Es ist ein spektakuläres Ereignis, das (fast) jeden Tag in London stattfindet – und ein Muss für Touristen: die Ablösung der Wachen vor dem Buckingham Palast. Doch seit März 2020 fiel das traditionelle „Changing of the Guards“ Corona-bedingt flach. Doch am Montag (23. August) marschierten die Wachen wieder mit ihren berühmten Bärenfellmützen. Um 11 Uhr war es wie gewohnt so weit: Die New Guards wechselten vor dem Buckingham Palast die Old Guards ab.

Begleitet wurde die Zeremonie wie stets von einer Militärkapelle. Wie unter anderem die „Daily Mail“ berichtet, brachte das Orchester zu Ehren der britischen Olympiamannschaft diesmal die Olympische Hymne zu Gehör. Außerdem thematisch passende Songs wie „Gold“ von Spandau Ballett, „One Moment in Time“ von Whitney Houston (1963-2012, die Hymne der Spiele von 1988 in Seoul) oder die Titelmelodie von „Stunde des Siegers“, des oscarprämierten Sportfilms von 1981.

500 Jahre alte Tradition

Die Wachablösung vor dem Buckingham Palast geht zurück auf Heinrich den VII. (1457-1509), ist damit schon über 500 Jahre alt. In der Zeit von April bis Juli findet das 30-minütige Spektakel jeden Tag statt, zwischen August und März jeden zweiten Tag. Bei schlechtem Wetter fällt der Wechsel ins Wasser. Die 17-monatige Pause wegen der Corona-Pandemie ist also nicht das erste Ereignis, das „Changing of the Guards“ verhinderte.

(smi/spot)