Immer wieder machen Pleitegerüchte um Donald Trump die Runde. In Wahrheit aber scheffelt der scheidende US-Präsident Millionen. Wie kann das sein?

Als Donald Trump im Oktober bei einer Wahlkampf-Veranstaltung dieses Jahres indirekt einen Bericht der New York Times bestätigte, dass er unglaubliche 421 Millionen Dollar Schulden hätte, waren viele geschockt.

Doch Donald Trump wäre ja nicht Donald Trump, wenn er auch zu so einem Riesen-Betrag einen frotzelnden Spruch auf den Lippen hätte. „400 Millionen Dollar sind Peanuts, das ist nur ein kleiner Teil meines Vermögens“, sagte er damals vor laufenden Kameras. Wer hätte gedacht, dass der Noch-Präsident hier ausnahmsweise mal die Wahrheit spricht?! Denn tatsächlich ist Donald Trump reich, stinkreich sogar.

So reich ist Donald Trump

Nach Berechnungen des Magazins Forbes verfügt Mr. President tatsächlich über ein Vermögen von rund 2,5 Milliarden US-Dollar.

Das meiste Geld hat der 74-Jährige mit seinen Immobilien verdient. Ein großer Teil seines Vermögens macht das halbe Dutzend Gebäude in New York aus, die ihm gehören. Darüber hinaus gehören Trump noch einige Hotels, Casinos und Golfclubs und ein Weingut. Zusätzlich hat er seinen Namen an Unternehmen auf der ganzen Welt lizenziert.

Dass bei dieser unfassbar hohen Summe nicht alles mit rechten Dingen zuging, lässt ein Zitat Trumps erahnen, dass Forbes auf seiner Seite veröffentlichte: „Ich habe viele Finanzkurse bei Wharton [Business School, Anmerkung der Redaktion] besucht. Zuerst haben sie einem alle Regeln und Vorschriften beigebracht. Dann haben sie einem beigebracht, dass diese Regeln und Vorschriften eigentlich dazu da sind, um gebrochen zu werden.“

Erfahre im Video mehr über den kuriosen Lebenslauf des Donald Trump.

So trickst Trump bei den Zahlen

Und genau dieses Wissen hat der scheidende US-Präsident in den letzten Jahren immer wieder angewandt. So deckte die New York Times Ende September die krummen Steuerpraktiken des Staatsoberhauptes der USA auf. 

In elf von 18 Jahren zwischen 2000 und 2017 habe Trump demnach keine Einkommenssteuer auf Bundesebene gezahlt. In 10 von 15 Jahren zahlte er zwar, war aber trotzdem ziemlich knausrig. Gerade einmal 750 Dollar beglich er in diesem Zeitraum. Das macht gerade einmal 0,68 % seiner Steuern aus, wie wir hier schon mal ausgerechnet haben.

Doch damit nicht genug. Die 421 Millionen Dollar Schulden, die Trump als Peanuts bezeichnet, sind Kredite, für die der Unternehmer persönlich bürgt. Allein 100 Millionen Dollar nahm er für seinen Trump Tower in New York auf. Obwohl in den kommenden vier Jahren der Großteil der Schulden fällig ist, hat der US-Präsident kaum etwas zurückgezahlt.

Trump ist wohlhabend, aber es steht schlecht um seine Geschäfte

Doch warum nimmt Donald Trump überhaupt Kredite auf? Zwar behauptet er immer wieder ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein. Die Realität sieht allerdings anders aus. Laut der New York Times fährt er mit vielen seiner Unternehmen hohe Verluste ein.

Allein für seine Golfclubs summierten sich die Verluste zwischen den Jahren 2000 und 2018 auf 315 Millionen Dollar. Auch sein Hotel in Washington schreibt rote Zahlen. Doch diese Verluste helfen ihm wiederum, Steuern einzusparen.

Die schlecht laufenden Geschäfte schlagen sich auch in seinem Vermögenswert nieder. Im Vergleich zum Vorjahr ist Donald Trump um 600 Millionen Dollar ärmer. Am reichsten war Donald Trump ein Jahr vor seiner Präsidentschaft. 2016 wurde ein Vermögen von rund 4,5 Milliarden Dollar ermittelt.

Für September 2020 ermittelte Forbes 2,5 Milliarden US-Dollar. Das heißt, dass sich sein Vermögen seit seiner Amtszeit fast halbiert hat. Wie reich Donald Trump tatsächlich ist, lässt sich kaum nachvollziehen. Das Forbes-Magazin schätzt das Vermögen z. B. anhand von Bargeld, Aktien, Beteiligungen an Unternehmen, Immobilien und Kunstobjekten. Ob diese Berechnungen tatsächlich stimmen, wird oft angezweifelt. Und gerade bei Trump sind diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen.

Wie geht es weiter mit Donald Trump?
Krampfhaft hält der amtierende US-Präsident an seiner Macht fest. Grund dafür dürfte seine Zukunft bei einer Niederlage sein: Ihm drohen Knast und Armut. Und seine Gattin? Laut Insidern soll Melania Trump schon an der Scheidung feilen.