Am Dienstag (20. April) wurde das Gerichtsurteil im Fall des ermordeten George Floyd (1973-2020) verkündet. Der Ex-Polizist Derek Chauvin (45) wurde in allen Punkten schuldig gesprochen. Das genaue Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden. Die Reaktionen der Stars reichen von vorsichtiger Erleichterung bis zu Tränen der Freude.

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama (59) twitterte, das Gericht habe „das Richtige getan“. Aber „wahre Gerechtigkeit“ erfordere „viel mehr“. Der 59-Jährige und seine Ehefrau Michelle Obama (57) würden für die Familie von George Floyd beten. „Wir stehen mit all denen zusammen, die sich dafür einsetzen, jedem Amerikaner das volle Maß an Gerechtigkeit zu garantieren, das George und so vielen anderen verweigert wurde.“

Oprah Winfrey hat nach Urteilsspruch vor Freude geweint

Talkshow-Queen Oprah Winfrey (67) schrieb zu einem Foto von George Floyd auf Instagram, sie sei „erleichtert – und emotional auf eine Weise, die ich nicht erwartet hatte“. Sie habe „vor Freude geweint“, als das Urteil verlesen wurde. Schauspieler Jamie Foxx (53) teilte ebenfalls ein Bild des verstorbenen Afroamerikaners und wandte sich in seinen Worten auf Instagram direkt an Floyd: „Es ist ein bittersüßer Moment. Ich bin froh und erleichtert, dass die Person, die dir und deiner Familie diese schrecklichen Dinge angetan hat, für schuldig befunden wurde.“

Bitterkeit bleibe aufgrund des verlorenen Lebens, der Tränen, die vergossen wurden, und der Herzen, die gebrochen wurden, schrieb Foxx. Das Urteil gebe jedoch „Hoffnung, dass wir das Unrecht bessern können, das in diesem Land vorherrscht“. Sängerin Lizzo (32) erklärte in einem Instagram-Video, sie habe „nichts zu sagen, aber alles zu fühlen“. Mit Tränen in den Augen sagte sie: „Gerechtigkeit wäre, wenn niemand hätte sterben müssen.“ Trotzdem versuche sie vor allem Erleichterung über den Schuldspruch zu empfinden.

Justin Timberlake: Urteil ist „nur der erste Schritt“

Sänger und Schauspieler Justin Timberlake (40) twitterte: „Dieses Urteil ist nur der erste Schritt in einer langen Reihe von Ungerechtigkeiten gegen die schwarze Gemeinschaft, oft ohne Konsequenzen.“ Mit dem Hashtag „#PoliceReformNOW“ forderte er eine Polizeireform in den USA. Ähnlich äußerte sich auch Schauspielerin Kerry Washington (44) auf Twitter: „Der Kampf für Gerechtigkeit ist nicht vorbei. Wir haben noch viel Arbeit zu erledigen.“

George Floyd war bei einer Festnahme am 25. Mai 2020 in Minneapolis im Alter von 46 Jahren ums Leben gekommen. In Videos war zu sehen, wie Polizisten den Afroamerikaner am Boden festhielten. Derek Chauvin drückte dabei sein Knie etwa neun Minuten auf Floyds Hals, obwohl dieser darauf aufmerksam machte, nicht atmen zu können. Der Tod George Floyds zog weltweite Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus unter dem Motto „Black Lives Matter“ nach sich. Chauvin wurde nun in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen: Mord zweiten Grades, Mord dritten Grades und Totschlag zweiten Grades.

(tae/spot)