Arnold Schwarzenegger (74) verabschiedet sich in einem ausführlichen Brief von Ivan Reitman (1946-2022). Der „Ghostbusters“-Regisseur ist am Samstagabend im Alter von 75 Jahren gestorben. Schwarzenegger hat dem Erfolgsregisseur viel zu verdanken. Er war der Erste, der das komödiantische Potenzial des „Terminator“-Stars erkannte.

„Ivan Reitman ist eine Legende“, beginnt der Hollywood-Star seine Botschaft, die er auf Twitter veröffentlichte. „In Hollywood war er überlebensgroß. Er war der König der Komödie.“ Er würdigt Ivan Reitman aber nicht nur als Filmemacher. „Er war ein Mensch“, schreibt der gebürtige Österreicher weiter. Er benutzt dabei in seinem englischen Text bewusst das jiddische Wort „Mensch“. Diese Bezeichnung verwendet man im Amerikanischen nur für Personen mit ausgeprägter humanistischer Gesinnung.

Reitman machte Schwarzenegger zum Komödien-Star

Reitman besetzte den durch „Terminator“ auf Actionrollen festgelegten Star gegen den Strich für seine Komödie „Twins“. Der Ex-Bodybuilder aus der Steiermark bildete 1988 mit Danny DeVito (77) ein ungleiches Brüderpaar. Mit „Kindergarten Cop“ folgte eine weitere Erfolgskomödie des Duos Reitman/Schwarzenegger. 1994 kam für „Junior“ auch noch einmal DeVito dazu.

„Ich werde ihm immer dankbar sein, dass er diesem österreichischen Action-Helden die Chance gegeben hat, in einer Komödie zu spielen, in einer Zeit, in der die Studios wollten, dass ich mich darauf konzentriere, neue Wege zu finden, Bösewichte zu töten, Dinge in die Luft zu jagen und ein paar Muskeln zu zeigen“, fasst Schwarzenegger seine Dankbarkeit zusammen.

Sie arbeiteten an der „Twins“-Fortsetzung „Triplets“

Für dieses Jahr war eine weitere Komödie des Trios Reitman/Schwarzenegger/DeVito geplant. Im Herbst sollten die Dreharbeiten zu „Triplets“ beginnen, der Fortsetzung von „Twins“, mit US-Comedian Tracy Morgan (53) als weiterem Bruder. „Es war eine Freude, in den letzten Jahren mit ihm an ‚Triplets‘ zu arbeiten und einmal mehr seine Leidenschaft und sein Genie aus nächster Nähe zu erleben“, schwärmt Schwarzenegger über den lange geplanten Film.

„Ich kann nicht glauben, dass ich nicht mehr mit ihm arbeiten werde und nicht mehr mit ihm über das Leben sinnieren werde. Aber ich weiß auch, dass Ivan nicht weg ist, er ist immer noch bei uns. Er ist hier, auf so vielen Seiten meiner Lebensgeschichte. Und wenn Sie jemals das Glück hatten, ihn zu treffen oder seine Arbeit zu erleben, ist er auch Teil Ihrer Geschichte“.

(smi/spot)