„Ich will immer noch Gerechtigkeit.“ Mit diesen Worten richtete sich Sängerin Britney Spears (39) Ende Oktober 2021 nicht nur an ihre knapp 35 Millionen Follower bei Instagram. Es war auch eine direkte „Nachricht an meine Familie… die mich tiefer verletzt hat, als ihr jemals wissen könnt.“ Die neuesten Entwicklungen im Vormundschaftsprozess legen nahe, was Spears mit diesen Sätzen gemeint haben könnte. Denn neben Vater Jamie Spears, seit jeher Streitfigur der „Free Britney“-Bewegung, erhebt die Sängerin nun auch explizite Vorwürfe gegen ihre Mutter Lynne.

Die Chronologie zur Freiheit

In Sachen Vormundschaft machte Britney Spears zuletzt riesige Fortschritte vor Gericht. 13 Jahre lang lenkte Vater Jamie Spears ihre Geschicke und, so der Vorwurf, ihr gesamtes Leben. Doch inzwischen ist er von einer Richterin in Los Angeles als Vormund der Sängerin abgesetzt worden. Mehr noch: Am 12. November 2021 wird entschieden, ob Britney Spears endgültig von einer Vormundschaft befreit wird.

Der Wunsch nach Freiheit könnte also bald schon in Erfüllung gehen. Bleibt der Wunsch nach Gerechtigkeit. Hinter dem Manöver von Jamie Spears, sich plötzlich selbst für ein Ende der Vormundschaft seiner Tochter einzusetzen, wittert Britney Spears Anwalt Mathew Rosengart blankes Kalkül.

In neuen Gerichtsdokumenten, die dem US-Magazin „People“ vorliegen sollen, hinterfragt Rosengart demnach Jamies Motive. Nicht die Liebe zu seiner Tochter sei der Grund für diesen Sinneswandel, sondern der Versuch, sich dringlicher Fragen zu entziehen. Etwa jene, ob er seine Tochter per Video und Telefon überwachen ließ. Oder wie viel Geld er in den vergangenen 13 Jahren vom Vermögen seiner Tochter ausgab – und wofür. Antworten würde Britney Spears‘ Anwalt gerne unter Eid von Jamie Spears bekommen.

Die Abrechnung mit der Mutter

Nur selten kam in den vergangenen 13 Jahren auch der Name von Britney Spears‘ Mutter Lynne auf. Ein Umstand, der dem Popstar offenbar schwer zusetzt. In einem weiteren Instagram-Post, der inzwischen nicht mehr auf ihrer Seite zu finden ist, ging Spears hart mit ihrer Mutter ins Gericht.

„Page Six“, die Klatschseite der „New York Post“, veröffentlichte einen Screenshot des gelöschten Beitrags, darin heißt es etwa: „Mein Vater mag die Vormundschaft vor 13 Jahren angefangen haben. Aber was die Menschen nicht wissen, ist, dass meine Mutter diejenige war, die ihn auf die Idee gebracht hat. Ich werde diese Jahre nie zurückbekommen, sie hat heimlich mein Leben ruiniert.“ Dass ihre Mutter und sonstige Familienmitglieder keine Ahnung davon hatten, was all die Jahre vor sich ging, kauft Britney Spears niemandem mehr ab – „ihr wisst genau, was ihr getan habt.“

(stk/spot)