Du hast mal wieder ein Vorstellungsgespräch ergattern können und hast dich auch gut darauf vorberietet? Dann sollte deinem Bewerbungsgespräch eigentlich nichts mehr im Weg stehen, oder? Leider unterlaufen aber auch den Besten ab und zu so einige kleine Pannen und Fehler, durch die die Chance auf ein Jobangebot trotz guter Vorbereitung immer kleiner wird.

Damit dir das in Zukunft nicht (mehr) passiert, zeigen wir dir in diesem Artikel wichtige Vorstellungsgespräch Tipps, mit denen du dein Bewerbungsgespräch im Notfall retten kannst.

6 Pannen bei einem Vorstellungsgespräch & Tipps, mit denen du das Gespräch rettest

Kleine Peinlichkeiten passieren in vielen alltäglichen Situationen und das ist auch nicht weiter schlimm. In einem Vorstellungsgespräch hingegen können dich diese kleinen Pannen jedoch den Job kosten. Besser ist es also, wenn du dich auf alle Eventualitäten vorbereitest. Deshalb sind hier sechs Situationen, die dir genauso passieren könnten und passende Tipps, wie du dein Vorstellungsgespräch trotzdem noch retten kannst:

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1. Blackout

Ein Blackout hat doch wirklich jede:r mal. Oft ist das nur ein Anzeichen für extreme Aufregung. In einem Vorstellungsgespräch kann so ein Blackout jedoch zu einem Problem werden, vor allem dann, wenn du gerade relevante Informationen über dich erzählen möchtest und dir plötzlich nicht mehr einfällt, was du eigentlich gerade sagen wolltest.

Wichtig hierbei ist, dass du nicht einfach so tust, als ob nichts wäre. Das könnte letztendlich dazu führen, dass du vergisst, wichtige Dinge zu erwähnen und gar nicht alles präsentierst, was in dir steckt. Auch von ironischen Ausreden solltest du in einem solchen Moment besser absehen. Das sieht nämlich meistens so aus, als könntest du deine Schwächen nicht zugeben.

Setzte stattdessen lieber auf Ehrlichkeit und entschuldige dich für die Aufregung. Anschließend machst du eine kurze Pause, in der du ein paar Mal tief durchatmest und dann noch einen Schluck trinkst. Das hilft dir, dich wieder zu konzertieren.

Weißt du jetzt immer noch nicht, wo du stehen geblieben warst oder was du sagen wolltest, leite das Gespräch doch auf ein anderes passendes Thema um, zu dem du gerade mehr parat hast. Beispielsweise könntest du über deine Motivation für diese Position sprechen oder (falls du das noch nicht getan hast) von deiner Erfahrung und Expertise in dem relevanten Bereich reden.

Frau Handy
Wenn dein Handy während des Vorstellungsgesprächs klingelt, solltest du diesen Tipp anwenden. Foto: imago images/Westend61

2. Handy klingelt

In der morgendlichen Aufregung vor einem Vorstellungsgespräch kann es schnell passieren, dass du einfach vergisst, dein Handy auf lautlos zu stellen. Das erstmal nicht tragisch. Blöd wird es nur dann, wenn dein Handy dann während des Vorstellungsgesprächs klingelt. In diesem Fall solltest du das auf gar keinen Fall leugnen. Wenn du dein Handy gehört hast, wird es auch die/der Personaler:in gehört haben.

Entschuldige dich stattdessen liebe für das Klingeln deines Handys, nimm es aus der Tasche und schalte es ganz aus. Und zwar wirklich ganz. Sollte es noch ein zweites Mal klingeln, kann dich das die Chance auf den Job kosten.

3. Den Namen des Ansprechpartners/der Ansprechpartnerin vergessen

Du bist schon mitten in deinem Vorstellungsgespräch, doch die Vorstellungsrunde ging so schnell, dass du dir vor lauter Aufregung nicht alle Namen einprägen konntes. Und jetzt möchtest du diese eine Person namentlich ansprechen. Doch wie hieß die Person noch gleich?

Wenn dir diese Situation bekannt vorkommt oder du schon weißt, dass du dir Namen grundsätzlich nicht so schnell merken kannst, solltest du diesen Vorstellungsgesprächs Tipp beherzigen: Sei auch in dieser Situation einfach ganz ehrlich und teile den Personaler:innen mit, dass dir das vorhin etwas zu schnell ging und es dir jetzt auch ein bisschen peinlich ist, nochmal nachfragen zu müssen, wie die Person heißt. Sprich die Person, dessen Namen du vergessen hast, am besten direkt an.

