Konservative Menschen wollen die Welt so bewahren, wie sie ist. Bloß keine Veränderungen! Denn diese könnten bestehende Traditionen oder Regeln durcheinanderbringen. Daher leben sie ganz nach dem Motto: If it ain’t broken, don’t fix it.

Doch woher kommt der Konservativismus und was zeichnet konservative Menschen aus?

Daran erkennst du konservative Menschen

Sie haben es nicht leicht. Sie wollen an dem festhalten, was für sie richtig ist – und das, obwohl sich die Welt laufend ändert. Sie trauern alten Zeiten nach, in denen noch „alles besser war“, verstehen die Jugend nicht und haben Schwierigkeiten mit emanzipierten Frauen. Doch ist das nicht etwas übertrieben?

Nicht ganz, denn genau diese Merkmale zeichnen den Konservativismus aus. Der Konservative ist ein Pragmatiker und will an dem festhalten, was er für gut und richtig hält. 

Sind deine Eltern konservativ?

Noch immer lässt sich in vielen Familien ein traditionelles Familienbild erkennen. Mama in Teilzeit, Papa in Vollzeit – die Rollen sind klar geregelt. Sie kümmert sich um die Familie und er schafft das Geld ran. Das bedeutet: Frauen müssen beruflich noch immer zurückstecken.

Eltern Kind Sofa
Kommt dir der Konservativismus bekannt vor?

Kinder spielen im Hinblick auf konservative Sichtweisen eine wichtige Rolle. Dabei befindet sich das traditionelle Familienbild bei den jüngeren Generationen mehr denn je im Wandel. Nicht selten entscheiden sich Kinder der Generation Y dafür, dass sie selbst keine Kinder wollen und lassen sich immer häufiger sterilisieren (mehr zum Thema Sterilisation für Frauen findest du hier). Geht mit dieser Einstellung auch der Konservativismus zurück? 

Ganz so leicht ist das nicht, denn der Ursprung liegt weit zurück.

Ursprung des Konservativismus

Der Beginn des Konservativismus ist schon eine ganze Weile her. Denn er entstand im 18. Jahrhundert als Gegenbewegung zu den Umwälzungen der Französischen Revolution. Dabei versuchten die Anhänger im 19. Jahrhundert an den Ordnungen der Monarchie festzuhalten. Es war ihnen wichtig, dass die Verteilung von Macht und Reichtum bestehen blieb und nicht durch Neuerungen verändert wurde.

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg öffnete sich der Konservativismus gegenüber modernen Entwicklungen. Jedoch setzte er sich dann vor allem für einen starken Rechtsstsaat ein, der die Sicherheit gewährleistet. Denn nach konservativem Denken sollen Veränderungen in der Gesellschaft behutsam gestaltet werden. Besteht der Grundgedanke somit noch immer?

Der Grundgedanke ist noch immer präsent

Doch nach und nach scheint der Konservativismus zu verschwinden – zumindest ein Stück weit. Denn die Prioritäten der jüngeren Generation verändern sich. Heiraten ist Jüngeren nicht mehr so wichtig, Kinder spielen keine so große Rolle (mehr darüber erfährst du hier: Ich will keine Kinder) mehr und Flexibilität ist mehr denn je gefragt. 

Kind, Malen
Jüngere Generationen entscheiden sich immer häufiger gegen Kinder und traditionelle Familienbilder.(Photo: KayaMe/Shutterstock)

Jüngere Menschen sind häufig offener gegenüber fremden Kulturen, neuen Technologien oder verschiedenen Beziehungsmodellen. Die Offenheit gegenüber Veränderungen zieht sich bei den jüngeren Generationen durch alle Lebensbereiche.

Fazit: Der Konservativismus lässt nach!

Konservative Menschen gibt es noch immer und wird es wohl auch immer geben. Dennoch verschwinden traditionelle Rollenbilder und festgefahrene Ansichten immer mehr. Stattdessen wird Platz geschaffen für neue Ideen und größere Veränderungen.

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