Die 752-Faustregel ist eine Möglichkeit, dein Leben besser zu planen und dir einen groben Überblick über deinen Finanzstatus zu verschaffen. So kannst du deine monatlichen Ausgaben enorm kürzen. 

Monatliche Ausgaben kürzen 

Wenn du es richtig machst, dann kannst du nicht nur deine Ausgaben besser überwachen. Du wirst auch echt Augen machen, welches Sparpotenzial hinter deinen wöchentlichen und monatlichen Ausgaben steckt.

Was ist die 752-Regel?

Die 752-Regel funktioniert nach dem Hochrechnungs-Prinzip. Sie berechnet dir, wie viel Geld du auf 10 Jahre gesehen für eine regelmäßige Ausgabe ausgibst. Sie stammt ursprünglich aus einer Zeit, in der die Rendite für Anlagen in den U.S.A noch bei 7% lag. 

Dem ist heute nicht mehr so. Bei keiner Bank bekommt man so viele Zinsen. Wahrscheinlich weil die Zahl 752 sich aber so schön anhört, wurde der Faktor bis heute noch nicht korrigiert. 

Beispiel für die 752-Regel

Willst du dein persönliches Sparpotenzial durch deine wöchentlichen Ausgaben berechnen, halte dir eine Ausgabe vor Augen, die du jede Woche tätigst, aber eigentlich nicht benötigst.

Ich kaufe mir beispielsweise fast jede Woche Tabak und Drehzeug. (Es ist ungesund und eklig und es stinkt, ich weiß. Wer vom Rauchen ebenfalls nicht loskommt, aber es gerne tun würde, der klicke hier.) 

Die Ausgaben für meine Tabaksucht liegen also wöchentlich bei ungefähr 7 €. Diese werden jetzt mal dem Faktor 752 gerechnet.

7 € x 752 = 5.264 €

Dieses Geld werde ich in 10 Jahren für meine Rauchsucht ausgegeben haben, wenn ich so weitermache wie bisher. Das ist viel Geld. Besonders spannend wird es jetzt, wenn man sich vor Augen führt, was man sich leisten könnte, wenn man das Geld stattdessen gespart hätte.

In 10 Jahren könnte ich stolze Besitzerin eines Ebay-Kleinanzeigen-Kleinwagens (3.500 €) und eines Home-24-Samtsofas (1.500 €) sein und hätte noch genügend Geld übrig, um einen Spa-Tag mit meiner besten Freundin einzulegen. Wenn das nicht Spar-Motivation ist.

Geld sparen
Im Alltag kannst du ordentlich Geld sparen(Photo: Yulia Grigoryeva/ istock)

Was ist die 173-Regel?

Die 173-Regel funktioniert ganz genauso wie die 752-Regel. Der Unterschied ist jedoch, dass man hier die monatlichen Ausgaben in die Rechnung einbezieht und nicht die wöchentlichen.

Beispiel für die 173-Regel

Ich gebe jeden Monat mindestens 50 € für Snacks, Cappuccinos und Tankstellenkaugummis aus. Diese kleinen Ausgaben kommen einem auf den ersten Blick nicht viel vor, doch es läppert sich nach ein paar Jahren ganz schön. Man nennt diese kleinen monatlichen Ausgaben übrigens den Latte-Faktor. Um auszurechnen, wie viel ich in 10 Jahren durch Einsparen des Latte-Faktor sparen könnte, nehmen wir die Summe mal 173. 

50 € x 173 = 8.650 €

In 10 Jahren könnte ich also 8.650 € mehr auf dem Konto haben, wenn ich nicht ständig saure Tüten am Späti kaufen würde.

Wichtig: Diese Regeln sind hypothetisch und nicht nach geltendem deutschen Zins errechnet.

Geld
Geld sparen kann Spaß machen. Vor allem dann, wenn man einen fetten Batzen Scheine in Händen hält.

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