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Deutsche Post plant drastische Änderung: Der Grund ist erschreckend

Auf Briefe müssen wir demnächst wahrscheinlich etwas länger warten. Denn die Deutsche Post überlegt nun, die Zustellgeschwindigkeit von Briefen zu ändern. Alle Details.

Person schmeißt einen Brief in einen Briefkasten der Deutschen Ost.
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In Deutschland besteht die Anforderung, dass mindestens 80 Prozent aller Briefsendungen am nächsten Werktag beim Empfänger:innen ankommen müssen. Doch das könnte sich bald vielleicht schon ändern. Denn die Deutsche Post möchte Standardbriefe am liebsten langsamer zustellen. Wenn der Brief schneller ankommen soll, muss dann extra bezahlen. Kommt nun etwa der Zwei-Klassen-Brief?

Wegen abgelehnter Porto-Erhöhung: Deutsche Post möchte Standardbriefe langsamer zustellen

Nach der abgelehnten Porto-Erhöhung plant die Deutsche Post, Standardbriefe langsamer zuzustellen. Laut Nikola Hagleitner, der für das Brief- und Paketgeschäft verantwortlichen Managerin, könnte es in Zukunft zwei Arten von Briefsendungen geben. Zum einen den „Prio-Brief“, der innerhalb eines Tages nach dem Einwurf beim Adressaten ankommt, und zum anderen den „Standardbrief“, der erst nach drei Tagen zugestellt wird. 

Als Voraussetzung für den Prio-Brief gilt, dass dessen Preis „höher liegen müsste als das aktuelle Porto“. Doch welche Kosten könnten nun auf Verbraucher:innen zukommen? Laut Hagleitner soll die Extragebühr nicht besonders hoch ausfallen. „Aber wir reden nicht über eine Verdoppelung des Preises“, versicherte Hagleitner.

Briefporto darf 2024 nicht erhöht werden

Die Bundesnetzagentur hat im August den Antrag der Deutschen Post auf eine vorzeitige Portoerhöhung für das Jahr 2024 abgelehnt. Die Gründe für den Antrag waren die stark gestiegenen Kosten aufgrund von Inflation, höheren Energiepreisen, dem Tarifabschluss 2023 und einem deutlichen Rückgang der Briefmengen. Bereits im August berichtete Business Insider, dass das Bundeswirtschaftsministerium plant, das Postgesetz neu zu regeln, wobei auch eine mögliche Verlängerung der Brieflaufzeit auf drei Tage in Erwägung gezogen wird.

An diesen Zustellungsregeln der Deutschen Post soll sich nichts ändern

Die Deutsche Post beabsichtigt nicht, die Anzahl der Zustelltage zu ändern. Ihr Ziel ist es, die Sechs-Tage-Zustellung in Deutschland beizubehalten und den gesetzlichen Postuniversaldienst weiterhin zu erfüllen.

Allerdings fordert das Unternehmen eine neue Entgeltregulierung, die ihnen eine Gewinnmarge ermöglicht. Damit planen sie, jährlich etwa eine Milliarde Euro in die Zustellung zu investieren. Dieser Schritt ist erforderlich, da die Post in diesem Jahr einen erwarteten Rückgang der Briefmengen um sechs Prozent verzeichnet.

Quelle: rtl.de und Tagesschau