Die USA sind derzeit keine Sitcom mehr, sondern schon ein wahrer Katastrophenfilm. Die Unruhen in Washington sind nur die Spitze eines sehr großen Eisberges, auf den die USA über das letzt Jahr hinweg zugesteuert hat. Demonstranten schlagen sich vor dem Kapitol gegenseitig die Köpfe ein, die Polizei ist ratlos und Donald Trump twittert munter in seiner Law & Order-Manier weiter. Bis er nun erst einmal gesperrt worden ist. 

Amtsübergabe: Donald Trump wird gehen, aber nicht kampflos

Der US-Kongress bestätigte Joe Biden bereits als neuen US-Präsidenten. Und auch Donald Trump hat langsam verstanden, was die Welt schon vor zwei Monaten mitbekommen hat: Er hat wohl die Wahl verloren. Deswegen will er nun endlich eine „geordnete Amtsübergabe“ zulassen. An sich will er das Wahlergebnis aber weiterhin nicht akzeptieren und gibt sich kämpferisch.

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Und wieder einer oben ohne: Trump-Fans sind große Supporter ihres eigenen Schwabbels und werden immer wieder oben ohne gesehen.(Photo: imago images/ZUMA Press)

„Selbst wenn ich mit dem Ergebnis der Wahl absolut nicht übereinstimme und die Fakten mich bestätigen, wird es trotzdem am 20. Januar eine geordnete Amtsübergabe geben“,  sagte Donald Trump tatsächlich. Da seine Twitter-Konten derzeit aber gesperrt sind, kam die Nachricht durch seinen Vize-Stabschef Dan Scavino.

Das sei „das Ende der größten ersten Amtszeit in der Geschichte des Präsidenten“, so Trump. Keine kleinen Brötchen backt der Mann, das muss man dem gelbhaarigen Opa schon lassen.

„Ich habe immer gesagt, wir würden unseren Kampf fortsetzen, um sicherzustellen, dass nur legale Stimmen gezählt werden. Es ist nur der Beginn unseres Kampfes, Amerika wieder großartig zu machen.“ Interessant, dass Trump von legalen Stimmen spricht, da er ja noch vor wenigen Tagen in Georgia versucht hat, die Stimmen neu und für auszählen zu lassen.

Im Video: So ist Donald Trumps Frau Melania drauf.

Donald Trumps Flucht noch vor der Übergabe?

Die große Frage ist derzeit aber, wie eine solche Amtsübergabe aussehen könnte. Denn Donald Trump hat gestern höchstpersönlich angekündigt, dass er zur Amtsübergabe ganz gerne in seine Golfresidenz in Mar-a-Lago fliehen würde. Auch ein Trump-Hotel in Schottland war bereits im Gespräch. Er will so wenig mit dieser Fake-Wahl, wie er sie nennt, zutun haben. Problematisch ist das aus zwei Gründen:

  1. Wir stecken mitten in einer weltweiten Pandemie und reisen ist generell gerade nicht die erstbeste Frezeitbeschäftigung.
  2. Das Zepter des Präsidenten dem Nachfolger zu überreichen, ist amerikanische Tradition. Eigentlich sollte sich Trump da nicht querstellen. 

Noch mehr Trump?

Endlich wurde Trump auf Twitter gesperrt. Die Lügen, die er sich heute und gestern geleistet hat, sind selbst dort nicht mehr tragbar.

Hast du dich eigentlich auch schon einmal gefragt, warum Trumps Anhänger immer oben ohne herumlaufen? Ich habe mal einen Erklärungsversuch unternommen.