Ist dir das eigentlich auch schon untergekommen: Du scrollst dich durch deinen Instagram-Feed und auf einmal siehst du ein Bild mit einem Impfdöschen. Darunter steht: „AstraZeneca zu verteilen. Wer zuerst schreibt, bekommt den ersten Termin.“ Dem Team von wmn ist das schon öfter in den Feed gespült worden. Einen Impftermin über Instagram ergattern – diesen Sommer wird das wohl öfter passieren.

Impfangebote auf Instagram: Hast du auch schon eins bekommen?

Das ist – zugegeben – eine recht eigenartige Art und Weise an den Impftermin heranzukommen. Doch es scheint derzeit Gang und Gebe zu sein, dass Impftermine über Social Media vergeben werden. Woher kommt das und ist das vielleicht sogar ein zwielichtiges Geschäft? wmn hat sich mal umgehört.

Stelle dir zunächst die entscheidende Frage, wenn du dich fragst, ob du generell ein Impfangebot annehmen darfst: Wer ist impfberechtigt? Das ist nämlich die Frage. Wie der Impfstoff unter die Leute gebracht wird, ist danach unerheblich. Seit letzter Woche ist auch Impfgruppe 3 dazu berechtigt geimpft zu werden. Die Impfpriorisierung wird weiter aufgelöst, während immer mehr Menschen geimpft werden. Der Impfstoff AstraZeneca wurde bereits vor Wochen von seiner Priorisierung befreit und kann problemlos auch an jüngere bzw. an ältere Menschen verimpft werden. Viele Experten empfehlen jungen Menschen aber keine Impfung mit dem Impfstoff. 

Übrigens: Zur Impfgruppe 3 zählen die Menschen, die mit einer erhöhten Priorität geimpft werden sollten. Dazu zählen nicht nur vorerkrankte jüngere Menschen, sondern auch Journalist:innen und Menschen in systemrelevanten Berufen.

Darauf solltest du bei den Impfangeboten auf Instagram achten

Die Impfangebote auf Instagram sind vielleicht verlockend, aber man sollte dennoch immer darauf achten, mit wem man es zutun hat. Wenn dir ein Angebot von vornherein komisch vorkommt, dann vertrau auf deinen Instinkt und nimm es nicht an. Auf Instagram kann jede:r etwas hochladen und das muss nicht unbedingt Qualität bedeuten.

Tatsächlich ist es aber so, dass viele Impftermine derzeit nicht wahrgenommen werden und aus diesem Grund Impfstoff liegen bleibt. Manche Menschen schwänzen die zweite Impfung, nachdem die erste vorbei ist. Andere sind sich keiner Impf-Schuld bewusst und haben einfach keine Lust, sich eine bestimmte Impfung spritzen zu lassen. Vor allem AstraZeneca stand in den letzten Monaten oft und lange in der Kritik. Es gibt also durchaus Berechtigung, die Impfungen auch auf Social Media feilzubieten. Stell dir dennoch diese beiden Fragen, bevor du über Instagram ein Impfangebot annimmst.

Kennst du die Person? Ist die Person, die dir ein Impfangebot über Isntagram macht, vielleicht eine alte Schulkameradin oder ein Nachbar, von dem du weißt, dass er oder sie eine medizinische Ausbildung gemacht hat? Dann kannst du dir sicher sein, dass dich hier niemand übers Ohr haut.

Kennst du die Institution? Wenn du zur Impfung in ein zwielichtiges Hinterhaus gelockt wirst, dann ist es wahrscheinlich ein Fake. Impfungen gegen Corona dürfen und sollten nur von medizinischem Fachpersonal verimpft werden und das an offiziellen Impfstellen wie beispielsweise Krankenhäusern oder Hausarztpraxen. Wenn du noch nie von der Adresse gehört hast, dann suche sie im Netz auf und vergewissere dich, dass es dort seriös zugeht.

Wenn dir alles klar ist und du den Menschen hinter den Profilen vertraust, dann kannst du sie einfach anschreiben und nach einem Termin bitten. Wenn noch etwas frei ist, werden sie dir schnell antworten und einen Termin vergeben.

Sicherer Impftermin über offizielle Behörden

Einen durch und durch sicheren Weg an einen Impftermin heranzukommen, sind die offiziellen Behörden. Auf Impftermin-Service.de kann sich ebenfalls jeder einen Impftermin geben lassen. Allerdings sind hier die Wartezeiten meist höher.

Wusstest du, warum wir über Pfingsten wahrscheinlich doch nicht in den Urlaub fahren können, auch wenn die Inzidenzen immer weiter sinken?