessern. Auch bei Akne kann es helfen, diese zu kontrollieren, durch die entzündungshemmenden Eigenschaften.

Sie versorgt die Haut mit den nötigen Ceramiden und verbessert somit den Ausbruch von Akne und fettiger Haut. Denn selbst wenn der Mangel an Linolsäure vielleicht nicht der einzige Grund für Akne ist, kann es ein Auslöser für die Entstehung sein. Auch gegen Pigmentflecken, die durch Akne oder Sonnenbaden entstanden sind, kann es ein Hilfsmittel sein.

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Linolsäure kommt in vielen Feuchtigkeitscremes vor. Foto: Getty Images / Anna Gorbacheva

So solltest du Linolsäure verwenden

Besonders in vielen Feuchtigkeitscremes und Seren findet man den wichtigen Inhaltsstoff Linolsäure. Der Dermatologe Dr. Zeichner rät „Es ist sicher, es bei Bedarf zweimal täglich zu verwenden“. Auch in manchen Produkten, speziell gegen Akne, findet man Linolsäure aufgrund der entzündungshemmenden Wirkung. Um deiner Haut diesen Sommer möglichst viel Feuchtigkeit zu spenden, solltest du ab jetzt Linolsäure in deine Hautroutine aufnehmen.

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