Der Gedanke an die Bachelorarbeit allein treibt schon den Puls vieler Studienbeginner:innen in die Höhe. Umso schlimmer wird es oft, wenn die Bachelorarbeit direkt bevorsteht. Damit du diese wichtige Phase deines Studiums weitestgehend stressfrei und koordiniert überstehst, haben wir dir einen Zeitplan für deine Bachelorarbeit zusammengestellt. Wenn du dich an diese Richtlinien hältst, kann dich nichts schocken!

Zeitplan für die Bachelorarbeit: Wie früh ist früh genug?

Bei der Planung, wie viel Zeit du für deine Bachelorarbeit brauchst, solltest du großzügig sein. Natürlich kommt es immer auf dein Studienfach, deinen Forschungsbereich und die Anforderungen deiner Universität an. Grundsätzlich solltest du aber vier Monate für deine Bachelorarbeit einplanen. Wenn du dann merkst, dass du gar nicht so viel Zeit brauchst, ist das eindeutig besser, als wenn die Zeit hinten heraus knapp wird.

Wie du die vier Monate strukturieren solltest und welche Etappen deiner Bachelorarbeit am längsten brauchen, erfährst du jetzt.

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Am Ende (fast) jeden Studiums steht eine Bachelorarbeit. Mach dir deshalb rechtzeitig einen Zeitplan. Foto: imago images / Westend61 /

1. Planungsphase

Am Anfang eines jeden Vorhabens steht ein guter Plan! Zu Beginn solltest du dir also gut zwei bis vier Wochen nehmen, um dir eine genaue Strategie zurechtzulegen, gründlich über das Thema deiner Bachelorarbeit nachzudenken und schon eine vorläufige Gliederung zu erarbeiten.

Die muss natürlich noch nicht endgültig und auch noch nicht perfekt sein, ein grundsätzlicher Aufbau hilft dir aber deine nächsten Schritte zu gehen. Manche Quellen sagen, die Vorbereitungszeit sollte – inklusive der Recherchephase – etwa 40 % deines gesamten Zeitplans in Anspruch nehmen. Natürlich ist das immer eine individuelle Entscheidung, aber vielleicht helfen dir diese Prozentsätze, um einen realistischen Plan zu entwerfen.

Übrigens: Im Internet findest du ganz viele kostenlose Vorlagen für einen Zeitplan für deine Bachelorarbeit. Du kannst dir einfach einen herunterladen und nach deinen Bedürfnissen ausfüllen.

2. Recherchephase

In dieser Phase des Zeitplans, die genau genommen auch noch zur Vorbereitungsphase gehört, solltest du die meiste Zeit in der Bibliothek verbringen. Durchforste Bücher, Magazine und Publikationen nach dem Thema deiner Bachelorarbeit, markiere dir wichtige Stellen und leihe dir Bücher aus. So solltest du nach etwa drei Wochen eine große Sammlung an Literatur haben, die die Grundlage für deine Bachelorarbeit sein wird.

Wenn du selbst eine Studie durchführen willst, solltest du noch etwas mehr Zeit einplanen. Denn dann kommt die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung dieser noch dazu. Vielleicht verbringst du dann aber etwas weniger Zeit in der Bibliothek…

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Den Großteil der Zeit deiner Recherche solltest du in der Bibliothek verbringen. Foto: shutterstock/BalanceFormCreative / shutterstock/BalanceFormCreative

3. Der Schreibprozess – die heiße Phase!

Nach etwa sechs bis acht Wochen solltest du jetzt an dem Punkt sein, dass du dich bereit fühlst, mit dem Schreiben zu beginnen. Die nächste Phase des Zeitplans für deine Bachelorarbeit solltest du dir in kleine Häppchen aufteilen, die du in einem bewältigen kannst, beispielsweise: fünf Tage für die Einleitung, zwei Wochen für den Hauptteil und so weiter… So kannst du dich voll und ganz in dein Thema vertiefen, ohne immer wieder unterbrochen zu werden und an anderer Stelle weiterarbeiten zu müssen.

Insgesamt solltest du auch für diese Phase genug Zeit einplanen – einen Monat mindestens. Versuche wirklich in einen Schreibflow zu kommen, so vermeidest du, dass sich die Phase unendlich lange hinzieht und erzielst eine flüssige, stimmige Schreibweise.

4. Die Abschlussphase

Deine Arbeit ist fertig geschrieben, die Fragestellung beantwortet und jegliche Literatur zitiert? Perfekt, das Schlimmste ist geschafft. Jetzt geht es vor allem um formelle Dinge. Plane für die Abschlussphase nochmal etwa zwei Wochen ein. Zunächst solltest du deine Arbeit zum Korrekturlesen und in die Plagiatsprüfung geben.

So werden grammatikalische Fehler, sowie falsche Zitationen direkt herausgefiltert. Außerdem solltest du ganz genau die Formalia deiner Bachelorarbeit durchgehen, die von deiner Universität vorgeschrieben sind. Nicht, dass dir ein falsches Jahr am Ende zum Verhängnis wird…

Wenn du dir sicher bist, dass deine Arbeit fehlerfrei ist, ist es Zeit, sie drucken und binden zu lassen. Mach das ruhig ein bis zwei Wochen vor Abgabe, denn falls etwas schiefgeht, hast du so noch genug Zeit, die Fehler zu verbessern.

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Am Ende deiner Arbeit solltest du immer jemanden Korrektur lesen lassen. Foto: IMAGO/ Addictive Stock

Bachelorarbeit: Lass dich nicht stressen!

Klar – sich nicht stressen zu lassen, ist nicht so einfach wie man denkt, aber tatsächlich gibt es viele kleine Tricks und Kniffe, wie du unnötigen Stresssituationen aus dem Weg gehen kannst. Sich einen komfortablen Zeitplan zu machen ist nur einer davon. Du solltest außerdem darauf achten, dir ein Thema auszusuchen, dass ich tatsächlich interessiert und zu dem die Forschungslage gut ist. Nur so schaffst du es, dich stetig zu motivieren und eine spannende Arbeit zu schreiben.

Am Ende des Tages solltest du dir aber auch immer wieder ins Gedächtnis rufen – es ist nur eine Arbeit und das haben schon ganz viele andere vor dir geschafft!

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