Es gibt nur wenige wissenschaftlich bewiesene Wirkstoffe, die der Haut tatsächlich helfen können. Unter anderem gehören Retinol und Vitamin C dazu. Jedoch kannst du die beiden Produkte nicht einfach anwenden, wie du es willst. Besonders im Sommer muss man bei den Inhaltsstoffen einige Regeln beachten, damit sie die Haut nicht schädigen.

So funktioniert Retinol

Der Wirkstoff Retinol (eine Form des Vitamin A) ist ein wahrer Alleskönner in der Hautpflege, auf den viele Skincare-Influencer:innen und Dermatolog:innen nicht verzichten wollen. Laut der Dermatologin Dr. Urselmann stoppt zum einen der Wirkstoff den Verfall des Kollagens und animiert gleichzeitig die Kollagenproduktion. So bekämpft das Mittel Hautalterung von Anfang an. Laut dem Magazin Cosmeterie kann der Stoff zudem Sonnenschäden verbessern. Retinol hilft auch bei Pickeln, da es die Talgproduktion reduziert und die Hornschicht gering hält.

Bei der Anwendung gilt dennoch besondere Vorsicht, denn der Stoff kann deine Haut lichtempfindlicher (anfälliger für UV-Strahlung) machen. Trage ihn daher immer nur abends auf und fange mit einer geringen Konzentration des Stoffes an. Sobald die Sonnenstunden weniger sind und deine Haut sich mehr an den Stoff gewöhnt hat, kannst du zu einer höheren Konzentration umsteigen. Zudem solltest du Retinol nicht in einer Schwangerschaft nutzen, da es in seltenen Fällen zu Komplikationen kommen kann. In der Wissenschaft sind drei Fälle bekannt, in denen es im ersten Trimester zu Komplikationen kam. So eine Studie der British Association of Dermatologists aus dem Jahr 2015.

So funktioniert Vitamin C

Vitamin C findest du nicht nur in Zitrusfrüchten, sondern auch in der Hautpflege. Es ist auf der Haut ein wirksamer Stoff gegen freie Radikale, also schädliche Umwelteinflüsse. So erklärt das die Dermatologin und Skincare-Influencer:in Dr. Emi auf ihrem Instagram-Kanal. Zu den schädlichen Umwelteinflüssen gehören zum Beispiel Sonnenstrahlung oder Luftverschmutzung. Es ist zudem ein Antioxidans, welches dabei helfen kann, Hautschäden wie Sonnenschäden oder Pickelmale zu verringern.

Bei Vitamin C musst du ebenfalls darauf achtgeben, wie und wann du es anwendest. Da Vitamin C vor Umwelteinflüssen schützt, ergibt es am meisten Sinn, Vitamin C morgens anzuwenden. Zudem solltest du ebenfalls nach der Verwendung eine Sonnencreme auftragen, da es sonst zu Irritationen kommen kann.

Die goldene Regel: Immer Sonnencreme auftragen

Sonnencreme ist nicht nur an heißen Sommertagen ein Muss auf der Haut. Eigentlich solltest du Sonnenschutz im Prinzip jeden Morgen auftragen. Das hat mehrere Gründe: Zum einen lassen UV-Strahlen die Haut schneller altern, so erklärt der Skincare-Influencer xskincare auf seinem Kanal. Das gilt auch, wenn man die Sonne nur mit einem Fenster dazwischen abbekommt. Die UV-Strahlung kann zudem zu Hautkrebs führen. Natürlich schützt Sonnencreme im Sommer auch gegen Verbrennungen.

Sonnencreme Retinol Vitamin C
Auf Sonnencreme solltest du gerade bei den Wirkstoffen nicht verzichten. Foto: AegeanBlue / Getty Images via Canva

Gerade bei den Inhaltsstoffen im Sommer musst du also besonders darauf achten, Sonnenschutz aufzutragen. Kleiner Tipp: Schaue auf den UV-Index in deiner Wetter-App, wenn du nach der Temperatur schaust. Der zeigt dir an, ob du einen starken Lichtschutzfaktor oder einen etwas Schwächeren brauchst. Zudem zeigt er dir an, wann du Sonnenschutz brauchst.

Diese Inhaltsstoffe funktionieren unkomplizierter

Vitamin C und Retinol sind nicht die einzigen Inhaltsstoffe, die wissenschaftlich bewiesen gut für die Haut sind. Zum Beispiel können Ceramide dabei helfen, die Hautbarriere zu stärken. Niacinamid hilft zum Beispiel auch bei der Regulierung der Talgproduktion und funktioniert einfacher als Vitamin C.

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Fazit: Benutze die Produkte richtig

Alles in allem kannst du auch im Sommer Vitamin C und Retinol benutzen. Trotzdem solltest du besonders im Sommer darauf achten, dass du Sonnenschutz aufträgst, damit die Stoffe dir helfen und nicht schaden.

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