Schon die Wahl deines Outfits am Morgen beschert dir eine halbe Lebenskrise, ganz zu schweigen von Entscheidungen bezüglich deiner Zukunft oder deines Jobs? Alles muss ausgelotet, durchdacht und drüber geschlafen werden? Dann scheint es dir schwer zu fallen, Entscheidungen zu treffen. Wir haben dir 5 Tipps und Methoden zusammengestellt, mit denen du entscheidungsfreudiger durchs Leben spazieren wirst.

24/7 Entscheidungen treffen

16562 Studiengänge, 25 Insta-Filter, 60 Mio. Songs auf Spotify – es gibt keinen Bereich in unserem Leben, in dem wir nicht ständig irgendwelche Entscheidungen treffen müssen. Hirnforscher gehen sogar davon aus, dass der Mensch schätzungsweise 20.000 Entscheidungen pro Tag trifft. Die meisten natürlich ohne das wir es bewusst wahrnehmen.

Bei so vielen Entscheidungen kann man schnell mal überfordert sein. Zu viele Entscheidungen können sogar krank und depressiv machen. Damit dir das nicht passiert, haben wir dir Tipps und Methoden rausgesucht, um Entscheidungen besser treffen zu können.

Methoden zur Entscheidungsfindung

Aber beginnen wir erst einmal mit den 5 Methoden, mit denen du besser Entscheidungen treffen kannst.

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Manchmal könne einen zu viele Optionen überfordern. Such dir jemanden, mit dem du über Entscheidungen beraten kannst. Foto: gettyimages/ skynesher

1. Pro-und-Contra-Liste

Eine Pro-und-Contra-Liste anzulegen, ist wahrscheinlich die gängigste Methode, um zu einer Entscheidung zu finden. Denn für alles sprechen sowohl positive als auch negative Punkte. Wenn du dir das Ganze visualisierst und dann siehst, dass viel mehr auf der Contra-Seite steht, wirst du dich wahrscheinlich dagegen entscheiden.

2. Der erste Eindruck

Nicht nur in der Liebe kann dir dein erster Eindruck sagen, wie du für jemanden oder etwas fühlst. Das funktioniert in anderen Lebensbereichen ganz genauso. Wenn du dich zwischen zwei Wohnungen entscheiden musst, – gleicher Preis, gleiche Lage, gleiche Quadratmeter – du dich bei der einen aber schon bei der Besichtigung wie zuhause gefühlt hast, solltest du auf diesen ersten Eindruck hören.

3. Bauch über Kopf entscheiden

Mit dem Kopf entscheiden wir alle Vernunftssachen. Dort wiegen wir genau ab, was am Logischsten, am Vernünftigsten, am Verantwortungsvollsten ist. Aber wenn der Bauch sich nicht wohlfühlt, wirst du mit deiner Entscheidung auch nicht glücklich werden. Wenn also Bauch und Kopf einen üblen Kampf miteinander ausfechten, überlass dem Bauch den KO-Schlag.

4. 10-10-10-Modell

Manchmal kann es auch hilfreich sein, darüber nachzudenken wie du über diese Entscheidung in 10 Minuten, 10 Monaten oder 10 Jahren denken würdest. Würdest du es bereuen oder würdest du glücklich auf den jetzigen Moment zurückschauen. Besonders hilfreich ist diese Methode im Berufsleben und bei der Partner:innenwahl. Bringt mich dieser Job da hin, wo ich in 10 Jahren stehen möchte? Möchte ich mit diesem/r Partner:in die nächsten 10 Jahre verbringen?

5. Ablenkung

Manchmal ist alles was hilft: Ablenkung. Das berühmte Eine Nacht darüber Schlafen ist dabei nur eine Methode ,um das Unterbewusstsein bei der Entscheidungsfindung zu beteiligen. Du kannst dich auch mit Freunden treffen, Sport machen oder eine Reise machen. Versuche in der Zeit nicht über die Entscheidung, die zu treffen ist, nachzudenken. Dein Unterbewusstsein wird ständig daran denken und vielleicht sogar ohne dich eine Entscheidung fällen.

Tipps um die richtige Entscheidung zu treffen

Mit diesen 3 Tipps findest du ganz sicher zur richtigen Entscheidung!

1. DU musst damit glücklich sein

Erwartungen, Wünsche und Interessen prasseln bei der Entscheidungsfindung immer auf uns ein. Nicht umsonst studieren Kinder von Ärzt:innen meist auch Medizin – Mama und Papa würd’s halt freuen. Um nachhaltig mit deiner Entscheidung glücklich zu werden, solltest du dich aber von solchen Erwartungshaltungen trennen. Nur weil manche Menschen in deinem Umkreis glauben zu wissen, was für dich gut ist, heißt das nicht, dass es so ist. Du bist dein:e eigene Herr:in.

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„Nach den Sternen greifen“ – ein Ziel zu verfolgen kann dir helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. Foto: shutterstock/Viktoria Kurpas

2. Ein Ziel verfolgen

Wenn du heute schon weißt, du willst in 5 Jahren in Australien Delfine retten, dann kannst du viel konkreter deine Entscheidungen treffen. Dann wirst du dich bei der Fremdsprache in der Schule für Englisch anstatt für Französisch entscheiden und dein Praktikum eher im Zoo als auf der Baustelle machen. Was wir dir damit sagen wollen: Ziele zu verfolgen, macht Entscheidungen zu treffen einfacher.

3. Gut gelaunt entscheiden

Negative Gedanken begünstigen auch negative Entscheidungen. Wenn du gerade in so einer 0-Bock-Stimmung bist, wirst du sicher nicht die Entscheidung treffen, die auf lange Sicht gesehen die Richtige wäre. Wenn du also merkst, dass deine schlechte Laune gerade deine Entscheidung beeinflusst, nimm dir Zeit bis du wieder mit einem klaren Kopf Entscheidungen treffen kannst.

Fazit – Kein Stress!

Vor allem wichtige Entscheidungen sind mit einer Menge Druck und seelischem Stress verbunden. Dabei ist das total kontraproduktiv, weil es dich ebenfalls zu negativen Entscheidungen treibt. Versuche die Brisanz der Entscheidung auszublenden und öfter so zu entscheiden, als ob es die Entscheidung von einem oder einer Freund:in wäre. So möchtest du das Beste für sie oder ihn, gehst aber lockerer an dich Geschichte ran.

Und wenn du mal die falsche Entscheidung triffst – so what?! Natürlich ist es ärgerlich und wirft dich vielleicht auch zurück, aber wenn du den Fehler in der Entscheidung erkennst, hast du schon ganz viel dazu gewonnen und wirst ihn nicht ein zweites Mal machen.

Wenn dich die Entscheidung, welchen Film du heute Abend gucken willst, schon völlig überfordert, findest du im Video die 5 besten Disney-Weihnachtsfilme.