Die heiße Zeit des Jahres beginnt gerade: Das bedeutet aber nicht nur, dass wir wieder kurze Röcke, nackte Oberkörper und sexy Sommer-Cocktails zu unserem Alltag zählen. Wir werden auch mit den negativen Seiten des beginnenden Sommers rechnen: Die Hitze in der Wohnung wird bei vielen Menschen wieder unerträglich. Vor allem in der Nacht können viele nicht schlafen. Andere leiden darunter, dass sie sich am Tage nicht auf ihre Arbeit konzentrieren können. In diesem Artikel findest du die besten Tipps und Tricks, mit denen du deine viel zu heiße Wohnung herunterkühlst.

Mona Schäffer
Mona wohnt in einer heißen Wohnung. Foto: Mona Schäffer

Unsere Redakteurin Mona kennt sich höchstpersönlich sehr gut damit aus, in einer viel zu heißen Wohnung zu überleben und es sich so angenehm wie möglich zu machen. Sie kennt sich mit schlaflosen Nächten, Schweißperlen auf der Stirn und Hitze von über 30 Grad gut aus.

1. In den Morgenstunden lüften

In Deutschland gehört das Lüften einfach zu einem guten Leben mit dazu. Wenn jemand sagt „Hier muss mal ordentlich stoßgelüftet werden.“, dann wissen wir alle, was damit gemeint ist. Die meisten von uns lüften beim nach Hause kommen, andere lüften nach dem Aufstehen.

Nice to Know: Das Lüften ist tatsächlich ein deutsches Phänomen, das es auch schon vor der Coronapandemie gab. In anderen Sprachen gibt es zwar Ausdrücke für das Lüften, doch es wird bei weitem nicht so vehement betrieben wie bei uns. In Kolumbien gibt es das Wort „airer“ für „lüften“ und in Japan ist man sich darüber bewusst, dass man frische Luft braucht. Deswegen werden die japanischen Häuser so gebaut, dass 24 Stunden lang ein frisches Lüftchen dadurch weht. Mehr dazu kannst du hier nachlesen.

Am besten wird in den Morgenstunden gelüftet, wenn die Luft noch nicht zu heiß und stickig ist. Nicht nur Dachgeschossbewohner sollten unbedingt die Morgenstunden zum Lüften nutzen. Bedeutet: Sämtliche Türen und Fenster öffnen, um die Restkühle der Nacht in die Wohnung zu lassen.

2. Am Abend die Jalousien herunterfahren

Genauso wichtig wie am Morgen zu lüften ist es, schon am Abend die Jalousien herunterzulassen. So lässt du die schräge und doch sehr starke Abendsonne nicht in die Wohnung und die kann schneller herunterkühlen.

3. Wasser überall

Wasser ist in einem heißen Sommer dein allerbester Freund. Nicht nur zum Trinken: Auch als Kühlmittel lässt sich Wasser im Sommer nutzen. Zerstäuber und Luftbefeuchter sorgen für eine Erfrischung zwischendurch. Außerdem ist es ratsam, die Vorhänge bei trockener Hitze zu befeuchten. Bei guter Belüftung führt dies zu einem angenehmen Kühleffekt. Hilfreich kann es zudem sein, im Bad kaltes Wasser über die Arme laufen zu lassen oder ein kühlendes Fußbad zu nehmen.

4. Geräte ausschalten

Jedes Elektrogerät erzeugt bei Betrieb Wärme. Das gilt vor allem für herkömmliche Glüh- und Halogenlampen. Moderne, effiziente LED-Lampen verbrauchen weniger Energie und erzeugen weniger Abwärme.

Auch andere Elektronikgeräte wie Laptops, Fernseher oder Handys geben Wärme ab, weshalb es sich hier ebenfalls lohnt, die Benutzung auf ein Minimum zu reduzieren und sie abends ganz auszuschalten. Das Ganze wirkt sich auch positiv auf den Geldbeutel aus, da so weniger Energiekosten entstehen.

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Die Hitze in der Wohnung bekämpfen, indem du weniger Geräte nutzt. Foto: Getty Images/ Hinterhaus Productions

5. Ventilator statt Klimaanlage

Wer für etwas Abkühlung sorgen möchte, kann auch einen Ventilator oder eine Klimaanlage nutzen. Dass Ventilatoren im Vergleich zur Klimaanlage günstiger im Verbrauch sind, wird wahrscheinlich niemanden überraschen. Erstaunlich ist aber, wie viel dabei in einem Jahr zusammenkommt: Wie der Energieanbieter Eon berechnet hat, lassen sich im Vergleich rund 70 Euro Stromkosten im Jahr einsparen.

Eine Klimaanlage für einen etwa 25 Quadratmeter großen Raum kann ausgehend von einer halbtägigen Nutzung an 50 Tagen im Jahr schnell rund 80 Euro kosten. Ein Ventilator verbraucht unter denselben Bedingungen dagegen Strom im Wert von etwas weniger als zehn Euro – und ist somit sowohl günstiger als auch deutlich umweltschonender.

6. Freie Fläche schaffen

Zu guter Letzt hilft es, mehr freie Flächen in der Wohnung zu schaffen, denn: je weniger Gegenstände, desto geringer die gefühlte Temperatur. Zum Beispiel können schwere Teppiche, Kissen sowie dicke Decken und Gardinen über die Sommermonate im Keller eingelagert werden, denn diese speichern zusätzlich Hitze.

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In der eigenen Wohnung sollte man es gemütlich haben und nicht allzu viel schwitzen. Foto: Gettyimages/ Westend61

Fazit: Diese Fehler solltest du nicht machen, wenn es zu heiß wird

Im Sommer ist deine Wohnung dein Rückzugsort. Du solltest dich hier so gemütlich und gut wie möglich fühlen. Achte also darauf, dass du im Sommer genug Wind, Schatten, und Wasser in deine Wohnung lässt. Mache außerdem nicht den Fehler, dass du viele unnütze Geräte angeschaltet hast. Auch das Kochen mit hohen Temperaturen kann dazu führen, dass du in deiner Wohnung viel zu viel schwitzt. Wenn du diese Fehler vermeidest, kannst du es schaffen, dich im Sommer vor einer zu heißen Wohnung zu schützen.