Seit dem Beginn der Coronapandemie haben sich viele Unternehmen gegen das Homeoffice gewehrt. Die Angst war zu groß, dass man sich im Homeoffice viel einfacher ablenken lasse und der Arbeit nicht nachkomme. In verschiedenen Studien konnte aber nun dargelegt werden, dass das Homeoffice keineswegs zu den Produktivitätseinbußen führt, welche die Unternehmen zunächst erwarteten.

Dennoch scheint auch das Homeoffice nicht der Heilige Gral des Arbeitens zu sein, denn seitdem die Coronamaßnahmen wieder gelockert wurden und die Menschen sich wieder in gewohnter Manier aus ihrem Haus bewegen, wird bei vielen ein Schrei nach mehr Präsenztagen im Office laut. Warum das so ist und wie die perfekte Hybrid-Lösung zwischen Büro und Homeoffice aussieht, erfährst du hier.

Studie über Hybrid-Arbeit zeigt, wie viele Tage man im Büro braucht

Eine Studie der Harvard Business School aus dem März 2022 soll zeigen, wie das perfekte Hybrid-Arbeiten aussehen soll. Hybrid-Arbeit ist die globale neue Arbeitsweise: Eine Mischung aus Präsenzarbeit und Homeoffice. Die Frage ist nur: Wie viele Tage soll ich im Office verbringen und wie viele Tage zu Hause, um maximale Produktivität zu erlangen?

Die Studie wurde über einen Zeitraum von neun Wochen im Sommer 2020 durchgeführt. Dabei kam heraus, dass im Büro viel mehr E-Mails verschickt und beantwortet werden. Außerdem werden im Büro eher neue Projekte begonnen als zu Hause. Im Homeoffice werden dafür bestehende Projekte fortgeführt. So kommt die Studie zu dem Schluss, dass Hybrid-Arbeit „the best of both worlds“ ist.

Wie viele Tage solltest du im Büro sein?

Für die Studie wurde eine Gruppe von 130 Arbeinehmenden unterschiedlich viele Tage ins Büro zitiert: Gruppe A war zu 25 % im Büro, Gruppe B zu 40 % und Gruppe C zu 33 %.

Gruppe C gewann: Die Studie zeigte, dass die Mitarbeitenden produktiver arbeiten, wenn sie ein- bis zweimal in der Woche im Büro erscheinen. Der Unterschied zwischen Gruppe C und den anderen Gruppen war sogar signifikant besser. Ein Zitat aus der Studie:

Hybrid-Arbeit ist wahrscheinlich das Optimal, da Arbeiter:innen flexibel sind, aber dennoch nicht so isoliert arbeiten wie Menschen, die im Homeoffice arbeiten.“

Die falsche Haltung am Schreibtisch kann zum "Tech Neck" führen.. © Roman Samborskyi/Shutterstock.com
Büro oder lieber Homeoffice? © Roman Samborskyi/Shutterstock.com

Arbeitgebende von dieser Lösung überzeugen

Für die Produktivität der Arbeitnehmenden scheint eine Hybrid-Lösung zwischen Homeoffice und Büro mit ein bis zwei Tage in der Woche ideal zu sein. Allerdings sind viele Arbeitgebende davon überzeugt, ihre Mitarbeitenden an mehr Tagen ins Office zu zitieren.

Redaktionstipp: Eine Lösung muss aber beide Seiten zufriedenstellen. Als Arbeitnehmer:in sollte man also seiner vorgesetzten Person erklären, wie man selbst am produktivsten ist. Eine Idee könnte das Einführen von Teamtagen sein. Hier gibt es einen Tag in der Woche, an dem das gesamte Team ins Büro kommt und dort gemeinsam arbeitet. An solchen Tagen werden viel mehr organisatorische Dinge geklärt und das Teamwork wird gestärkt.

Noch mehr Artikel über das Homeoffice?