Nicht alle Mitarbeiter:innen kennen ihre Stärken oder Möglichkeiten. Oft ist das einer der Gründe dafür, weshalb sie nicht ihr volles Potenzial nutzen und somit eigentlich viel bessere Arbeit leisten könnten. Es gibt allerdings eine Methode, mit der du alles aus deinen Mitarbeiter:innen herausholen kannst. In diesem Artikel zeigen wir dir deshalb, was es mit den sogenannten SWOT-Strategien auf sich hat und wie du sie bei deinen Mitarbeiter:innen anwendest.

Das versteht man unter den SWOT-Strategien

Viele Mitarbeiter:innen kennen ihr volles Potenzial gar nicht. Häufig kommt es infolgedessen dazu, dass Aufgaben angefangen, aber nicht zu Ende gebracht werden. Oder die Aufgaben hätten deutlich besser erledigt werden können. Um das in Zukunft zu vermeiden, bietet es sich an, eine sogenannte SWOT-Analyse bei diesen Mitarbeiter:innen durchzuführen. SWOT steht für:

  • S – Strengths (Stärken)
  • W – Weaknesses (Schwächen)
  • O – Opportunities (Möglichkeiten)
  • T – Threats (Risiken)

In einer SWOT-Analyse versuchst du gemeinsam mit deinen Mitarbeiter:innen herauszufinden, wo das Problem liegt und wie ihr es in Zukunft beheben könnt. Häufig endet eine solche Analyse darin, ein Ziel oder einzelne Aufgaben neu zu definieren.

SWOT Strategien Gespräch
Mit einer SWOT-Analyse bringst du deine Mitarbeiter:innen zu Bestleistungen. Foto: imago images/Westend61

So wendest du die SWOT-Strategie bei deinen Mitarbeiter:innen an

Die SWOT-Strategien klingen zwar erstmal sehr komplex, sind in der Anwendung aber verhältnismäßig einfach. Beginne zunächst damit, der/dem Mitarbeiter:in eine ehrliche Rückmeldung zu ihren/seinen Leistungen zu geben. Erkläre ihr/ihm, was gut gelaufen ist und wo es noch Verbesserungsbedarf gibt.

Lasse deine:n Mitarbeiter:in zuerst seine Stärken, Schwächen, Möglichkeiten und mögliche Risiken aufschrieben. Geht die Fragen im Anschluss gemeinsam durch und versucht zusammen die Ursachen für die bestehenden Probleme oder Herausforderungen zu finden.

So könnt ihr euch zum Schluss auf ein neues Ziel einigen. Wie du die einzelnen Aspekte der SWOT-Analyse in das Gespräch mit einbringst und somit nach einer Lösung suchst, zeigen wir dir hier:

1. Strengths – Stärken

Um die Stärken deiner Mitarbeiter:innen herauszufinden, ist es hilfreich, sie zu fragen, was ihre letzten Erfolgserlebnisse waren, was sie interessiert oder begeistert oder welche Fähigkeiten sie besitzen.

Nun kannst du gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen herausarbeiten, wie sie diese Stärken in ihrer aktuellen Position und den dazugehörigen Aufgaben umsetzen können beziehungsweise, wie das in Zukunft noch besser laufen kann.

2. Weaknesses – Schwächen

Wenn ihr einmal gemeinsam die Stärken herausgefunden habt, ist es jetzt an der Zeit, sich auch den Schwächen deiner Mitarbeiter:innen zu widmen. Frage deine Mitarbeiter:innen deshalb einerseits, wo sie noch Verbesserungsbedarf haben oder sich unsicher fühlen, bringe aber auch ein, was dich im Moment noch stört oder wo du dringenden Verbesserungsbedarf siehst.

Nun könnt ihr überlegen, welche dieser Schwächen dem aktuellen oder einem zukünftigen Ziel im Wege stehen könnten. Hilf deinen Mitarbeiter:innen herauszufinden, wie sie an ihren aktuellen Schwächen arbeiten und sich somit verbessern können.

SWOT Strategien Frau
Die SWOT-Strategien helfen deinen Mitarbeiter:innen, ihre Stärken optimal zu nutzen. Foto: IMAGO/Cavan Images

3. Opportunities – Möglichkeiten

Sobald ihr euch über die Stärken und Schwächen bewusst seid, ist es nun an der Zeit zu überlegen, wie man diese am besten nutzen kann. Überlegt also gemeinsam, wo die/der Mitarbeiter:in dank ihrer/seiner Stärken das größte Potenzial hat und wie man das in Zukunft umsetzen kann.

4. Threats – Risiken

Jedes Ziel ist auch immer mit gewissen Risiken verbunden. Um deinen Mitarbeiter:innen die Angst zu nehmen und das Ziel zu überprüfen, solltet ihr daher unbedingt noch die potenziellen Risiken besprechen.

Gibt es in Zukunft Veränderungen, die das Ziel negativ beeinflussen könnten oder gar andere Kolleg:innen, die das Erreichen dieses Ziels erschweren? Versucht diese Risiken zu finden und anschließend abzuwägen, wie realistisch die Zielvereinbarungen unter diesen Bedingungen überhaupt noch sind.

Fazit: Mit den SWOT-Strategien zum Unternehmenserfolg

Sind alle Fragen beantwortet, ist es an der Zeit, das vorab vereinbarte Ziel oder die Aufgaben dieses Mitarbeiters beziehungsweise dieser Mitarbeiterin neu zu strukturieren oder es gar völlig neu zu erfinden. So gelingt es dir, das Beste aus deinen Mitarbeiter:innen herauszuholen und deinem Unternehmen langfristig mehr Erfolg zu verschaffen.

Ähnliche Artikel findest du hier: