Die Verhandlungen rund um Donald Trump nehmen einfach kein Ende. Es ist noch immer nicht geklärt, ob der Ex-Präsident der Vereinigten Staaten für die „Anstachelung seiner Anhänger“ das Kapitol zu stürmen verurteilt werden kann oder nicht. Die Anwälte der Demokraten und der Republikaner streiten sich seit dem 06.Januar 2021 darum, ob Trump Schuld an der Gewalt trägt oder nicht.

Donald Trump ist noch nicht aus dem Schneider 

Die Anwälte Donald Trumps müssen ihren Boss an vielen Stellen erst einmal verteidigen. Denn noch immer hat der Ex-Präsident seine Niederlage gegen Joe Boden im November letzten Jahres nicht offiziell zugegeben. Ob Donald Trump seine Niederlage zugebe oder nicht, sei aber irrelevant, so die Anwälte. Es ginge in dem Verfahren nur darum, ob er seine Anhänger zu einem Gewaltmarsch angestachelt hätte .

Donald Trumps Anwälte sind sich sicher, dass ihr Schützling nur für friedliche Proteste plädiert habe. Auch wenn eine seiner Aussagen war: »Wenn ihr nicht wie der Teufel kämpft, werdet ihr kein Land mehr haben.«

Donald Trump & Madonna: Interessanter Vegleich 

Die Anwälte Trumps zogen zudem ein aus dem Jahr 2016 stammendes Video von der Popikone Madonna aus dem Hut, wo sie bei einem Women’s March verbal darum kämpfte, Hilary Clinton statt Donald Trump zu wählen. Das Video ist in Deutschland leider nicht mehr verfügbar. Madonna spricht auf der Bühne davon, das „Weiße Haus zu sprengen“. Die Anwälte Trumps sehen das als ähnlichen Aufruf zur Gewalt. 

Wie steht es um Donald Trumps Amtsenthebungsverfahren?

Donald Trumps Amtsenthebungsverfahren ist in vollem Gange! Und dabei geht es vor allem um eine Frage: Hat Donald Trump seine Anhänger dazu aufgestachelt, das Kapitol am 6. Januar zu stürmen? Die US-Demokraten versuchen gerade genau das zu belegen und haben dafür Audiomaterial auf den Tisch gelegt, das es wirklich in sich hat. 

Was bringt das Amtsenthebungsverfahren überhaupt? Schließlich ist er ja nicht mehr im Amt

Wenn das Amtsenthebungsverfahren von Donald Trump erfolgreich verläuft, wird der Ex-Präsident rückwirkend von seinem Amt enthoben. Und das hätte fatale Folgen für ihn. Denn dann könnte er nicht noch einmal zu einer Präsidentschaftswahl antreten.

Wie hat es Donald Trump überhaupt so weit geschafft? Das erfährst du im Video.

Donald Trumps Impeachment-Verfahren: Schockierendes Videomaterial aufgetaucht

Laut der New York Times haben sich die Mitarbeiter von Trumps Gegnerin Nancy Pelosi, der Sprecherin des Repräsentantenhaus, in einem Raum eingeschlossen und um Hilfe geflüstert. Pelosi selbst wurde von der Polizei aus dem Gebäude geholt und in Sicherheit gebracht. Die 80-Jährige hätte laut Augenzeugenberichten sonst um ihr Leben fürchten müssen.

Aber die Mitschnitte zeigen noch etwas anderes. Nämlich, dass auch das Leben von dem damaligen Vizepräsident Mike Pence auf dem Spiel stand. Nach der Bestätigung von Joe Bidens Wahlsieg war Pence bei Trump in Ungnade gefallen. Zwar wurde er in letzter Sekunde noch von Polizisten beschützt. Doch: Die Videos zeigen, wie Trumps Anhänger immer wieder den Tod des Politikers fordern und rufen „Hängt Mike Pence“ und „bringt uns Mike Pence“

Die Demokratin Stacey Plaskett erklärte sogar, dass Präsident Trump ihn und Pelosi zur Zielscheibe erklärt hätte und der gewalttätige Mob die beiden daraufhin gejagt hätte.

Die verstörenden Mitschnitte zeigen in aller Deutlichkeit, wie brutal Trumps Mob vorgeht. Und dass er nicht davor zurückschreckte, Polizisten anzugreifen.

Wie geht es jetzt weiter?

Trotz der Aufnahmen steht immer noch die große Frage im Raum, ob Donald Trump für den Sturm aufs Kapitol wirklich verantwortlich gemacht werden kann. Für ein erfolgreiches Impeachment-Verfahren bräuchte es neben den Stimmen der Demokraten auch 17 Republikaner-Stimmen

Aber: Es sieht bislang nicht so aus, als würden alle dafür benötigten Stimmen zusammen kommen. 

Für alle, die gespannt auf die Ereignisse in die USA schauen und sich fragen, wann denn ein Ergebnis zu erwarten ist: Das werden wir wahrscheinlich am Wochenende erfahren. 

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Ist Donald Trump wirklich pleite? Unsere Redakteurin hat das einmal ausgerechnet.

Der Ex-Präsident wurde eigentlich auf Twitter gesperrt. Doch er hat einen Weg gefunden, trotzdem auf die Plattform zurück zu kommen.