James Levine ist tot. Der langjährige künstlerische Leiter der Metropolitan Opera in New York ist am 9. März im Alter von 77 Jahren gestorben, wie erst am heutigen Mittwoch (17. März) bekannt wurde. Die Todesursache ist bisher nicht bekannt, laut des Hausarztes des Dirigenten handelte es sich aber um einen natürlichen Tod.

Insgesamt dirigierte Levine zwischen 1971 und 2017 mehr als 2.500 Aufführungen von 85 verschiedenen Opern in dem weltberühmten Opernhaus. Zwischen 1999 und 2004 zog es ihn als Chefdirigent zu den Münchner Philharmonikern, danach als Musikdirektor zum Boston Symphony Orchestra. Nach einem Sturz während eines Konzerts und darauf folgenden gesundheitlichen Beschwerden legte er 2011 sein Amt in Boston nieder, 2016 gab er auch seinen Posten als Chefdirigenten des Met ab.

Schlagzeilen überschatteten seinen Ruhestand: 2017 warfen ihm mehrere Männer teilweise langjährigen sexuellen Missbrauch vor. Eine interne Untersuchung der Met kam zu dem Schluss, dass er „seinen Ruf und seine Machtposition genutzt hat, um Künstlern nachzustellen und sie zu missbrauchen“. Levine dementierte die Vorwürfe und forderte eine Millionenentschädigung von der Met, scheiterte allerdings vor Gericht.

(mia/spot)