Veröffentlicht inBuzz

„Geht gar nicht“: Altkanzler Schröder kritisiert Impfskeptiker Kimmich

Auch Gerhard Schröder äußert sich im Rahmen der Debatte um den Impfstatus von Bayern-Profi Joshia Kimmich. Es sei wichtig, „dass möglichst viele Menschen sich noch impfen lassen“.

Altkanzler Gerhard Schröder hat inzwischen seine Booster-Impfung erhalten.. © imago images/Metodi Popow
Altkanzler Gerhard Schröder hat inzwischen seine Booster-Impfung erhalten.. © imago images/Metodi Popow

Der Impfstatus des Fußballprofis Joshua Kimmich (26) beherrscht seit Tagen die deutschen Medien. Dass der Bayern-Profi bisher nicht geimpft ist, sorgte vielerorts für Diskussionen. Auch Altkanzler Gerhard Schröder (77) äußerte sich nun auf dem Portal „LinkedIn“ zu der Angelegenheit.

Schröder erklärt zunächst, dass er am heutigen 26. Oktober bei seinem Hausarzt eine Auffrischimpfung gegen das Coronavirus erhalten habe. Er sei der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) gefolgt, die Personen ab 70 Jahren dazu rate.

Es sei nun „wichtig, dass möglichst viele Menschen sich noch impfen lassen oder – sofern sie zu der entsprechenden Personengruppe zählen – eine Booster-Impfung bekommen“. Schröder empfiehlt, die Angebote zu nutzen und sich bei Zweifeln etwa von seiner Hausärztin oder dem Hausarzt aufklären zu lassen. Und das gelte „übrigens auch für Fußball-Profis“. Kimmich hatte am vergangenen Wochenende bekannt gemacht, bisher nicht gegen das Virus geimpft zu sein und dies mit einem Fehlen von „Langzeitstudien“ begründet.

„Verantwortung, nicht nur gegenüber seinen Mitspielern auf dem Platz“

Kimmich habe in seiner Rolle als Profi und Nationalspieler „eine Verantwortung, nicht nur gegenüber seinen Mitspielern auf dem Platz“. Schröder sei sich jedoch sicher, „dass die Vereinsführung von Bayern München und der DFB ihm raten werden, diese unbegründeten Bedenken zu überwinden“.

Über den Sinn der 2G-Regel (nur Genesene und Geimpfte erhalten Zugang), die auch in manchen Stadien gelte, könne man streiten. Schröder selbst bevorzuge eine 3G-Regel (geimpft, genesen oder getestet), die kontrolliert werden müsse. Jedoch „eines geht nun gar nicht: Ausnahmen für die Profis auf dem Platz, während sich die Fans auf den Rängen an die Regeln halten müssen.“

Nur eine Impfung mache laut Altkanzler Schröder einen Weg zurück zu „gesellschaftlicher Normalität“ möglich. „Vor dieser Realität darf man die Augen nicht verschließen – weder als Fußballprofi noch als Bürger“, erklärt er weiter. In einem neuen Podcast, der noch im Laufe der Woche veröffentlicht werden soll, möchte Schröder weiter auf dieses und auf weitere Themen eingehen.

(wue/spot)