Schon der Erste hat Milliarden gekostet – und die langfristigen Folgen sind noch nicht anzusehen. Jetzt muss Deutschland durch den zweiten Lockdown. Und die Wirtschaft wird das laut Experten noch teurer zu stehen kommen. Wir sagen dir, was die Corona-Einschränkungen kosten werden und welche Branchen besonders unter der Krise leiden.

Zweiter Lockdown wird richtig teuer

Der rasante Anstieg an Corona-Neuinfektionen ließ der Bundesregierung keine andere Wahl, als Deutschland ein weiteres Mal in den Lockdown zu schicken – wenn auch nur in der light-Version. Waren im März und April auch Kitas und Schulen dicht, ist bisher keine Kinderbtreuuung oder Homescooling geplant. Trotzdem dürften die wirtschaftlichen Folgen des zweiten Lockdowns immens sein.

Zu diesem Schluss kommt auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die „Welt am Sonntag“. Das errechnete die unglaubliche Summe von rund 19,3 Milliarden Euro, die der zweite Lockdown die Wirtschaft kosten wird.

Diese Branchen sind am härtesten betroffen

Und wo wird der zweite Lockdown besonders tiefe Löcher in die Kassen reißen? Klar, in der Gastronomie und dem Hotelgewerbe. Laut DIW müssen diese Branchen mit 5,8 Milliarden Euro Einbußen rechnen. Sollte die Prognose stimmen, wäre das ein Verlust von 55 %der üblichen Wirtschaftsleistung in einem Vierteljahr.

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Auch für die Event- und Sportbranche ist der zweite Lockdown wirtschaftlich gesehen ein Desaster. 2,1 Milliarden Euro gehen den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung durch die Lappen. Auch die Industrie gehört mit einem Verlust von 5,2 Milliarden Euro zu den Verlierern des zweiten Lockdown. Und auch der Handel wird laut Berechnungen ein Minus 1,3 Milliarden Euro einfahren. Weitere wirtschaftliche Leidtragende der Corona-Einschränkungen sind Unternehmensdienstleister, Logistikunternehmen und auch Kinobetreiber.

Wie gravierend sich die Lockdowns auf die Wirtschaft auswirken, zeigt auch die Grafik des Statistikportals statista über die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP). 2020 wird es laut der Prognose des DIW um 6 % gegenüber dem Vorjahr sinken. 2021 werden sogar nur noch 4,1 Prozent berechnet.

Entwicklung des BIP von 2008 bis 2019 und Prognose bis 2022
Die statista-Grafik zeigt die Entwicklung des BIP von 2008 bis 2019 und Prognose bis 2022.(Photo: statista)

Folgen der Corona-Krise kaum abzusehen

Auch, wenn die Bundesregierung Hilfspakete für 156 Milliarden (!) Euro schnürt und die Kurzarbeit verlängert – Die Folgen der Corona-Krise für die Wirtschaft sind kaum zu beziffern. Denn, da sind sich die Virologen und Politiker einig: Mit dem zweiten Lockdown ist die Corona-Pandemie noch lange nicht besiegt. Und so wundert es nicht, dass Finanz-Experten mittlerweile von der größten Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik ausgehen.

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