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Die britische Virusvariante sollten wir echt ernst nehmen. Foto: gettyimages/JOHN THYS /

Es ist wirklich gruselig, wenn man darüber nachdenkt, was das Coronavirus macht. Es kommt wie ein Lebewesen daher, das sich entwickelt, verändert und an den Menschen anpasst. Es gibt jetzt bereits erste Hinweise darauf, dass die Mutation des Virus aus Großbritannien nicht nur sehr viel ansteckender ist, sondern auch tödlicher. 

Das sind die Hinweise auf die Tödlichkeit des Virus

Die Datenlage ist bisher noch recht gering. Das liegt vor allem daran, dass die Variante des Virus noch recht jung ist. Langzeitwirkungen der Virusmutation können demnach noch nicht besonders nachhaltig analysiert werden.

Wenn die alte, bereits bekannte Virusvariante 10 von 1.000 Menschen über 60 Jahren dahinraffte, sind es bei der neuen Virusvariante ganze 13 von 1.000 Menschen.

Es gehe dabei aber zunächst nur um Risikopatienten von über 60 Jahren. Das Klinikpersonal sei nicht betroffen. Bis jetzt. 

Sicher ist aber dennoch, dass die Virusvariante um einiges ansteckender ist. Wie viel ansteckender genau sie ist, kann dennoch auch nicht gesagt werden. Bisher sind von 30 % bis 70 % die Rede, die die Virusvariante mehr auf Andere überspringt. Andere Virologen gehen von 50 % aus. 

Laut dem Epidemiologe Timo Ulrichs sind aber auch das keine gesicherten Informationen. Interessant ist dabei, dass das neue ansteckende Virus nicht eine Patientengruppe eher befällt als eine andere. Alte Menschen werden davon genauso befallen wie junge Menschen. Auch wenn er sich nur bei Älteren als tödlicher erweist.

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Wir sollten uns echt Sorgen um Großbritannien machen

Scheiß auf Brexit, Scheiß auf die verhärteten Grenzen zwischen der EU und Großbritannien. Denn den Briten geht es gerade echt richtig mies. Die Krankenhäuser sind komplett überlastet und das liegt unter anderem zum großen Teil an der Virusvariante B.1.1.7, die im Land zum Spukwort geworden ist. Weltweit hat Großbritannien die höchste Anzahl von Corona-Toten: 16,5 Tote pro eine Million Menschen.

Die Impfung ist im Moment die einzige Hoffnung

Wir hören es immer wieder und überall. Trotzdem ist es wichtig, uns ins Gedächtnis zu rufen, dass der Imfpstoff uns noch richtig aus der Scheiße rausholen kannn. Wenn er denn kommt. Momentan gibt es in ganz Europa große Lieferschwierigkeiten wegen Produktionsausfällen bei verschiedenen Impfstoffen. Großbritannien hatte sich durch den Brexit schon bei der Impfbestellung besser aussehen lassen. Britannien hat im Gegensatz zu Deutschland bereits 5,4 Millionen Menschen mit einer ersten Impfdosis beglückt. In Deutschland sind es gerade einmal 1,5 Millionen Menschen.

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