Fans sorgten sich in den vergangenen Wochen um Rapperin Shirin David (26). Die Musikerin wird in nächster Zeit ihren eigenen Eistee vertreiben und kündigte dies vor rund einem Monat in einem YouTube-Video an. Dabei fiel Zuschauern auf, dass die 26-Jährige in einer Szene mit ihren Fingern der linken Hand ihren Daumen umschlossen hatte – dies entspricht dem internationalen Handzeichen für häusliche Gewalt. Doch David gab nun Entwarnung.

„Es war einfach ein Versehen“

In einem neuen Video, in dem Shirin David ihr zweites Studioalbum ankündigt, ging die Musikerin auf die viel diskutierte Szene ein. Sie habe in ihrem Video, „versehentlich das Handzeichen für häusliche Gewalt gemacht und dieser Ausschnitt ist auf TikTok und sonst überall viral gegangen“, erklärte die Rapperin. Ihr gehe es aber gut und sie sei wohlauf. Allerdings wolle sie sich für die vielen Nachrichten bedanken, die sie seit dem Video erhalten habe. Sie wisse das sehr zu schätzen.

„Es war einfach ein Versehen“, betonte sie abermals. „Ihr wisst, wenn ich viel gestikuliere, vor allem mit den langen Nägeln, passiert es schnell, dass ich irgendwelche Bewegungen mache.“ Das dadurch entstandene Missverständnis täte ihr „wahnsinnig leid“. Sie habe sich aber bewusst dagegen entschieden, ein Video nur über das Handzeichen zu machen, um das Thema nicht unnötig aufzubauschen. Ihre Fans rief David auf, trotzdem immer auf dieses Zeichen zu achten und es ernst zu nehmen, falls es ihnen irgendwo begegnen sollte.

Das steckt hinter dem Handzeichen

Das Handzeichen gegen häusliche Gewalt entsteht, indem man die flache Hand nach vorne zeigt, dann den Daumen zur Handfläche führt und diesen mit den übrigen Fingern umschließt. So entsteht eine Faust, die den Daumen einschließt. Das Zeichen hat die Canadian Women’s Foundation vor rund einem Jahr ins Leben gerufen, um vor allem in Videochats international verständlich um Hilfe rufen zu können. Denn besonders während der Pandemie stieg die Zahl an Fällen von häuslicher Gewalt dramatisch an.

Shirin David wies in ihrem aktuellen Video darauf hin, dass es für Frauen, die häusliche Gewalt erleben, ein Hilfsangebot des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben gibt. Das Hilfstelefon ist 365 Tage im Jahr rund um die Uhr kostenfrei unter der Nummer 08000 116016 erreichbar. Hilfe für Gewalt gegen Männer gibt es unter der Nummer 0800 1239900.

(jru/spot)