Wenn du die Person zum Schluss jetzt noch mit dem richtigen Namen verabschiedest, macht das übrigens nochmal einen besseren Eindruck. So beweist du, dass du dir den Namen diesmal wirklich gemerkt hast.

4. Falsches Outfit

Das passende Outfit für das Vorstellungsgespräch stellt so manch eine:n vor eine Herausforderung. Lieber mit Jeans und Hemd oder Bluse oder doch lieber etwas schicker? Grundsätzlich ist es besser, overdressed als underdressed zu einem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Doch wenn du voll gestylt dort auftauchst und die/der Personaler:in ist eher leger gekleidet, kann das schon zu einer unangenehmen Situation werden.

Davon solltest du dich jedoch nicht aus dem Konzept bringen lassen. In diesem Fall ist es besser, das Ganze zu kaschieren. Steh zu deinem Outfit und lass dir keine Unsicherheit anmerken. Immerhin weißt du jetzt, dass du für die Arbeit in diesem Beruf nicht jeden Morgen Stunden im Badezimmer verbringen musst.

Fleck auf Kleidung
Entdeckst du kurz vor deinem Vorstellungsgespräch einen Fleck auf deiner Kleidung, solltest du dir das nicht anmerken lassen. Foto: Getty Images via Canva.com

5. Fleck auf Kleidung

Du hast zwar das richtige Outfit gewählt, aber im morgendlichen Stress ist dir glatt entgangen, dass sich ein Fleck direkt auf deinem Oberteil befindet? In diesem Fall ist es ebenfalls ratsam, den Fleck einfach zu ignorieren und zu hoffen, dass ihn niemand sieht.

Wenn du allerdings merkst, dass dein:e Personaler:in den Fleck bereits entdeckt hat, ist es besser, die ganze Sache mit Humor zu nehmen. Beispielsweise könntest du dann so etwas sagen, wie: „Oh man, jetzt haben Sie den Fleck doch entdeckt. Aber dazu gibt es eine lustige Geschichte…“

So lockerst du die Situation etwas auf und es wirkt nicht so, als wärest du ungepflegt. Wenn du jetzt wirklich noch eine witzige Geschichte parat hast, weswegen du einen Fleck auf deinem Oberteil hast, ist das natürlich noch besser.

6. Verspätung

An manchen Tagen ist einfach der Wurm drin. Da hast du dir extra drei Wecker gestellt und trotzdem hast du ein paar Minuten verschlafen. Oder du hast es geschafft, pünktlich aus dem Haus zu kommen und trotzdem kam der Bus wieder viel zu spät. Das ist zwar sehr ärgerlich, jedoch kannst du das in diesem Moment nicht mehr ändern.

Du hast also keine andere Wahl als mit Verspätung zu deinem Vorstellungsgespräch zu erscheinen. Leider macht das nicht wirklich den besten ersten Eindruck. Bist du einmal angekommen, solltest du dir jedoch selbst den Gefallen tun, und keine Ausreden für deine Verspätung erfinden. Die kommen meistens eh nicht gut an und im Vorstellungsgespräch erst recht nicht.

Entschuldige dich stattdessen lieber aufrichtig für deine Verspätung und bitte darum, das Vorstellungsgespräch wie geplant abhalten zu dürfen. Wenn du vorher die Möglichkeit hast, kannst du auch jemanden aus diesem Unternehmen anrufen, um deine:n zukünftige:n Arbeitgber:in schon vorab über deine Verspätung zu informieren. So riskierst du nicht, dass man auf dich wartet.

Frau wartet an U-Bahn
Wenn du die Möglichkeit hast, solltest du deine:n Arbeitgeber:in schon vorab über deine Verspätung informieren. Foto: IMAGO / Westend61

Fazit: Pannen passieren trotz Vorstellungsgesprächs Tipps

Aber ganz egal, wie gut du dich vorbereitet hast und welche kleinen Peinlichkeiten du damit unbedingt vermeiden wolltest: Pannen passieren immer. Aber das ist auch nicht schlimm. Die meisten Fehler passieren schließlich, weil du aufgeregt bist und das ist nur ein Zeichen dafür, dass du den Job wirklich haben möchtest. Und das wissen auch die Personaler:innen.

Wenn dir also doch mal eine kleine Peinlichkeit unterläuft, die du nicht durch Humor oder eine gekonnte Gesprächsüberleitung kaschieren kannst, mach dir keine Sorgen. Kaum ein Vorstellungsgespräch wird durch nur einen kleinen Fehler schlechter und die Chance auf den Job hast du weiterhin!

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