Karottenöl ist DAS Beauty-Must-Have des Spätsommers, denn es erhält die knackige Sommerbräune und lässt die Haut strahlen. Aber das ist nur ein guter Grund, um das kleine Wunderöl in deinem Badschrank zu haben. Es gibt noch viele mehr.

Warum wir aus Karotten Öl machen

Die Karotte wurde schon lange in der Medizin verwendet, weil man ihr zurecht eine blutreinigende Wirkung zusprach und setzte sie zum Beispiel gegen Geschwüre oder Magenbeschwerden ein. Inzwischen wissen wir, dass Karotten auch bei der Blutbildung helfen und das Immunsystem stärken. Dabei wurden Karotten oder auch Möhren nicht nur von innen, sondern auch außen angewendet.

Die heilende Wirkung kommt von Vitamin A, C, E, B1, B2, Calcium und  Beta-Carotin, welches in Karotten enthalten ist. Und da kommt das Karottenöl ins Spiel, denn durch die Konsistenz erleichtert es die Aufnahme über die Haut. Deshalb wird es in vielen Cremes oder Gesichtsölen verwendet.

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Karotten gibt es in allen Formen und Farben.(Photo: shutterstock/Milaspage)

Fun Fact: Wusstest du, dass Karotten eigentlich gar nicht unbedingt orange und süß waren? Tatsächlich waren Karotten früher eher scharf und hatten wohl viele verschiedene Farben. Unsere orangen Karotten gibt es erst seit dem 17. Jahrhundert.

Wirkung von Karottenöl 

Karotten haben viele wertvolle Vitamine, die deinen Körper unterstützen können, deshalb gehören sie unbedingt auf deinen Speiseplan. Warum sie aber auch in dein Beauty-Arsenal gehören, erfährst du hier:

1. Anti-Ager

Im Karottenöl stecken viele Antioxidantien und eben das straffende Vitamin A, du kannst es also als natürliches Anti-Aging benutzen. Junge Menschen können einen Tropfen Karottenöl in ihre tägliche Pflege mixen, reifere Haut kann auch Karottenöl als kompletten Step in die Gesichtspflegeroutine einbauen.

2. Gegen Akne und Narben

Karottenöl wurde in der Medizin oft auch gegen Hautausschlag und Ekzeme benutzt. Daher ist es auch optimal geeignet bei Akne- und Aknenarben. Dank des Vitamin A‘s kann es auch helfen, Dehnungsstreifen schneller verblassen zu lassen.

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Halte deine Sommerbräune mit Karottenöl länger frisch.(Photo: Unsplash/Jernej Graj)

3. Für längere Bräune & den Glow

Dank der orangen Farbe des Öls, kann man es als eine Art natürlichen Selbstbräuner nutzen, der auch im Winter eine gesunde Gesichtsfarbe zaubert. Die Wirkung hält einige Zeit lang an und wird durch das Carotin ausgelöst, welches sich in den obersten Hautschichten anlagert und für die Farbe sorgt.

Außerdem ist unsere Haut mit Carotin besser auf UV-Strahlen vorbereitet und die Bräune bleibt länger. Wenn du noch nicht sicher bist, ob du die leichte Verfärbung magst, dann teste das Öl erst auf der Hand oder deinem Arm oder schwäche es ab, indem du es mit anderen Ölen mischst.

4. Bei Pigmentflecken

Da Karottenöl natürliches Vitamin C enthält, kann es auch bei Pigmentstörungen eingesetzt werden und das gesamte Hautbild ebenmäßiger machen.

5. Als Tagesserum

Durch die Antioxidantien und den leichten UV-Schutz der Carotine ist Karottenöl die perfekte Basis um deine Haut den Tag über zu schützen. Ein genauer Lichtschutzfaktor wurde bisher allerdings noch nicht ermittelt. Deshalb ist Karottenöl niemals ein ausreichender Schutz vor der Sonne.

Olivenöl
Karottenöl schützt deine Haut vor schädlichen Umwelteinflüssen.

6. Für starke Spitzen & gesunde Kopfhaut

Wenn du splissige Spitzen hast, dann kann eine kleine DIY-Haarmaske mit Karottenöl helfen, diese zu stärken und zumindest vor noch mehr Spliss zu bewahren. Auch deine Kopfhaut kann davon profitieren, wenn sie trocken und gereizt ist. Mische hierfür Karottenöl immer zusätzlich mit einem Feuchtigkeitsspender wie z.B. Aloe vera-Gel.

Haare nehmen übrigens die karottige Farbe nicht an. Außerdem solltest du das Öl immer nach 10 bis 20 Minuten Einwirkzeit auswaschen.

7. Entspannend und anregend als ätherisches Öl

Angeblich soll Karottenöl aphrodisierend und entspannend wirken. Dafür nutzt man das ätherische Öl und verteilt es etwa auf seinen Schläfen oder in einem Zerstäuber.

Beauty
Anders als normales Öl färbt Karottenöl ab. Du solltest es also nicht auf Kleidungsstücke kommen lassen.

Wie du Karottenöl anwenden solltest

  1. Da Karottenöl eine färbende Wirkung hat, solltest du es immer vorher auf einer kleinen Stelle Haut testen, um zu sehen, ob dir die Färbung gefällt oder deine Haut auf das Öl reagiert. 
  2. Bevor du es aufträgst, sollte die Haut angefeuchtet sein. Im Gesicht kannst du davor zum Beispiel ein Gesichtswasser benutzen oder auf dem Körper ein Body Mist. Dann lässt sich das Karottenöl nämlich leichter verteilen und du stellst sicher, dass es keine ungleichmäßigen Verfärbungen gibt.
  3. Natürlich kannst du es auch einfach mit einer Feuchtigkeitspflege mischen und zusammen auftragen.
  4. Außerdem wichtig: Regelmäßiges Peelen, damit alte Hautschüppchen entfernt werden.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Reines Karottenöl gibt es im Handel eigentlich gar nicht, denn es wird fast immer mit einem Trägeröl gemischt, wie etwa dem Jojobaöl. Das reine Karottenöl wird übrigens aus dem Samen und nicht der Frucht gewonnen. 

Damit es die volle Wirkung zeigt, solltest du darauf achten, dass es außer Karottenöl und einem natürlichen Trägeröl keine schädlichen Inhaltsstoffe wie Silikone, Duft- oder Farbstoffe enthält. Mit einem Bio- oder Naturkosmetiksiegel kannst du auf Nummer sicher gehen.

Preislich ist Karottenöl meistens etwas höher, wenn du gute Qualität haben willst. Es gibt aber auch günstige Drogerie-Alternativen.

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Karottenöl sorgt für lange Sommerbräune

Und tut deiner Haut auch sonst ziemlich gut. Achte beim Kauf darauf, dass du ein Karottenöl holst, dessen Basisöl du verträgst. Wenn du also zum Beispiel schlechte Erfahrung mit Jojobaöl im Gesicht gemacht hast, solltest du ein Karottenöl ohne Jojoba holen.

Wenn du noch mehr Beauty-Elixiere kennenlernen willst, solltest du unbedingt Kokosöl oder Bakuchiol probieren. Oder einfach mehr Melone knabbern.